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Interview mit Laurentius Fischer

Mittelschule und Verkehr: Eiselfings neuer Geschäftsleiter über die größten Herausforderungen

Laurentius Fischer ist der neue Geschäftsleiter von Eiselfing. Seiner Meinung nach die größte Herausforderung für Eiselfing: Der Erhalt der Mittelschule.
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Laurentius Fischer ist der neue Geschäftsleiter von Eiselfing. Seiner Meinung nach die größte Herausforderung für Eiselfing: Der Erhalt der Mittelschule.

Laurentius Fischer ist der neue Geschäftsleiter in Eiselfing. Mit der Wasserburger Zeitung spricht er über die größten Herausforderungen in der Gemeinde und seine persönliche Motivation.

von Andreas Burlefinger

Eiselfing – Einen neuen Geschäftsleiter und Leiter des Hauptamtes gibt es seit dem 1. Mai im Eiselfinger Rathaus. Laurentius Fischer, bisher schon seit 2015 Bauamtsleiter, zudem ausgestattet mit einer umfangreichen Verwaltungserfahrung in kommunalen Behörden, leitet nun verantwortlich die Verwaltungsgeschäfte der Gemeinde. Er ist Vorgesetzter der Mitarbeitenden im Rathaus und erster Ansprechpartner für den Bürgermeister.

Vom Bürokaufmann, über die Bundeswehr ins Bauamt

Geboren wurde Laurentius Fischer 1964 im Markt Pfeffenhausen am östlichen Rand der Hallertau. Dort besuchte er die ersten vier Schuljahre, bevor er seine schulische Laufbahn im Benediktiner Kloster in Rohr fortsetzte. „Ich wollte da unbedingt im Chor mitsingen“ sagt er zu seiner damaligen Motivation. Wohl aber auch ein erster Hinweis auf sein späteres Freizeithobby?

Nach der Schulzeit absolvierte er zunächst die Ausbildung zum Technischen Zeichner. Was ihm dann auch den Einstieg als Radarmechaniker bei der Bundeswehr erleichtern sollte. Er war in dieser Zeit auch in Amerika und konnte seine beruflichen Bildungen umfangreich und zielgerichtet ausweiten.

Zuerst wurde er Bürokaufmann, dann eher aus Zufall in der Bayern-Kaserne in München Verwaltungsfachangestellter und „hinten drauf“ noch Verwaltungsfachwirt.

Vom Kämmerer zum Bauamtsleiter

Nach dieser Zeit trat er beim Landratsamt in Landshut in ein unbezahltes Ausbildungsverhältnis ein, das er mit dem Abschluss als Verwaltungs-Betriebswirt abschloss. Im dortigen Rathaus übernahm er das Amt des Kämmerers. Allerdings nur für kurze Zeit. Sein Vorgänger in dieser Funktion, der ins Bauamt gewechselt war stellte fest, dass er doch wieder lieber Kämmerer sein will. So erhielt Laurentius Fischer doch noch den Posten, „auf den ich eigentlich immer schon spekuliert habe“ wie er sagt. Er wurde für 12 Jahre Bauamtsleiter in Pfeffenhausen. So nebenbei baute er sich „mit den eigenen Händen und ein paar Handwerkern“ noch ein eigenes Haus.

Private Gründe trugen dazu bei, dass aus dem Bauamtsleiter einer niederbayerischen Marktgemeinde ein Mitarbeiter in einem Bauamt mit städtischen Verwaltungsstrukturen in Prien wurde.

Seit 2015 in Eiselfing tätig

Die immer größer werdende Gemeinde Eiselfing brauchte 2015 einen Bauamtsleiter. Laurentius Fischer bewarb sich um die Stelle „denn ich wollte in einer Gemeinde wieder bauliche Gesamtprozesse bewegen und begleiten. Zudem konnte ich das neue Amt im Rathaus selber aufbauen“. Im Gespräch mit unserer Zeitung ist spürbar, wie wichtig ihm diese Aufgabe ist.

Mittelschule soll erhalten bleiben

Auf die Frage, was für ihn momentan eine der wesentlichsten Herausforderungen als Bauamtsleiter und als Geschäftsleiter im Rathaus ist, kommt schnell die Antwort. „Die Bestandssicherheit für die Schule. Der Mittelschulstandort hier muss für zukünftige Schülergenerationen erhalten bleiben. Da sind wir den jungen Familien und den Schülern gegenüber in einer Verantwortung“ sagt Laurentius Fischer.

Südliche Umgehung gegen die Eiselfinger Verkehrsprobleme

Auch für den Blick in die Zukunft hat er ein klares Wunschziel. „Die Lösung der Eiselfinger Verkehrsprobleme sind nur mit einer südlichen Umgehung von Wasserburg möglich. Da darf man nicht resignieren, sondern man muss weiterhin, auch wenn es viele Jahre dauert, immer wieder Lösungsansätze suchen“.

In seiner Freizeit ist Laurentius Fischer ein Mann des Theaters. Er ist Mitglied im „Theaterchen O“ in Traunreut und ist Mitglied im Theaterverein „KulturGutIsing e.V.“, den seine Ehefrau Kirsten Benekam mitgegründet hat. Der Verein widmet sich dem gehobenen und trotzdem amüsanten Literaturtheater.

Nicht nur als Bauamtsleiter bewundert der neue Eiselfinger Amtschef den spanischen Architekturkünstler Antoni Gaudi. Weshalb Barcelona eines seiner begehrten Reiseziele ist. Ob da der Ort Eiselfing baulich wohl noch das Ein oder Andere zu erwarten hat?

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