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Energiekrise beschäftigt WFV

„Wer weiß, was auf uns zukommt?“: Die vorsichtigen Pläne für Wasserburger Weihnachtsmarkt

Auch das Thema Weihnachtsbeleuchtung am Wasserburger Weihnachtsmarkt war angesichts der aktuellen Energiekrise beim WFV im Gespräch.
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Auch das Thema Weihnachtsbeleuchtung am Wasserburger Weihnachtsmarkt war angesichts der aktuellen Energiekrise beim WFV im Gespräch.

Der Wirtschaftsförderverband plant vorsichtig für den Weihnachtsmarkt. Die Kosten machen zu schaffen. Schon jetzt sind Debatten, um die Beleuchtung und Verkleinerung der Veranstaltung entbrannt.

Wasserburg – „Es geht wieder los“: Mit dieser Ankündigung machte sich der Wirtschaftsförderungsverband Wasserburg (WFV) bei seiner Jahreshauptversammlung Mut für die kommenden Veranstaltungen in der Stadt. „Endlich wieder Frühlingsfest, Weinfest bei Traumwetter, musikalische Samstage, Stadträtsel gemeinsam mit dem Gymnasium, Spiel mit den Rotariern, Planung für den Christkindlmarkt“: Für diese und andere Aktivitäten war und ist gesorgt beim WFV, wie der Vorsitzende Andreas Bonholzer bei der Begrüßung der Mitglieder – etwa 15 waren gekommen - in den Paulanerstuben sagte.

Rückblick auf 2020 fiel kurz aus

Er gab vor allem seiner Freude über den Zusammenhalt des Vereins Ausdruck: „Das alles ist eine geschlossene Mannschaftsleistung, ich bin froh, dass alle an Bord sind und alle mitziehen.“ Beim Rückblick auf das Jahr 2020 konnte sich Bonholzer kurz fassen: „Coronabedingt wurden alle unsere Veranstaltungen abgesagt“, so der Vereinsvorsitzende, dennoch sei versucht worden, den Wirtschaftsstandort Wasserburg zu stärken – etwa mit den „To-go“- Angeboten, mit der Bereitstellung von Masken, mit Desinfektionsmitteln und Tests. Einen besonderen Dank richtete Bonholzer in diesem Zusammenhang an den WFV-Förderer Christoph Klobeck.

Lobend erwähnte Bonholzer zudem den Verkauf von Wasserburg-Gutscheinen. „Eine ganz tolle Sache.“ Bedauerlich sei 2021 die kurzfristige Absage des Christkindlmarkts gewesen, der vom WGV aufgebaut worden sei. „Das hat uns Geld gekostet“, klagte Bonholzer. Um wenigstens für ein Mindestmaß an Weihnachtsstimmung zu sorgen, habe man sich entschlossen, die Buden nicht gleich wieder abzubauen. Doch es gab im Corona-Jahr 2021 auch Positives zu vermelden: So hätten die sogenannten „Wunscherfüller-Gutscheine“ ein sensationelles Ergebnis erbracht: Bei 25 Euro Einsatz und einem realen Gegenwert von 40 Euro. Die Stadt habe die Aktion großartig unterstützt.

Frühlingsfest funktioniert „sehr gut“

An ein Frühlingsfest, das „sehr gut“ funktioniert habe - auch finanziell, erinnerte Vorstandsmitglied Moritz Hasselt in seinem Statement. Als besondere Gaudi mit vollem Zelt habe sich der Fingerhakel-Wettbewerb erwiesen. Ohnehin sei das Frühlingsfest beliebt: „Es hat ein schönes Ambiente, und wir hatten keine erkennbare Lücke auf dem Platz, auch wenn es vereinzelt Absagen gegeben hat“, so Hasselt. Es sei sogar ein Fahrgeschäft aus Hamburg gekommen, angesichts des Benzinpreises „ein Wahnsinn“. Der Inhaber wolle nächstes Jahr wieder kommen und bringe dann sogar noch einen Kompagnon mit.

Der Fingerhakel-Wettbewerb war eine große Attraktion beim Wasserburger Frühlingsfest, das vom WFV veranstaltet wurde. Auch Georg Lettl (links) von der Privatbrauerei Gut Forsting und der Babenshamer Bürgermeister Josef Huber (rechts) ließen sich den Spaß nicht entgehen.

„Was den Festplatz betrifft, brauchen wir uns mit Blick auf die Planung für das nächste Jahr keine Sorgen zu machen“, resümierte Hasselt. Auch das Bierzelt sei gut frequentiert gewesen: „Es war super, wir haben toll feiern können.“ Pro Maß à 10,30 Euro seien 30 Cent für die Ukraine-Hilfe abgezweigt worden. Über 10.530 Euro seien so zusammengekommen. Gleichwohl müsse man auf den Kostendruck reagieren, mahnte Hasselt. „Wir müssen natürlich Geld mit dem Fest verdienen.“

Vorsichtige Planung beim Christkindlmarkt

Zu den Vorbereitungen auf den Christkindlmarkt sagte WFV-Beisitzer Christian Huber, dass man vorsichtig plane. „Wer weiß, was da auf uns zukommt?“ Freilich solle der Markt in einem Umfang wie vor Corona stattfinden – 33 Hütten sollen aufgebaut werden. Verzichtet werden soll aus Kostengründen aber auf das Basarzelt in der Hofstatt und keine Eislaufbahn.

Umstieg auf LED-Birnen

Auch das Thema Weihnachtsbeleuchtung war angesichts der aktuellen Energiekrise beim WFV im Gespräch, wie Bonholzer auf Anfrage berichtet. „Wir sind in den vergangenen Jahren vorausschauenderweise auf LED-Birnen umgestiegen und haben deswegen einen Minimalstverbrauch an Energie“, verdeutlicht er. Deswegen habe sich der Verein für Weihnachtsbeleuchtung am Christkindlmarkt entschieden. Es gebe nur kleine Einschränkungen. „In manchen Straßen werden wir nur jede zweite Kette aufhängen“, so Bonholzer. Trotzdem hoffe er auf eine schöne Stimmung in der Altstadt – mit den Turmbläsern, mit der Stadtkapelle, mit einem kleinen Bühnenprogramm, mit dem Nikolaus, mit dem Weihnachtsengel – und vielleicht sogar mit ein paar Schneeflocken.

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Leerstände bereiten Sorgen

Der Vorsitzende des WFV: Andreas Bonholzer

Als Vertreter der Stadt Wasserburg sprach der Zweite Bürgermeister, Werner Gartner, dem Wirtschaftsförderungsverband (WFV) bei der Jahreshauptversammlung seinen Dank für dessen Engagement aus. „Es ist schön, dass wir eine Stadt haben, die eine solche Vitalität hat. Das ist auch dem WFV und den Geschäftsleuten zu verdanken“, sagte Gartner.

Der Vorsitzende des WFV, Andreas Bonholzer, erklärte, dass der Verein die einheimische Wirtschaft nach Kräften unterstütze – mit Werbung, Marketing-Maßnahmen sowie Aktionen wie dem Christkindlmarkt und dem Frühlingsfest. Die Leerstände würden dem WFV durchaus Sorgen bereiten, „doch ich bin der Meinung, dass wir hier in Wasserburg besser dastehen als viele Städte in der Umgebung. Wir haben hier glücklicherweise sehr viele inhabergeführte Geschäfte – und somit ein umfassendes Angebot für unsere Kunden“, so Bonholzer.

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