Redner für Maskenfreiheit und Auflösung der Regierung

„Querdenker“-Demo in Rosenheim: „Wollten beweisen, dass es friedlich geht“

Veranstalter Bernd Bräuer wollte bei der „Querdenker“-Demo beweisen, dass die Auflösung der letzten Demo eine Ausnahme war.
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Veranstalter Bernd Bräuer (rechts) wollte bei der „Querdenker“-Demo beweisen, dass die Auflösung der letzten Demo eine Ausnahme war.

Rosenheim – Mehr als 500 Teilnehmer waren am Sonntag, 22. November, in den Mangfallpark gekommen, um gegen die aktuelle Corona-Politik zu protestieren. Nach der Auflösung einer Demo am Dienstag, war es den Veranstaltern besonders wichtig, dass alles friedlich abläuft – mit Erfolg. 

„Wir brauchen uns nicht hinter Bodo Schiffmann verstecken. Aber es geht um die Sache. Ich bin kein Fan der Maskenpflicht, aber ich bitte euch an diese zu halten“, wies ein Ordner im Vorfeld der Veranstaltung hin. Die Auflösung der Demo der „Coronainfo-Tour“ um den Arzt Schiffmann am vorherigen Dienstag hat bei allen Beteiligten Wirkung gezeigt.


„Querdenker“-Demo in Rosenheim:

Deshalb war es dem Veranstaltern vom Sonntag, dem Bündnis „Querdenken 8031“, besonders wichtig, eine entsprechende Reaktion zu zeigen. „Es war unser aller größtes Anliegen zu beweisen, dass es friedlich geht. Wir wollten möglichst viele Konflikte raus nehmen“, zeigte sich Veranstalter Bernd Bräuer zufrieden. Jeder habe das Recht seine Meinung zu äußern. Darum ging es dem Veranstalter.


Die Zusammenarbeit mit den Behörden wären im Vorfeld nicht einfach gewesen. „Wir hatten mit Dienstag ja nichts zu tun. Aber der Punkt ohne Maske war das größte Problem“, schildert Bräuer. Personen mit einem Attest sollten abgeschirmt werden, in diesem Fall durften sie in der ersten Reihe Platz nehmen. Man wollte keine „Diskriminierung“ wie am vergangenen Dienstag. Dort seien sie von den anderen Teilnehmern getrennt worden.

Maskenfreiheit, Kritik an Impfungen und Auflösung der Regierung

Auch die vielen Redner betonten wie die Veranstalter die Wichtigkeit des friedlichen Protestes. Etwas mehr als 500 Personen – 1000 wurden im Vorfeld angemeldet - waren am Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein in den Mangfallpark gekommen, um der Kundgebung unter dem Motto „Für die Maskenfreiheit unserer Kinder, für ein Lockdown-freies Leben und für ein Leben in Freiheit und Frieden“ beizuwohnen.

Und die Teilnehmer pflichteten den Rednern bei und applaudierten fleißig – dabei waren Hauptkritik die Maskenpflicht für Kinder und Impfschäden sowie die Wirkungslosigkeit der Impfungen. Davon sprachen u.a. eine Kinderärztin und eine ehemalige Apothekerin. Auch eine musikalische Corona-Kritik gab es. (Ticker zum Nachlesen)

Der Hauptredner war allerdings ein ehemaliger Hauptkommissar der Polizei München, Karl Hilz. Dieser nahm kein Blatt vor den Mund und rief zu einer Umkehr in der Politik auf. Die anständigen Bürger der Mitte sollen die Wirrköpfe ablösen. „Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen. Wir bleiben friedlich, wir bleiben immer friedlich. Wir geben den Verantwortlichen dieses Staates keine Gelegenheit, uns unsere Freiheit zu nehmen und uns niederzuknüppeln, weil wir ihnen gewalttätig gegenübertreten würden“, so Hilz. Dafür solle die Regierung abgesetzt werden – mithilfe von Unterschriften.

Das erklärte Ziel von Karl Hilz: „Den bayerischen Landtag abberufen“.

Polizei zieht überwiegend positives Fazit

Die Polizei zog ein „überwiegend positives Fazit“ von der Veranstaltung. Die rund 200 Polizisten vor Ort mussten nur selten eingreifen. Im Verlauf der Versammlung wurden einige wenige Teilnehmer wegen eines Verstoßes gegen die Maskenpflicht angezeigt.

Für den wohl größten Aufreger sorgte aber laut der Polizei eine Gruppe von mehreren Personen, die an der Versammlung teilnehmen wollten - mit einer weißen Armbinde, auf der ein Davidstern mit der Aufschrift „Massentest“ aufgedruckt war. Es sollte hiermit offensichtlich provokativ zum Ausdruck gebracht werden, dass das Judentum für „Zwangsimpfungen“ verantwortlich sei.

jz

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