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Stephan Mikat aus Prien

Staat hilft dem Chiemsee-Kasperl beim „Neustart Kultur“

Der Kinder-Zauberwelt-Bauwagen ist fest bei Prien stationiert. Mit seiner Kasperlburg ist Stephan Mikat mobil unterwegs.
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Der Kinder-Zauberwelt-Bauwagen ist fest bei Prien stationiert. Mit seiner Kasperlburg ist Stephan Mikat mobil unterwegs.
  • VonMarkus Müller
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Wie geht es nach den Corona-Beschränkungen für die gebeutelte Kulturbranche weiter? Die Bundesregierung legte im vergangenen Jahr ein milliardenschweres Förderprogramm auf, von dem nun auch Stephan Mikat aus Prien profitiert.

Prien – Seit einem halben Jahr ist der Chiemsee-Kasperl (Plus-Artikel OVB-Online) von Stephan Mikat aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen nicht mehr aus seiner Requisitenkiste herausgekommen. Aber der Priener Puppenspieler, dessen Tochter Denise und Katharina Maria Puchalla, haben den Lockdown genutzt, um ihre Kasperlbühne zukunftssicher aufzustellen.

Ein Traum ging in Erfüllung

Schon lange träumte der frühere Moderator von einer mobilen Kasperlbühne, mit der er von Ort zu Ort ziehen kann. Als unlängst der als „Kasperlburg“ beklebte Bühnenanhänger ausgeliefert wurde, ging dieser Traum in Erfüllung. Dazu gehören auch ein Zelt und entsprechende Sitzgelegenheiten für bis zu 50 Personen.

Das eigens für die Kasperlvorstellungen erarbeitete Hygienekonzept lasse sich unter freiem Himmel viel sicherer gestalten, erklärt Mikat im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung.

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Einen festen Standplatz in der Nähe von Prien hat im Gegensatz zum Kasperl- der Kinder-Zauberwelt-Bauwagen, den Mikat ebenfalls kindgerecht ausbauen ließ. Hier will Kathy Puchalla nach dem Ende des Lockdowns Puppentheater-Vorstellungen und Erzähltheater mit selbst geschriebenen Geschichten anbieten.

Bundesregierung unterstützt pandemiebedingte Investitionen

Möglich waren die Investitionen in den Bauwagen und die mobile Kasperlbühne nur durch eine Förderung mit Bundesmitteln aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm „Neustart Kultur“. Mikat hatte sich dafür bei der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG) beworben.

Die DTHG erklärt auf ihrer Internetseite, dass das Programm auf einen Neustart des kulturellen Lebens abziele. Mit den „pandemiebedingte Investitionen“ sollen die Kultureinrichtungen bei teuren Corona-Schutzmaßnahmen unterstützt, zukunftssicher aufgestellt und dauerhaft erhalten werden. Ziel sei wieder ein vielfältiges Kulturangebot. Gleichzeitig soll den Beschäftigten eine Erwerbs-Perspekte eröffnet werden.

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Auf ihrer Internetseite informiert die Bundesregierung, dass das Rettungs- und Hilfsprogramm eine Milliarde Euro umfasst. In Zusammenarbeit mit Dachverbänden aus Kultur und Medien seien 60 Programmlinien entwickelt worden. Der Topf war gegen Ende des Jahres nahezu ausgeschöpft. Seit Ende November können keine Anträge mehr gestellt werden.

Das Mikat-Team jedenfalls kann die im Sommer geplante feierliche Einweihung des Kinderwelt-Bauwagens und der mobilen Kasperlburg kaum erwarten. Jetzt wartet der Chiemsee-Kasperl nur noch auf die lang ersehnten Lockerungen, um endlich wieder loslegen zu können.

Kasperltheater unter freiem Himmel mit Hygienekonzept

„Es ist nicht einzusehen, dass hunderte oder tausende Menschen auch zu Corona-Zeiten mit Verweis auf das Grundgesetz demonstrieren können und dabei die AHA-Regeln missachtet werden, ein Kasperltheater unter freiem Himmel mit 50 Kindern und besonderem Hygienekonzept aber nicht erlaubt wird“, so Mikat. Er erfüllt sich mit seinem Chiemsee-Kasperltheater – animiert von seiner damaligen Partnerin und seiner kleinen Tochter Denise – 2017 einen Kindheitstraum.

Tour durch das ganz Deutschland geplant

Vor einigen Jahren schrieb Mikat voller Vorfreude sein erstes Kasperlstück. Aus einem anfänglichen Hobby wurde ein Beruf. Es folgten Auftritte in Österreich und im gesamten Bundesgebiet, zum Beispiel auch 2018 und 2019 beim Fessiefest in Frankfurt am Main.

Die Erlebnisse von „Kasperl & die verzauberte Mülltonne“ kamen so gut an, dass für den Herbst 2020 und Winter 2021 eine große Deutschland-Tour geplant war. Die Corona-Pandemie machte den Plänen aber einen Strich durch die Rechnung und die Tournee musste verschoben werden. Spätestens im kommenden Herbst, wenn Corona hoffentlich Geschichte ist, soll sie nachgeholt werden.

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