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Polizei Wasserburg zum Verhalten bei einem Wildunfall

Aufklärung nach drei Unfällen mit Rehen in einer Nacht: So reagiert man richtig

In der Zeit von Mitte Juli bis Mitte August ist die Paarungszeit der Rehe. In diesen Tagen sind die Rehe sehr aktiv und somit ist nicht nur nachts, sondern auch tagsüber mit Wildwechsel zu rechnen. So kommt es in dieser Zeit vermehrt zu Wildunfällen.

Wasserburg am Inn - Allein in der Nacht zum Mittwoch (21. Juli) gab es im Dienstbereich der Polizeiinspektion Wasserburg drei Unfälle mit Rehen. Allerdings fuhren bei zwei der Unfälle die Fahrzeugführer, ohne eine Meldung abzusetzen, einfach weiter und ließen das Reh verletzt zurück. Andere Verkehrsteilnehmer fanden jeweils das Tier und verständigten die Polizei. In beiden Fällen mussten die Tiere große Qualen erleiden. Ein Reh lebte bei Eintreffen der Polizei noch und musste von ihrem Leiden erlöst werden.

Ein Fahrzeugführer, der ein Reh durch An- oder Überfahren verletzt oder getötet hat, muss dies unverzüglich beim Revierinhaber oder der nächsten Polizeidienststelle anzeigen. Sonst begeht er eine Ordnungswidrigkeit nach dem Bayerischen Jagdgesetz und riskiert ein Bußgeld.

Das richtige Verhalten bei einem Wildunfall ist, diesen noch an der Unfallörtlichkeit bei der Polizei zu melden. Dabei ist es auch zulässig, den Notruf 110 zu wählen. Dabei soll man am Telefon den Zustand des Rehes und die Örtlichkeit möglichst genau schildern. Ist das Reh nach dem Zusammenstoß auf der Fahrbahn verblieben, muss dieses entweder geborgen werden oder zumindest die Unfallstelle abgesichert werden. In diesen Fällen sollte man bis zum Eintreffen der Polizei oder dem Revierinhaber vor Ort warten.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg am Inn

Rubriklistenbild: © picture alliance/Hauke-Christian Dittrich

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