Protestaktion am Samstag

Feuriger Widerstand: Rosenheimer Bürgerinitiative entfacht Feuerkette gegen Brenner-Nordzulauf

Flammen im Dunkeln: Mit einer Feuerkette will man beim Brennerdialog auf sich aufmerksam machen.
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Flammen im Dunkeln: Mit einer Feuerkette will man beim Brennerdialog auf sich aufmerksam machen.

Fackeln, Feuerschalen oder Autofelgen. Alles ist bei der Protestaktion des Benner-Dialog erlaubt, um gegen die neue Bahnstrecke durch die Region ein Zeichen zu setzen. Mit zahlreicher Unterstützung soll ein einzigartiges Schauspiel entstehen.

Rosenheim– Eine neue Bahntrasse durch die Region? Für die Bürgerinitiative Brenner-Dialog Rosenheimer Land ein „absolut überflüssiges“ Projekt. Zusammen mit anderen Vereinigungen im Landkreis will man daher ein Zeichen setzen und trotz Corona-Restriktionen gegen die Neubaupläne für den Brenner-Nordzulauf demonstrieren.

Zahlreiche Organisationen aus dem Landkreis sind dabei

Rund 1000 Feuerstellen sind mittlerweile zwischen Oberaudorf und Ostermünchen mit je einem Haushalt besetzt und werden am Samstag, den 27. Februar, zwischen 18 und 18.30 Uhr gemeinsam entzündet. „Es haben sich so viele Freiwillige gemeldet, dass wir sogar Probleme hatten alle unterzubringen“, freut sich Jürgen Benitz, Sprecher der Initiative Brenner-Dialog. Die Motivation in der Region sei dementsprechend groß, mit Feuerschale, Grill, Feuerkorb oder alten Autofelgen entlang der geplanten Bahnstrecke ein Zeichen zu setzen.

Aufgrund der aktuellen Wettervorhersage ist Benitz guter Dinge, dass die Aktion an den zentralen Standorten in Niederaudorf, Breitmoos, Reischenhart, Stephanskirchen, Großkarolinenfeld, Bad Aibling sowie entlang des Riederbachs bis Aubenhausen stattfinden kann. „Es wird voraussichtlich wenig Wind geben, wodurch wir alle Brandschutzbestimmungen erfüllen können.“ Dem großen Feuer durch den Landkreis stehe somit nichts mehr im Weg. 

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Bei der Protestation wird laut Benitz nicht nur auf den nötigen Sicherheitsabstand aufgrund der Corona-Einschränkungen geachtet, sondern auch sichergestellt, dass das Feuer unter der Einhaltung sämtlicher Brandschutzvorkehrungen weit genug weg von jeglichen Autobahnen entzündet wird, um die Auto- und Lkw-Fahrer nicht zu irritieren. Gleichzeitig achte man darauf, dass „jeder gut an die Verknüpfungsstellen kommt, ohne zum Beispiel ewig durch den Wald laufen zu müssen“.

Protest trotz Corona

Ziel des Projekts ist es nach den Worten des Sprechers, sich auch während der Corona-Pandemie nicht unterkriegen zu lassen und die Einwände gegen den Brenner-Nordzulauf auch noch einmal optisch zu verdeutlichen: mit einem „Lichtermeer in der Region“.

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