Insel neben der Altstadt-Halbinsel Wasserburg

Früher hieß sie „Mitterau“ - Die Geschichte der Kapuzinerinsel mitten im Inn

Kapuzinerinsel im Inn in Wasserburg
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Die Kapuzinerinsel im Inn aus der Panorama-Ansicht: Rechts im Bild ist ein Teil der Wasserburger Altstadt zu erkennen, links ist das Stauwehr zu erkennen.

Ruhig liegt sie im Inn, umgeben von Sand- und Kiesstränden und in unmittelbarer Nähe zur Altstadt: Die Kapuzinerinsel gehört zu Wasserburg wie die Innschleife. Doch kennt ihr auch die Historie der Insel, warum sie früher anders hieß und wie lange sie schon im Inn ruht? wasserburg24.de hat beim Stadtarchiv nachgehakt.

Wasserburg am Inn - Sie lädt zu jeder Jahreszeit zu einem Spaziergang am Inn ein und ist bei Niedrigwasser sogar zu Fuß zu erreichen: Die Kapuzinerinsel unterhalb des Ortsteils Burgerfeld auf Höhe der FOS/BOS liegt zwischen dem Stauwehr und der Altstadt von Wasserburg und ist beliebtes Flanierziel bei Einheimischen sowie Touristen und Besuchern gleichermaßen.

Besonderer Blick auf die Altstadt

Die bewaldete Flussinsel im Inn hat eine Fläche von circa 1,5 Hektar und ist unbewohnt. Auf der Kapuzinerinsel wächst ein kleiner Hartholzauwald und an der der Flusströmung abgewandten Seite gibt es einen Sandstrand.

Führt der Inn wenig Wasser, was beispielsweise häufig in den Wintermonaten oder im Frühling noch vor der Schneeschmelze der Fall ist, kann die Insel fußläufig vom Stauwehr aus über den vom Verbund/Wasserwirtschaftsamt künstlich angelegten Steine-Steg erreicht werden. Der macht den Ort übrigens zu einem beliebten Foto-Motiv. Wer es ganz auf die Insel schafft, der wird darüber hinaus mit einem ganz besonderen Blick auf die Altstadt belohnt.

Die Spitze der Kapuzinerinsel im Winter bei Schnee mit Blick auf die Altstadt und die Rote Innbrücke.

Die Kapuzinerinsel hieß früher „Mitterau“

„Die Kapuzinerinsel wurde im ältesten Stadtplan von Tobias Volckmer aus dem Jahre 1615 als ‚Mittler Grieß‘ bezeichnet“, weiß Wasserburgs Stadtarchivar Matthias Haupt. „Damals schon waren ‚Mitter Archen‘-Bauten als ‚Schutz gegen die Vesser‘ vom südlichen Innufer zur Insel hin verbaut. Diese Archenbauten entlang der Insel dienten zum Schutz gegen den Strom. Der eigentliche Strom floss nördlich der Insel.“

Die Bezeichnung der Insel nach dem gegenüberliegenden Kapuzinerkloster sei Haupt zufolge im Sprachgebrauch jedoch erst nach 1624 geprägt worden. Der Name der Insel erinnert demnach an die hier einst ansässigen Mönche des Kapuzinerordens, die im Zuge der bayerischen Säkularisation das Kapuzinerkloster Wasserburg und die Stadt verlassen mussten.

„In amtlichen Plänen wie beispielsweise im Vermessungsplan aus dem Jahr 1813 wird die Insel auch später noch als ‚Mitterau‘ und nicht als Kapuzinerinsel bezeichnet“, fährt Haupt fort. „Nördlich nach dem Umlauf um die Stadt herum befand sich eine weitere Insel, die ‚Mittergries‘ hieß und die heute nicht mehr existiert.“

Impressionen von der Kapuzinerinsel im Inn

Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb
Kapuzinerinsel im Inn
Die Kapuzinerinsel im Inn neben der Altstadt Wasserburg.  © mb

Was hat es mit den „Kapuzinerlacke“ auf sich?

Einen Wiedererkennungswert haben die sogenannten „Kapuzinerlacke“, die sich neben der Insel auftun: Als „Lacke“, so erklärt der Stadtarchivar, werden wenig gefüllte und nicht sehr tiefe Kleinstgewässer bezeichnet. Rund um die Kapuzinerinsel verdeutlichen sie die teilweise Abtrennung zum Flusslauf.

Die daneben liegenden Sand- und Kiesinseln, welche durch den Flusslauf stetig ihre Form verändern, sind je nach Wasserstand auch mittels Waten durch wenige Zentimeter Wasser fußläufig zu erreichen - vorausgesetzt, man ist nicht allzu kälteempfindlich. Denn der Inn als Fließgewässer erreicht selbst im Hochsommer nur maximal 15 Grad.

mb

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