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Stimmung ist am Boden

Wegen Corona: Sportverein Bruckmühl sagt seine traditionelle Wiesn erneut ab

In diesem Jahr bleibt der Volksfestplatz in Bruckmühl verwaist. Der SVB muss seine Wiesn ein zweites Mal in Folge absagen. Die Stimmung ist am Boden.
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In diesem Jahr bleibt der Volksfestplatz in Bruckmühl verwaist. Der SVB muss seine Wiesn ein zweites Mal in Folge absagen. Die Stimmung ist am Boden.

Nach 2020 fällt das traditionelle Volksfest des SV Bruckmühl auch in diesem Jahr wieder aus. Dabei hätte die Bruckmühler Wiesn im 70. Jahr ihres Bestehens ein echter Stimmungsaufheller sein können.

von Torsten Neuwirth

Bruckmühl – „Wir haben bis zur letzten Minute gewartet, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen, aber die dritte Welle und das angekündigte Impfprozedere haben uns den finalen Nackenschlag versetzt“, umreißt Bernhard Gleißner, designierter Vorstand des Sportvereins Bruckmühl (SVB), die niederschmetternde Situation.

Geselligkeit bleibt weiter auf der Strecke

Auch Bürgermeister Richard Richter hadert mit der Absage, denn „gerade jetzt wäre ein Stimmungsaufheller schön und wichtig“. Priorität habe aber der verantwortungsvolle Umgang mit der Situation. Deshalb motiviert er die Chefetage des SVB zumindest mit einem Dankeschön: „Dafür, dass sie es sich mit der Entscheidung nicht leicht gemacht haben, auch wenn das unsagbar schwergefallen sein muss. Unsere Solidarität gilt der Mannschaft und den Schaustellern.“

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Die Verantwortlichen des SVB hatten die Corona-Entwicklungen permanent im Blick und gedanklich auch diverse Veranstaltungs-Szenarien durchgespielt. Unterm Strich kamen sie aber immer zum gleichen Ergebnis: Die SVB-Wiesn gibt es nur ganz oder gar nicht.

„Alles andere ist aus logistischer und wirtschaftlicher Sicht einfach unrealistisch“, stellt Vorsitzender Klaus Christoph klar. Die Risikoabwägung stand bei den Planungen immer an vorderster Stelle. „Unser Volksfest ist ein positiver Botschafter für die Region, und das wollen wir nicht durch Leichtfertigkeit aufs Spiel setzten“, verdeutlicht Gleißner.

Gravierender finanzieller Einschnitt

Der Ausfall des Bruckmühler Volksfestes ist nicht nur ein gravierender Einschnitt ins sportliche und gesellschaftliche Leben, sondern auch in den Haushalt des Sportvereins. Seit 70 Jahren ist die zehntägige Wiesn das finanzielle Fundament für das schuldenfreie, vereinseigene Areal.

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Mit dem Reingewinn des Volksfestes wird der Unterhalt des Sportzentrums rund um die Sportheim-Gaststätte bestritten – inklusive der erforderlichen Investitionen für Modernisierungen. Auch die Nachwuchsarbeit wird aus den erwirtschafteten Eigenmitteln gespeist sowie der komplette Trainings- und Spielbetrieb im Erwachsenen-, Jugend- und Kinderbereich. „Das ist eine Hausnummer“, bilanziert Kassier Stefan Brence.

Wiesn-Bürgermeister Alex Zehetmaier: „Nervt mich ungemein“

Ein zweites Jahr in Folge heißt es nun, den Gürtel noch einmal deutlich enger zu schnallen. Das bedeutet im Klartext: Die Einnahmen- und Ausgabensituation muss erneut auf den Prüfstand.

Sichtlich gefrustet zeigt sich auch Wiesn-Bürgermeister Alex Zehetmaier. „Mich wirft wirklich so schnell nichts aus der Bahn, aber der Virus schafft es jetzt schon zum zweiten Mal, und das nervt mich persönlich ungemein“, zeigt sich der sympathische Zwei-Meter-Mann zerknirscht. Für ihn ist das größte Manko der ganzen Misere, dass das Miteinander komplett auf der Strecke bleibt.

Dann wird 2022 eben 20 Tage lang gefeiert

„Unser Volksfest steht für Unbeschwertheit, Freude und Spaß in entspannter Atmosphäre. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr waren diesmal keine großen Absage-Gespräche zu führen: „Irgendwie haben alle schon damit gerechnet: die Brauerei und Schausteller, die Standlbetreiber, Musikkapellen und Bedienungen.“

Erst wenn das Liebgewonnene und Gewohnte auf einmal weg sei, merke man, was einem fehle, meint Zehetmaier nachdenklich. Trotzdem geht der Wiesn-Chef die Zukunft beherzt an, denn: „Dann feiern wir unser Volksfest im kommenden Jahr eben 20 Tage lang.“

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