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Bayern macht ernst

Streit um Lkw-Blockabfertigung: Hier gelten an der A8 und A93 ab Montag neue Regeln

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Otto Lederer, Landrat des Landkreises Rosenheim, Frank Hellwig, Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner.
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Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Otto Lederer, Landrat des Landkreises Rosenheim, Frank Hellwig, Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner.

Rohrdorf – Nächster Schritt im Dauerstreit zwischen Bayern und Tirol um die Lkw-Blockabfertigungen auf österreichischer Seite: Nun reagiert der Freistaat mit Gegenmaßnahmen, welche bereits am Montag (25. Juli) beginnen sollen. Am Kern des Problems ändert das nichts.

Update, 14.18 Uhr - Landratsamt Traunstein veröffentlicht Lageplan für den Landkreis

Nun hat auch das Landratsamt Traunstein einen detaillierten Lageplan für die Abfahrverbote von der A8 für Lkw über 7,5 Tonnen an Tagen der Blockabfertigung veröffentlicht. Darin sind außerdem auch die Sperren an den Bundesstraßen eingezeichnet.

Verkehrszeichenplan zur verkehrsrechtlichen Anordnung der Tonnagebeschränkung für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen an Tagen der Blockabfertigung.

Update, 11.01 Uhr - Lageplan der Sperren veröffentlicht

Inzwischen wurden weitere Details zu den Abfahrtssperren für Lkw über 7,5 Tonnen an Tagen mit Blockabfertigungen bekannt. Wie das Bayerische Staatsministerium für Bauen, Wohnen und Verkehr mitteilt, wird es bereits ab Montag (25. Juli) auch in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land und Miesbach Abfahrtsverbote für den grenzüberschreitenden Lkw-Verkehr geben.

An folgenden Straßen beziehungsweise Anschlussstellen entlang der A8 werden entsprechende Verbote verhängt:

Landkreis Rosenheim:

  • AS Rosenheim-Ost, AS Bad Aibling, AS Reischenhart, AS Frasdorf, AS Rohrdorf, AS Achenmühle
  • St2363, St2089, St2010, St2093, St2359
  • RO5

Landkreis Traunstein:

  • AS Übersee, AS Grabenstätt, AS Bergen, AS Siegsdorf-West, AS Traunstein/Siegsdorf
  • B305, B307
  • St2364, St2098

Landkreis Berchtesgadener Land:

  • AS Bad Reichenhall
  • B20

Landkreis Miesbach:

  • AS Holzkirchen, AS Weyarn, AS Irschenberg
  • B307, B318, B472
  • St2010, St2073, St2077
  • MB20, MB1
An diesen Stellen entlang der A8 und A93 gilt ab 25. Juli ein Abfahrverbot für den grenzüberschreitenden Lkw-Verkehr an Tagen mit Lkw-Blockabfertigung.

Ab sofort weisen die Schilder entlang der A8 und A93 die Lkw-Fahrer darauf hin, dass an den genannten Anschlussstellen ein Ausweichen auf die Landstraßen und damit das Umgehen des Staus der Blockabfertigung für Lkw ab 7,5 Tonnen nicht mehr erlaubt ist.

„Die Straßenverkehrsbehörden sperren an diesen Tagen die relevanten Straßen in den Landkreisen Miesbach, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land teilweise bereits ab den Autobahnanschlussstellen für den grenzüberschreitenden Lkw-Verkehr. Betroffen ist das nachgeordnete Straßennetz ab den Autobahnausfahrten“, heißt es dazu seitens des Ministeriums.

Update, 10.45 Uhr - Berchtesgadener Land sperrt Kleines Deutsches Eck für Lkw

Auch das Landratsamt Berchtesgadener Land reagiert: An Blockabfertigungstagen dürfen Lastwagen über 7,5 Tonnen nicht mehr durch das Kleine Deutsche Eck fahren. An bisherigen Tagen der Blockabfertigung steigerte sich der Lkw-Verkehr bereits um 24 Prozent. Mit der Sperre sollen die Anwohner vor einer weiteren Verkehrsbelastung geschützt werden.

Update, 9.17 Uhr - Bayern reagiert: Lkw-Straßensperren im Inntal ab 25. Juli

Bayern reagiert auf die Lkw-Blockabfertigung in Tirol: Bereits vom kommenden Montag (25. Juli) an werden an den betreffenden Tagen Straßen abseits der bayerischen Autobahnen für den grenzüberschreitenden Lastwagen-Verkehr gesperrt.

Das kündigten Ministerpräsident Markus Söder und Verkehrsminister Christian Bernreiter (beide CSU) am Freitag (22. Juli) bei einem Ortstermin an der A8 bei Rohrdorf an. Damit soll verhindert werden, dass Lastwagen, die den Autobahn-Rückstau wegen der Blockabfertigung bei der Einreise nach Tirol umfahren wollen, kleinere Straßen abseits der Autobahn verstopfen und in Anlieger-Gemeinden für Chaos sorgen.

Diese Folgen seien nicht mehr zu akzeptieren, betonte Söder. „Wir müssen uns da auch um den Schutz unserer Bevölkerung kümmern.“ Er nannte den bayerischen Schritt deshalb eine Art Notwehr zum Schutz der Bürgerinnen und der Bürger und zum Schutz des Inntals. Es sei aber nur eine Zwischenlösung, betonte er. Hauptziel bleibt, dass es künftig keine Lkw-Blockabfertigungen in Österreich mehr gibt.

Warnschilder an den Autobahnen sollen Lastwagenfahrer nach Worten Bernreiters auf die Straßensperrungen hinweisen – ein Abfahrtverbot von den Autobahnen habe der Bund aber bisher abgelehnt. „Bisher sind wir da zu keiner Lösung gekommen“, sagte Bernreiter. „Es wird gebeten, dass die Lkw nicht von der Autobahn abfahren – aber angeordnet ist es nicht.“

Die Sperrung der Nebenstraßen soll von der bayerischen Polizei durchgesetzt werden. Dazu werden nach Worten Söders extra zusätzliche Polizisten in der Region eingesetzt.

Erstmeldung, 6.03 Uhr -Kontrollkonzept für das Inntal vor

Bayern macht ernst: Wie angekündigt sollen künftig an Tagen mit Lkw-Blockabfertigung in Tirol Straßen im Freistaat für den überregionalen Lastwagenverkehr gesperrt werden.

Kontrollkonzept für das Inntal

Die neue Beschilderung und die Details zum Kontrollkonzept wollen Ministerpräsident Markus Söder, Verkehrsminister Christian Bernreiter, der Rosenheimer Landrat Otto Lederer (alle CSU) und Polizeivizepräsident Frank Hellwig vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Freitag, 22. Juli, um 8 Uhr direkt an der Autobahn 8 vorstellen.

Maßnahmen bereits am 25. Juli?

Dem Vernehmen nach könnten die Straßensperrungen bereits am kommenden Montag (25. Juli) erstmals in Kraft gesetzt werden - weil dann das nächste Mal eine Lkw-Blockabfertigung an der Grenze zu Tirol angekündigt ist. An solchen Tagen werden laut Ministerium zukünftig Straßen im Inntal nach den Autobahnabfahrten für den Lkw-Transitverkehr gesperrt.

Dauerstreit zwischen Bayern und Tirol um Lkw-Blockabfertigung

Anlass für den bayerischen Schritt ist der seit Jahren schwelende Streit zwischen Bayern und Tirol um das Verkehrsmanagement. Um die zum Brenner führende Inntalautobahn zu entlasten, hat das österreichische Bundesland in diesem Jahr an mehreren Dutzend Tagen die Einreise für Lastwagen beschränkt - am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden dürfen dann pro Stunde höchstens etwa 300 aus Deutschland kommende Lkw einreisen. Gegebenenfalls wird der Schwerverkehr auch völlig zum Erliegen gebracht.

Dies führt regelmäßig zu Staus bis ins Münchner Umland - und zu teilweise chaotischen Zuständen in Gemeinden entlang der Autobahn. Dem will der Freistaat nun mit den eigenen Lkw-Straßensperren entgegenwirken.

dpa/red

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