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Zehn Jahre Verein KiKu Kinderhaus Kumasi

Feldkirchen-Westerhamer geben Kindern in Afrika ein Zuhause

Sie gibt dem Leben vieler Kinder eine Hoffnung: Anna Merkle aus Feldkirchen-Westerham hat vor zehn Jahren den Verein KiKu Kinderhaus Kumasi gegründet. Dank der Spenden aus ihrer alten Heimat kann sie heute Kindern in ihrer neuen Heimat eine lebenswerte Zukunft aufzeigen.
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Sie gibt dem Leben vieler Kinder eine Hoffnung: Anna Merkle aus Feldkirchen-Westerham hat vor zehn Jahren den Verein KiKu Kinderhaus Kumasi gegründet. Dank der Spenden aus ihrer alten Heimat kann sie heute Kindern in ihrer neuen Heimat eine lebenswerte Zukunft aufzeigen.
  • VonManfred Merk
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Am 29. März 2011 gründeten sieben junge Frauen den gemeinnützigen Verein KiKu Kinderhaus Kumasi. Erklärtes Ziel war es, vernachlässigten und misshandelten Kindern in und um Kumasi, der zweitgrößten Stadt in Ghana (Westafrika), ein Zuhause unter Bedingungen zu ermöglichen, die ihrem Alter entsprechen.

Feldkirchen-Westerham – Genau vier Jahre später wurde das Kinderhaus Kumasi in dem kleinen Dorf Ekyem mit einer großen Feier eröffnet. Mehr als 100 Kinder haben dort seitdem ein richtiges Zuhause gefunden. Von Anfang an dabei war Anna Merkle, geborene Borkenhagen.

Sie ist in Feldkirchen-Westerham aufgewachsen und hat ihr Abitur am Gymnasium Bad Aibling gemacht. Nachdem sie 2007 für mehrere Monate in Ghana war, hat sie diesen Verein gegründet.

Erfahrungen haben das Leben verändert

„Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich eines Tages ein Kinderhaus leiten würde, dann hätte ich laut gelacht“, erzählt sie. „Aber meine in Afrika gesammelten Erfahrungen haben mein Leben verändert“, sagt sie im Rückblick.

„Meine damals gewonnene Erkenntnis war, dass uns Europäer jedes Mal Demut und Scham überkommen müsste, wenn wir sehen, wie sich ein Kind herzlich freut, wenn es zum ersten Mal in seinem Leben ein eigenes Bett, eine eigene Zahnbürste und einen eigenen Waschlappen hat.“ Denen zu helfen, die nie auch nur ansatzweise eine faire Chance im Leben hatten, sei mit Geld allein nicht abgetan, weiß Anna Merkle.

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Alle Kinder, die heute in diesem Kinderhaus in Kumasi leben, stammen aus sehr unterschiedlichen, aber immer auch sehr schwierigen Verhältnissen. Die Probleme reichen von der Drogenabhängigkeit der Eltern bis zum Verkauf der Kinder in die Kinderprostitution.

Die Bandbreite an extrem dramatischen Schicksalen ist riesig. „All diese Kinder sind der festen Überzeugung, dass sie von den Menschen im Stich gelassen wurden“, beschreibt Anna Merkle. Ein Lichtblick für sie sei, dass sie mit dem Kinderhaus zum ersten Mal in den Genuss kommen, ein Dach über dem Kopf zu haben und regelmäßig die Schule zu besuchen.

Glaube an eine bessere Zukunft vermitteln

„Diesen Kindern wieder den Glauben an eine bessere Zukunft und das Vertrauen auf eine feste Bezugsperson zu vermitteln, ist die Hauptaufgabe unseres Ki-Ku-Kinderhauses Kumasi“, sagt Merkle. Frei nach dem Leitsatz: „Es braucht Hände, um ein Haus zu bauen, aber nur Herzen können ein Zuhause schaffen“, hat der Verein mit der stolzen Spendensumme von einer halben Million Euro in den vergangenen zehn Jahren seit März 2011 genau dabei mitgeholfen.

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In seiner Arbeit wird der Verein auch von zahlreichen Menschen aus Feldkirchen-Westerham unterstützt. Sei es beim Benefizturnier auf dem Fußballplatz des TV Feldkirchen, beim Weihnachtsbasar der Grundschule Feldkirchen-Westerham, beim Bilderversteigern im KuS oder auch bei den vielen kleinen und großen Spendenaktionen des KiKu-Partner-Kindergartens Ki-West.

„Unser zehnjähriges Jubiläum ist ein schöner Anlass, um einfach mal im Namen der Kinder Danke zu sagen. Danke an alle hier in der Gemeinde, die KiKu durch Rat und Tat zu dem gemacht haben, was es heute ist: ein Zuhause für Kinder in Not“, so Anna Merkle.

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