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Klinikpersonal am Limit

„Situation ist nicht mehr auszuhalten!“: Demo in Rosenheim fürs Impfen

Auf Transparenten werben Kundgebungsteilnehmer dafür, sich impfen zu lassen.
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Auf Transparenten werben Kundgebungsteilnehmer dafür, sich impfen zu lassen.

Rund 150 Teilnehmer haben sich auf dem Ichikawaplatz getroffen und an die Bevölkerung appelliert, sich impfen zu lassen. Neben politischen Reden waren auch Beiträge von Medizinern und Mitarbeitern des Romed-Klinikums zu hören, die schilderten, wie sie die Corona-Pandemie ans Limit führt.

Rosenheim – Kontrastprogramm auf dem Rosenheimer Ichikawaplatz: Dort, wo sich bislang Impfgegner zur Corona-Mahnwache trafen, machten am Dienstagabend rund 150 Teilnehmer auf die prekäre Situation des Gesundheitspersonals während der Corona-Pandemie aufmerksam. Aufgerufen zu dieser Kundgebung hatte die Initiative „Rückenwind Gesundheitspersonal“. Vereinzelt hatten sich unter die Demonstranten auch Impfgegner gemischt, die sich bis auf vereinzelte Zwischenrufe jedoch im Hintergrund hielten.

Kritik am Gesundheitswesen

Neben politischen Reden, die überwiegend die Zustände im deutschen Gesundheitswesen kritisierten, kamen auch Personen aus dem medizinischen Bereich zu Wort. Darunter der Kinderarzt Dr. Eberhard Ruhenstroth.

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„Sie müssen, wenn es um Leben und Tod oder langwierige Krankheiten geht, jeden Tag 120 Prozent geben“, beschrieb der Mediziner das Berufsethos des ärztlichen wie auch des Pflegepersonals. Die Misere für ihn: Mit der Corona-Pandemie seien diese Umstände gewissermaßen zum Dauerzustand geworden. „Die Situation ist nicht mehr auszuhalten“, sagte er und sprach von einer „Verhöhnung“ des opferbereiten Personals im Gesundheitswesen durch die Proteste der Impfgegner.

Appell zum Impfen

Rund 150 Personen sind auf dem Ichikawaplatz zusammengekommen. Kirschner

Doch auch für das Personal jenseits der Ärzte und Pfleger habe die Arbeitsbelastung im Romed-Klinikum durch die Corona-Pandemie spürbar zugenommen. „Es ist momentan so, dass wir Probleme haben, die Patienten abzuverlegen. Die Heime nehmen nicht mehr auf“, klagte Astrid Schenck, die bei Romed für die Sozialberatung verantwortlich zeichnet. Gerade für ungeimpfte Patienten sei es schwierig, nach dem Klinikaufenthalt einen geeigneten Platz in Heimen oder Reha-Kliniken zu finden.

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„Wir sind am Limit, alle“, klagte sie und verband dies mit einem Appell, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Als letzter Redner des Abends bedankte sich der Betriebsratschef des Romed-Klinikums, Volker Schmidt, bei den Teilnehmern: „Das tut unseren Kolleginnen und Kollegen, die ein paar Meter weiter unter ganz schwierigen Bedingungen arbeiten, gut.“ Gerade für die Mitarbeiter auf den Intensivstationen sei es bitter, vom Fenster aus die Corona-Mahnwachen der Impfgegner sehen zu können. „Das ist manchmal ein Schlag ins Gesicht für die Kolleginnen und Kollegen.

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