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Das wurde im Riederinger Gemeinderat beschlossen

„Wir haben einen großen Schritt getan“ – Satzung für Bebauungsplan nach 18 Jahren Arbeit beschlossen

Die Satzung für einen Bebauungsplan hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen.
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Die Satzung für einen Bebauungsplan hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Vor 18 Jahren hat der Gemeinderat Riedering begonnen, einen Bebauungsplan für den südwestlichen Teil von Niedermoosen zu erstellen. Nun erließen die Mitglieder den Satzungsbeschluss einstimmig. Wie der Bebauungsplan aussehen wird.

Riedering – „Wir haben einen großen Schritt getan“, zeigte sich Bürgermeister Christoph Vodermaier (FWG) in der jüngsten Gemeinderatssitzung zufrieden. Birgit Gunvar Steinbacher vom Bauamt ging vor dem Beschluss auf die Stellungnahmen ein. Die Anbauverbotszone von 15 Metern sei im Flächennutzungsplan zu ergänzen – gemessen vom Fahrbahnrand der Kreisstraße. Diesen Einwand hatte die Abteilung Hoch- und Tiefbau vorgebracht. Ansonsten gab es keinerlei Bedenken, sodass der Gemeinderat der Bekanntgabe der Änderung einstimmig grünes Licht gab.

Mahd auf den Ausgleichsflächen

Mehr Diskussionsbedarf gab es beim Bebauungsplan. Hier mahnte die Untere Naturschutzbehörde bezüglich einer Ausgleichsfläche: zur Bekämpfung des japanischen Staudenknöterichs müsse achtmal pro Jahr gemäht werden. Besser seien jedoch alle zwei Wochen. Dieser Empfehlung widersprach das Gremium quer durch alle Fraktionen. Schließlich lenkten die Mitglieder ein, da der Bebauungsplan Ausgleichsflächen vorschreibt.

Eine weitere Ausgleichsfläche direkt am Straßenrand der RO15 sah die Untere Naturschutzbehörde als ungeeignet an. Der sparsame Umgang mit Grund und Boden werde dadurch berücksichtigt, hielt die Verwaltung entgegen. Die Größe der Sichtdreiecke ab Fahrbahnrand bei Geh- und Radwegen sind auf die zukünftige Situation ausgelegt. Bei Zufahrten sollen sie etwa drei mal 30 Meter betragen. Hinsichtlich dieses Einwands der Abteilung Hoch- und Tiefbau merkte die Verwaltung an, dass sie davon ausgehe, dass die Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt auf 50 km/h begrenzt werden kann. Die Gemeinde beruft sich hierbei auf die einschlägigen Gespräche mit der Tiefbauabteilung des Landratsamtes in dieser Angelegenheit.

Wandhöhe auf 6,5 Meter erhöht

Einen Bürger störten die Wandhöhe von 6,35 Metern und die nicht zugelassenen Geländeveränderungen. Damit könne man den Keller nicht als Souterrain nutzen. Diesen Einwänden folgend, soll nunmehr die zulässige maximale Wandhöhe für den gesamten Geltungsbereich des Bebauungsplans auf 6,5 m erhöht werden. Auch die Festsetzung zur Geländeveränderung wird angepasst. Die Erstellung eines Lichtgrabens mit einer Länge von maximal 25 Prozent der Wandlänge wird in die Festsetzungen aufgenommen.

Ein weiterer Bürger merkte an, dass dessen Zweifamilienhaus nur aus zwei, nicht aus drei Vollgeschossen besteht. Dies soll, so Gunvar Steinbacher, entsprechend in der Begründung des Bebauungsplanes berichtigt werden. Da es keine weiteren Wortmeldungen seitens des Gremiums gab, hielt Bürgermeister Vodermaier fest, dass nur redaktionelle Änderungen erforderlich sind.

Zwei Grundstücke im südwestlichen Teil Niedermoosens werden nicht in den Geltungsbereich des nunmehr beschlossenen Bebauungsplanes aufgenommen. Den Antrag auf Aufnahme in den Geltungsbereich lehnte der Gemeinderat geschlossen ab. Vor zwei Jahren hatte der Bürger schon einmal den Antrag dafür gestellt, dem der Gemeinderat damals zustimmte. Die Erschließung für ein weiteres geplantes Gebäude auf den beiden Grundstücken ist aber nicht gesichert. Deshalb sollten die Grundstücke nach Rücksprache mit dem Landratsamt aus dem Geltungsbereich genommen werden. Der Gemeinderat billigte dies im Juli vergangenen Jahres.

Antrag erneut abgelehnt

In einem erneuten Antrag geht es um die Wiederaufnahme der beiden Grundstücke in den Geltungsbereich, da sich laut Antragsteller die Ausgangssituation verändert hat. Die Zufahrt über ein drittes Grundstück sei mündlich erfolgt und könne auch schriftlich erteilt werden. Eine Sicherung im Grundbuch sei aber nicht vorgesehen. Der Gemeinderat blieb jedoch bei seiner Entscheidung und lehnte die Aufnahme der beiden Grundstücke in den Geltungsbereich des Bebauungsplanes ab.

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