20 Jahre Heimatgeschichte

Rosenheim: Der Historische und Heimatverein Pang feiert Jubiläum

Insgesamt 14 Wasenhefte veröffentlichte der Historische und Heimatverein Pang seit dem Jahr 2000.
+
Insgesamt 14 Wasenhefte veröffentlichte der Historische und Heimatverein Pang seit dem Jahr 2000.

Eigentlich wäre Ende vergangenen Jahres bereits Grund zum Feiern gewesen. Der „Historischen und Heimatverein Pang“ (HHP) zählte im November 20 Jahre seines Bestehens. Die Vorbereitungen für den bunten Abend zum Jubiläum waren fast abgeschlossen, dann kam die Corona-Pandemie.

Rosenheim – Am 19. November 2000 hoben 49 Gründungsmitglieder den Verein aus der Taufe. Georg Gilg führte die Gemeinschaft als erster Vorsitzender, fünf Jahre später verstarb er. Seither führt Hans Demberger den geachteten Verein.


Auch wenn Corona die vielen Aktivitäten des HHP im Jubiläumsjahr 2020 jäh unterbrach, hat der noch recht junge Verein mit dem Erscheinen des 14. Wasener Heimatheftes wiederum unter Beweis gestellt: Das Wissen rund um die Geschichte der Heimat ist und bleibt lebendig. Im jüngsten Heft beschäftigen sich die Autoren mit Wald und Filzen im ehemaligen Gemeindegebiet Pangs

Fast 300 Mitglieder


Dass dieser Verein mit nahezu 300 Mitgliedern sich großer Beliebtheit erfreut, ist zum einen geschuldert, dass er sich mit seinen Aktivitäten auf den Wasen begrenzt. Zudem nehme sich der Vereine auch jener Dinge an, die sonst keiner wahrnimmt.

Von Anfang an haben sich kluge Köpfe folgendes auf die Fahne geschrieben: Die Erforschung und Aufzeichnung der Geschichte und Entwicklung der einstigen Gemeinde Pang sowie das Interesse an der Heimatgeschichte und die Verbundenheit zu fördern. Das Geheimnis des Vereins: ein buntes Programm. Darunter: Wanderungen und Besichtigungen, Vorträge und Kirchenführungen, Einführung in das Schafkopfspiel, in die Deutsche Schrift und in Bayerische Sprache.

Beatabend und Wirtshaussingen

Jedes Jahr während des Faschings gibt es einen Beatabend, im Herbst ein Hoagascht mit Volksmusik, mit Erzählungen eigener „G’schicht’ln vom Wasen“ und nicht zu vergessen die alljährliche Sebastiani-Wallfahrt nach Heilig-Blut. Beliebt sind auch das Wirtshaussingen, die Hufeisenturniere, hochinteressant zudem die Zeitzeugenabende.

Favorit unter den Mitgliedern jedoch ist der alle zwei Jahre stattfindende bunte Abend mit dem Titel „So a Theater“ mit Sketschen, Liedern und einem kurzweiligen Theaterstück – oft selbst geschrieben.

Da bleibt kein Auge Trocken: Zum bunten Abend der Gemeinschaft mimen der Vorsitzende Hans Demberger (iiinks) und sein Stellvertreter Peter Dinzenhofer (rechts) mit Reinhold Gietl und Birgit Dinzenhofer die Gäste einer Talkrunde zum Thema „Die Gravitation homöopathisch verfasimilierter Antopoloxe“. knarr

Humorvoller Schwank zum bunten Abend

Der Schwank dreht sich oft um das Leben in der Heimat, gewürzt mit humorvollem und gar kabarettistischem Lokalkolorit. Der Verein rückt seine Arbeit immer wieder in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

Mit schier unvergesslichen Ausstellungen – ob in Pang, Aising oder Happing – stellen seine Mitglieder Bilder von früher und heute aus. Damit machen machen Veränderungen sichtbar und geben Einheimischen Gelegenheit, Bekannte und Verwandte wiederzuerkennen.

Bildband zur Rundkirche Westerndorf

In guter Erinnerung blieb auch das Festwochenende anlässlich des 350-jährigen Bestehens der Rundkirche Westerndorf am Wasen, gekrönt durch die Herausgabe eines Bildbandes mit Beiträgen heimatkundlicher Forschung und Archivarbeit.

Wenn der Verein für die Produktion auch finanziell in Vorleistung gehen musste, ist das Buch, erschienen im Rosenheimer Verlag, ein einmaliges Dokument dieses barocken Juwels. Der Vorstand des Heimatvereins bleibt sich treu, gemäß dem Wahlspruch: „Jede Zukunft braucht Vergangenheit“.

Kommentare