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Nach Corona und Homeschooling

Wie die Grundschulen in Rimsting und Prien die Lesekompetenz wieder steigern wollen

In angenehmer Atmosphäre sollen die Schüler an den Grundschulen Rimsting und Prien wieder mehr Freude am Lesen finden.
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In angenehmer Atmosphäre sollen die Schüler an den Grundschulen Rimsting und Prien wieder mehr Freude am Lesen finden.

Gerade durch den Heimunterricht während der Coronapandemie scheint die Lesekompetenz vieler Grundschüler gelitten zu haben. Die Grundschulen in Rimsting und Prien wollen nun gegensteuern.

Rimsting/Prien – In Bayern scheitert rund ein Fünftel der Viertklässler an der Rechtschreibung. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB). Das ernüchternde Resultat ist für die Rektorinnen der Grundschulen in Prien und Rimsting allerdings Ansporn, das Lesen noch mehr zu fördern.

Heimunterricht war nicht förderlich

Claudia Decker, Rektorin an der Franziska-Hager-Grundschule in Prien, sieht das ganz pragmatisch. Und dass die langen Zeiten des Distanzunterrichts während der Coronapandemie den Trend zum schlechteren Lesevermögen der Grundschüler verstärkt hat, bestreiten weder sie noch ihre Kollegin Eva Sigmund von der Rimstinger Grundschule. „Das Homeschooling war besonders im Bereich des Lesens nicht förderlich“, sagt Sigmund.

Schlüsselqualifikationen fürs schulische Lernen

Beim „Lernen zu Hause“ habe bei vielen Kindern die Fähigkeit zum Zuhören, aber auch zum aktiven Sprechen nachgelassen; ebenso die Fertigkeit, sich angemessen ausdrücken zu können. Dabei seien diese Kompetenzen grundlegende Schlüsselqualifikationen für das schulische Lernen und für die Bewältigung des Alltags, sind sich beide Schulleiterinnen einig.

Dafür benötigten Kinder einerseits Fähigkeiten zum Lesen, die sogenannte Lesekompetenz, und andererseits Gelegenheiten und Möglichkeiten, dies auszuprobieren und vielfältig anzuwenden, also die Lesemotivation.

All das werde auf zwei Schienen gefördert, führt Decker weiter aus. In allen Klassenstufen trainierten die Kinder grundlegende Strategien: vom Erlesen von Wörtern bis hin zum Zusammenfassen von Absätzen, also das Verstehen dessen, was ausdrücklich beschrieben ist, wie auch das Erkennen, was zwischen den Zeilen steht.

Dafür ziehen die Grundschulen alle Register, um Lust aufs Lesen zu machen. So gibt es Leseangebote wie Lesekrimis und Abenteuerbücher, regelmäßige „Lesezeit-Inseln“ im Jahreslauf, Geschichten zu aktuellen Anlässen oder Vorlesetage mit Prominenten.

Die Rektorinnen Claudia Decker und ihr Kollegium an ihren Grundschulen lassen nichts unversucht, um die Schüler zum Lesen zu bewegen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eltern und Externen seien hierfür wichtige Bausteine, sagen die beiden Pädagoginnen. Die Motivation steige, wenn Kinder ihre Eltern selbst als Lesende erlebten und diese zusätzlich die Zeit finden, dem Nachwuchs „in kuscheliger Atmosphäre“ vorzulesen, ist Claudia Decker überzeugt.

Medienkompetenz trainieren

Ebenso müsse die Medienkompetenz trainiert werden – der kompetente, aber bewusst eingesetzte Umgang mit digitalen Medien schon in der Schule könne und soll einen Grundstein im Bewusstsein der Kinder legen, um das Internet als Informationsquelle zu nutzen wir auch Lernportale und Apps als weitere Möglichkeit, um das Lesen zu trainieren. Ebenso sollen die Schüler selbst erkennen, wo eine ausufernde Nutzung schadet und sie beispielsweise davon abhält, mit Freunden draußen zu spielen .

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