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AUFATMEN BEI PFLANZEN-SPEZIALISTEN DER REGION

Gartencenter ohne Corona-Test besuchen: „Alle froh, dass wir wieder offen haben“

Hoffen, dass sie finanziell mit einem blauen Auge davonkommen: Bärbel und Roland Mertin vom gleichnamigen Gartencenter in Pullach inmitten ihrer Blumenpracht.
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Hoffen, dass sie finanziell mit einem blauen Auge davonkommen: Bärbel und Roland Mertin vom gleichnamigen Gartencenter in Pullach inmitten ihrer Blumenpracht.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Den Betreibern von Gartencentern und Blumenläden aus der Region sind Steine vom Herzen gefallen - genau wie deren Kunden. Dort kann wieder ohne negativen Corona-Test und ohne Anmeldung eingekauft werden.

Kolbermoor/Bad Aibling – Die Blumenliebhaber dürfen wieder shoppen gehen. Die Steine fielen auf beiden Seiten: Bei den Kunden und bei den Inhabern der Blumenläden.

„Es kannte sich niemand mehr aus“

„Wir sind sehr erleichtert – auch psychisch“, sagt Bärbel Mertin, Inhaberin des gleichnamigen Gartencenters in Pullach. „Es war wirklich Psycho-Terror: auf, zu, auf, zu – es kannte sich ja niemand mehr aus“, sagt Mertin auf Anfrage des Mangfall-Boten. Deshalb klingelte bei den Mertins im Laden auch immer das Telefon: Die Kunden fragten, was nun genau sei. Das ist jetzt Geschichte: Gestern strömten ab 8.30 Uhr die Kunden auf den Parkplatz und eroberten das Pullacher Gartencenter. „Auch sie sind froh, dass wir wieder offen haben.“

Zweieinhalb Monate heuer geschlossen

Denn das war heuer zweieinhalb Monate nicht der Fall. Denn zu Beginn des Jahres mussten sie auf Geheiß der Staatsregierung das Center komplett schließen. Dann ging es mit „Click&Collect“ und „Click & Meet“ weiter. Das habe zusätzlich eine Menge Personal bedeutet – Türsteher, Telefonistin. Denn bevor die Kunden zu Mertins in den Laden durften, mussten sie vor den Augen der Mitarbeiter einen Test machen. Dennoch 70 bis 80 Kunden besuchten das Gartencenter. Eigentlich seien es um die Jahreszeit bis zu 800 am Tag.

Richtige Entscheidung des Freistaats

Bärbel Mertin ist froh, dass nun auch der Freistaat Bayern die Blumencenter öffnet – „denn wir waren ja das einzige Bundesland, indem es nicht wie üblich erlaubt war.“ Damit ist jetzt Schluss. Und sie hofft, dass man „finanziell mit einem blauen Auge davon kommt“. Und einen Wunsch hat sie noch: „Das es so bleibt und wir nicht wieder schließen müssen.“

Dank an den Herrgott: Zum Glück war der April kalt

Das hofft auch Josef Kefer senior von der Gärtnerei Blumen Kefer an der Feilnbacher Straße in Bad Aibling. Er ist der Vater des Inhabers Michael Kefer. „Wir freuen uns über die Öffnung.“ Die Lager sind bis unters Dach gefüllt, sagt er. Und dankt gleichzeitig dem Herrgott, dass es im April zunächst noch kalt war.

Denn andernfalls wären die Blumen verblüht. Das ist jetzt nicht der Fall. Derzeit komme es sogar zu Engpässen mit den Blumenlieferung, erklärt er. Aber in den nächsten zwei Wochen habe sich das wieder normalisiert, ist er überzeugt.

500 Meter Blumenkästen bepflanzt

Was ihm jetzt fehlt, sind die Aufträge der Hotels: „Wir haben immer 500 Meter Blumenkästen für ein Hotel bepflanzt.“ Und wann es in der Hotelerie wieder losgeht, sei ja noch nicht abzusehen. „Vielleicht Pfingsten, aber wir wissen es ja nicht“, so Kefer senior.

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Thomas Paukert, Inhaber von „Gärtnerei & Esoterik & Wellness Paukert“, freut sich ebenfalls ob der Öffnung. Jetzt kann es wieder losgehen und so schloss er seinen Laden an der Schwarzenbergstraße gestern um 8 Uhr auf. Das konnte er aber auch vorher: „Denn wir haben auf über 50 Prozent der Fläche Gemüsepflanzen und Kräuter.“

Kolbermoor blüht auf

Die konnte er weiterhin verkaufen, musste aber den Blumenladen und Esoterik-Bereich schließen, erklärt er. Das ist jetzt vorbei. Und nun blüht Kolbermoor so richtig auf – rosige Zeiten, halt.

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