Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Rektorin: Corona-Maßnahmen verschärften Situation erheblich

Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern nehmen zu: Schule Pfaffing benötigt pädagogische Zusatzkraft 

Rektorin Daniela Kunerl.
+
Rektorin Daniela Kunerl.

Mehr Herausforderungen: Rektorin an der Pfaffinger Schule, Daniela Kunerl, spricht sich für eine pädagogische Fachkraft aus, die die Schüler unterstützt. Das sagt der Gemeinderat dazu.

Pfaffing /Albaching – Die Pfaffinger Schule soll Unterstützung durch eine sozialpädagogische Fachkraft bekommen. Das beschloss der Rat der Verwaltungsgemeinschaft (VG) in seiner Sitzung. Rektorin Daniela Kunerl begründete den Mitgliedern gegenüber die Notwendigkeit. Grund ist ein zunehmender Betreuungsbedarf – auch aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten.

Die Schule besuchen nach ihren Angaben 228 Kinder, acht Klassen sind im Pfaffinger Schulhaus und drei in der VG-Partnergemeinde Albaching untergebracht.

Betreuungsbedarf steigt weiter an

Die Anforderungen an die Lehrkräfte, so erklärte die Rektorin, seien nicht ungewöhnlich, doch häufe sich der Betreuungsbedarf deutlich. Familien stünden zunehmend unter beruflichem und finanziellem Druck. Zudem würden Kinder von ausländischen Familien oft alleine schon aufgrund der Sprachprobleme Betreuung benötigen. Die Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund erreichen mittlerweile einen Anteil von 15 Prozent, berichtete die Rektorin.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier +++

Außerdem nähmen gesellschaftliche und familiäre Umwälzungen zu. Die Corona-Maßnahmen hätten viele Kinder belastet und die Situation noch erheblich verschärft, berichtete Kunerl. Die Schule sehe sich mit den unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert, erklärte sie weiter – etwa damit, dass Schüler aggressiv würden oder sich auffälligem verhalten würden. Es komme manchmal vor, dass einige Kinder nicht mitarbeiten und somit den Unterricht teilweise zum Erliegen bringen würden. Hinzu kämen jene Mädchen und Buben, die sich auffallend ruhig verhalten oder zurückziehen würden. Auch sie benötigen Hilfe, so die Pädagogin.

Auch Eltern benötigen mehr Unterstützung

Andere hätten Wahrnehmungsstörungen, würden unter Dyskalkulie (Rechenstörung) oder einer Aufmerksamkeitsstörung wie ADHS leiden. Auf der Elternseite beobachtete die Rektorin auch vermehrten Unterstützungsbedarf. Beratungen würden intensiver genutzt. All das gehöre zum schulischen Alltag, versichert die Pädagogin, doch es trete zunehmend gehäuft auf. Letztlich beträfe der Umgang mit den Herausforderungen sowohl die Lehrkräfte als auch die Schülerinnen und Schüler.

Die Rektorin wünscht sich deshalb eine Fachkraft, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung und zur Überwindung individueller Beeinträchtigung sozialpädagogische Hilfe anbietet, bei Bedarf Gespräche mit den Eltern führt, Kinder in ihren sozialen und persönlichen Kompetenzen unterstützt und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärkt. Dazu soll auch präventiv gearbeitet werden.

Die Pfaffinger Schule soll fachliche Verstärkung erhalten, um Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten oder psychischen Problemen noch besser unterstützen zu können.Günster

Dafür gibt es die Einrichtung „Jugendsozialarbeit an Schulen“. Bezuschusst wird das Personal vom Freistaat und vom Landkreis und kostet für Pfaffing rund 43.000 Euro im Jahr, hieß es. Nach Abzug der Förderung bleiben der Gemeinde etwa 25.000 Euro an Kosten, hat die Rektorin bereits in Erfahrung gebracht. Eine solche Fachkraft würde auch die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schüler sowie ihren Eltern unterstützen, ist sie sicher.

Betroffenheit im Rat ist groß

Die Ratsmitglieder zeigten sich betroffen, denn immerhin, so der allgemeine Tenor, stellen die Kinder, die Hilfe benötigen würden, die kommende Generation. Einstimmig war der VG-Rat dafür, den Antrag in die Wege zu leiten. Wie früh man überhaupt mit einer zusätzlichen Betreuung anfangen sollte, fragte Ratsmitglied Tobias Forstner (ÜWG Pfaffing). Darauf gab es keine eindeutige Antwort.

Kommentare