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Thema im Gemeinderat

Wohnen in Sportplatznähe? Was beim neuen Baugebiet in Albaching für Probleme sorgen könnte

Blick auf das Sportheim und die Anlagen des Sportvereins (SV) Albaching, der in die Planung mit einbezogen wurde.
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Blick auf das Sportheim und die Anlagen des Sportvereins (SV) Albaching, der in die Planung mit einbezogen wurde.

Wohnen, Gewerbe, Gastronomie, soziale und der Gesundheit dienende Einrichtungen: Das Bankhaus RSA hat in Albaching viel vor. Das neue Baugebiet „Albaching-Ost“ entsteht zwischen Kreuzwirt und Sportplatz. Der SV Albaching begrüßt das Vorhaben, hat jedoch ein paar Sorgen, die Thema im Gemeinderat waren.

Albaching – Wohnen, Gewerbe, Gastronomie, soziale und der Gesundheit dienende Einrichtungen: Das Bankhaus RSA hat in Albaching viel vor. Das neue Baugebiet „Albaching-Ost“ entsteht zwischen Kreuzwirt und Sportplatz. Der SV Albaching begrüßt das Vorhaben generell, hat jedoch auch ein paar Sorgen, die jetzt Thema im Gemeinderat waren.

Bereits Ende vergangenen Jahres war mit Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) besprochen worden, dass der Verein einen Entwurf für die Gestaltung der Parkflächen erstellen soll. Dieser lag dem Schreiben bei. Darüber hinaus teilte die Vorstandschaft des SV Albaching weitere Anliegen, Anmerkungen und Einwände mit.

Immissionsschutz ein Thema

Der erste Punkt betraf das Gewerbegebiet. Seitens des Vereins spreche nichts gegen die Ansiedlung in der Nähe des Sportplatzes. Da die meisten sportlichen Tätigkeiten abends und an den Wochenenden stattfänden, werde es vermutlich weder hinsichtlich der Parkplätze, noch wegen der Lärmbelastung Probleme geben.

In einem Gespräch mit den möglichen Bauherren der RSA-Bank habe man sich auf eine gegenseitige Benutzung der Parkplätze an den Stockbahnen einigen können. Allerdings wolle man diese einer möglichen Gaststätte oder einem anderen Gewerbebetrieb nach 17 Uhr nicht zur Verfügung stellen. Dennoch erfolgte auch ein Hinweis auf die immissionsschutzrechtlichen Vorgaben im Bebauungsplan, da laut dem Bauherrn möglicherweise auch medizinische Einrichtungen entstehen könnten, die geschützt werden müssten.

Hinsichtlich des gemeindlichen Anteils am Mischgebiet südlich des Trainingsplatzes, für den auch eine Senioreneinrichtung im Gespräch ist, müsse man bei der Planung dem Schallschutz einen „hohen Stellenwert“ einräumen. Es dürfe nicht zu Schwierigkeiten zwischen Sportbetrieb und den geplanten Verwendungszwecken führen , warnt der ASV. Insbesondere erwähnte die Vorstandschaft, dass beim Sportbetrieb der Stockschützen außerhalb der Gebäude die Immissionswerte punktuell nicht eingehalten würden.

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Was das Wohngebiet anbelangt, wollte der Sportverein „grundsätzlich eine Wohnbebauung in der Nähe der Sportanlagen in Frage stellen“. Denn, so die Begründung, leider würden „genügend Fälle“ zeigen, dass es in der Realität immer wieder Schwierigkeiten zwischen Anwohnern und Sportvereinen gebe. Nicht selten sei der Sportbetrieb durch Beschwerden oder gar Klagen der Anlieger soweit eingeschränkt worden, dass eine „vernünftige sportliche Arbeit nicht oder nur noch eingeschränkt möglich ist.“

Auch im Immissionsgutachten sei eine Wohnbebauung nur zulässig, „wenn bauliche Maßnahmen an den nördlichen und östlichen Gebäuden durchgeführt werden.“ Damit könne der Schalldruck in den Gebäuden zwar möglicherweise abgehalten werden, aber auf den Freiflächen sei seitens der Anwohner mit einer erhöhten Lärmbelastung zu rechnen. Im Zweifelsfall könne dies durch zusätzliche Baumaßnahmen verringert werden. In so einem Fall möchte aber der Verein „nicht für die baulichen Veränderungen verantwortlich gemacht werden“, wurde in dem Schreiben betont. Darauf folgte die Bitte, die Gemeinde möge dies gegebenenfalls übernehmen.

Vorschläge allgemeiner Natur folgten: Ein Rad- und Fußweg nördlich der Erschließungsstraße sei wünschenswert. Viele Kinder und Jugendliche würden nach der Schule mit dem Rad zum Sport fahren. Da in der Zeit zwischen 16 und 19 Uhr auch viele Anwohner des Wohngebietes nach Hause kämen, sehe man Konflikte mit den Kraftfahrzeugen.

Parkplätze könnten knapp werden

Für die 13 Wohneinheiten seien exakt 26 Stellplätze vorgesehen. Da diese vermutlich aber fest zugeteilt seien, gebe es keine Möglichkeit für Besucher, einen geeigneten Parkplatz zu finden. Daher wäre nördlich der Erschließungsstraße die Installation „einiger Längsparkplätze“ wünschenswert. Da vor allem abends und am Wochenende die meisten Bewohner in der Regel zuhause seien und die Parkplätze knapp würden und gerade dann am Sportgelände Hochbetrieb herrsche, seien Probleme mit den Stellflächen „aus unserer Sicht abzusehen.“

Des Weiteren könne der SV einer Baum-Bepflanzung, wie im Bebauungsplan ausgewiesen, nicht zustimmen. In einer Skizze habe man den Bereich am Sportheim mit einer möglichen Bepflanzung versehen.

Die Beschlüsse im Detail

Zu den Hinweisen bezüglich des Gewerbegebiets habe die Gemeinde keine Einwände; indes sei eine schalltechnische Untersuchung durchgeführt worden, um Probleme ausschließen zu können, hieß es in einem ersten Beschluss des Gemeinderates zu den Bedenken des Sportvereins.

Zum Misch- und Wohnbaugebiet: Auch diese seien in die schalltechnische Untersuchung einbezogen worden.

Weiter hieß es in der Stellungnahme de s Gemeinderates: Ein Fuß- und Radweg, wie vorgeschlagen, sei inzwischen bereits eingeplant worden.

Die Stellplatzproblematik werde unabhängig, also außerhalb der Bebauungsplanung, geklärt, und im Bereich des Sportheims könne auf die Wünsche des Sportvereins eingegangen werden. Im Übrigen sei jedoch die „dargestellte Mindestbepflanzung notwendig.“

Die Planung für den Bereich südlich des Sportheims soll der SV Albaching selbst übernehmen. Diese will der Rat berücksichtigen.

Alle Einzelbeschlüsse fielen einstimmig.

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