Große Suchaktion rund um Nußdorf

Münchner (31) stürzt am Heuberg mit Gleitschirm in Waldstück - und stirbt

Einsatz nach tödlichem Bergunfall am Heuberg
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Einsatz nach tödlichem Bergunfall am Heuberg.

Nußdorf am Inn - Zu einem tragischen Unfall ist es am späten Dienstagnachmittag, 16. Februar, im Bereich des Heubergs gekommen. Dabei kam ein 31-jähriger Mann aus München ums Leben.

Update, 12.12 Uhr - Bergwacht stundenlang gefordert


Bei dem stundenlangen Einsatz war die Bergwacht Brannenburg mit etwa 25 Einsatzkräften gefordert. Zudem waren auch Kräfte des LKLD-Technikteams der Bergwacht Hausham, die Bergwacht Wasserburg, die Hubschrauberstaffel der bayerischen Bayern und die Polizei Brannenburg im Einsatz. Insgesamt waren auch drei Hubschrauber beteiligt.


Update, 9.50 Uhr - Pressemitteilung der Polizei

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

Am späten Dienstagnachmittag, 16. Februar, gegen 16.50 Uhr, starteten ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim und ein 31-jähriger Münchner mit ihren Gleitschirmen vom Heuberg. Bei beiden Männern handelt es sich um Gleitschirmflieger mit jahrelanger Erfahrung. Nachdem der Rohrdorfer seinem Bekannten, der kurz vor ihm gestartet war, aus den Augen verloren hatte und dieser dann auch nicht an dem vereinbarten Landeplatz eingetroffen war, setzte er einen Notruf ab. In der Folge lief unter Leitung der Polizeiinspektion Brannenburg und der Bergwacht Brannenburg unverzüglich eine größere Suchaktion nach dem Vermissten an.

Gegen 19.45 Uhr konnte der Verunfallte von einem Polizeihubschrauber im Bereich der „Eingefallenen Wand“ in unwegsamen Gelände an einem Baum hängend lokalisiert und anschließend durch Kräfte der Bergwacht Brannenburg gegen 21 Uhr geborgen werden. Die Bergwacht und zwei Polizeibeamte der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei mussten sich auf Grund des Geländes fußläufig an den Verunfallten annähern. Hier war auch eine besondere Versicherung der Einsatzkräfte notwendig, welche durch die Bergwacht organisiert und gestellt wurde.

Ein Notarzt der Bergwacht stellte jedoch nur noch den Tod des Verunfallten fest. Unter Leitung eines Polizeibergführers der Alpinen Einsatzgruppe begannen erste terrestrische Bergungsmaßnahmen des Verstorbenen, welche auf Grund schlechtem Wetter nicht weiter fortgesetzt werden konnten. Diese werden am Mittwoch, 17. Februar, weiter durchgeführt.

An dem Einsatz waren zahlreiche Kräfte der Bergwacht Brannenburg sowie der umliegenden Wachten im Einsatz, welche unter unermüdlichem Einsatz die Lokalisierung des Verletzten sowie dessen Rettung versuchten. Zudem waren ein Rettungshubschrauber und zwei Polizeihubschrauber an dem Einsatz beteiligt. Derzeit wird der Luftfahrtunfall unter der Ermittlungszuständigkeit der Polizei Brannenburg in Zusammenarbeit mit der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd umfangreich untersucht.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Die Erstmeldung:

Ersten Erkenntnissen zufolge war der 31-Jährige am Nachmittag zunächst zu Fuß zum Heuberg aufgestiegen, von wo er dann mit einem Gleitschirm ins Tal fliegen wollte. Als der Mann nicht wie vereinbart am Landeplatz ankam, wurde gegen 16.40 Uhr die Rettungskette in Gang gesetzt. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Alpinpolizei und Bergwacht starteten daraufhin eine großangelegte Suchaktion, an der neben einem Rettungshubschrauber auch zwei Polizeihubschrauber beteiligt waren.

Gegen 19.45 Uhr gab es dann traurige Gewissheit. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Mann in einem Waldstück unterhalb der sogenannten „eingefallenen Wand“ von den Rettern entdeckt, wie Polizeisprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte. Für den 31-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch dessen Tod feststellen. Der Mann war mit seinem Gleitschirm aus noch ungeklärter Ursache in dem Wald abgestürzt.

mw

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