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Neues Infektionsschutzgesetz

Gartenmärkte in Rosenheim dürfen Kunden wieder ohne Test und Termin begrüßen

Gartencenter und Gärtnereien dürfen ihre Kunden seit gestern wieder ohne Corona-Test und Termin begrüßen.
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Gartencenter und Gärtnereien dürfen ihre Kunden seit gestern wieder ohne Corona-Test und Termin begrüßen.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Seit Mittwoch (28. April) setzt auch Bayern die neuen Regeln des Bundes-Infektionsschutzgesetzes um. Seitdem dürfen neben dem Lebensmittelhandel auch Gartenmärkte wieder für ihre Kunden öffnen – ohne Test und Termin. Die Händler sehen gute Gründe, warum sie zu den Läden des täglichen Bedarfs gehören.

Rosenheim – Neben Lebensmittel- und Buchhändlern sind seit gestern auch die Gartencenter und Gärtnereien von dene pandemiebedingten Öffnungsbeschränkungen ausgenommen. Damit hinkt Bayern den übrigen 15 Bundesländern bei der Umsetzung des neuen Infektionsschutzgesetzes hinterher.

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In Rosenheim sind die Inhaber der Gartencenter froh über diese Entwicklung. Wenngleich das Hin und Her bei den Öffnungsregelungen mitunter für logistische Probleme sorgte. So habe sich das Gartencenter Rosenheim bei der Bestellung der „verderblichen Ware“ etwas zurückgehalten, wie einer der beiden Geschäftsführer, Florian Nickl, berichtet.

Handel muss nachbestellen

Nun muss er nachbestellen, denn: „In diesen Monaten haben wir Hochsaison und verdienen das Geld, um über das komplette Jahr zu kommen“, berichtet Nickl. Dabei sei der Handel mit seinen Hygienekonzepten generell gut aufgestellt, auch jenseits der Gartencenter und Gärtnereien. Jedoch hätten diese einen Vorteil: großräumige Gewächshäuser mit kontinuierlicher Belüftung, gerade in den Sommermonaten.

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Die ständig neuen Öffnungsregelungen stören die Händler aber auch im Blick auf die Kunden, denen esr schwerfalle zu überblicken, was eigentlich derzeit gilt. Und manchmal trifft der Frust der Kunden nicht die Staatsregierung, sondern eben die Geschäftsleute.

Pflanzen wachsen weiter

Hinzu kommt: Bei Pflanzen handelt es sich um Ware, die man nicht einfach einlagern könne. „Pflanzen wachsen weiter und würden nach vier Wochen einfach verderben“, wie Christian Prentl, einer der beiden Geschäftsführer des Geschäfts „Garten Prentl“, betont. Entsprechend ist die neuerliche Öffnungsregel für ihn „Rettung in letzter Not“. Sowohl er als auch Gartencenter-Geschäftsführer Nickl sehen zudem einen weiteren Punkt, warum man ihre Branche mit den Läden des täglichen Bedarfs gleichstellt.

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Wenn, wie derzeit, unklar ist, ob die Urlaubssaison in diesem Jahr überhaupt starten kann und der Aufenthalt jenseits der Wohnung von 22 bis 5 Uhr tabu ist, wollen es sich die Menschen zumindest ihr Zuhause behaglich gestalten. Dazu gehörten auch Pflanzen.

Ein Ansturm auf ihre Geschäfte können weder Nickl noch Prentl verzeichnen, die Zahl der Kunden bleibe im Rahmen. Zudem: „Wir tun unser Möglichstes und sind uns unserer Verantwortung bewusst. Wir wollen kein Pandemietreiber sein“, sagt Christian Prentl.

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