Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Inzidenzen jenseits der roten Linie

Anhaltend hohe Corona-Fallzahlen in der Region Rosenheim: Was nun für Schulen gilt

100 statt 165? Gegen die strengeren bayerischen Regeln mit Distanzunterricht ab einer 7-Tages-inzidenz von 100 regt sich Widerstand. Foto: picture allliance
+
100 statt 165? Gegen die strengeren bayerischen Regeln mit Distanzunterricht ab einer 7-Tages-inzidenz von 100 regt sich Widerstand.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
    schließen

Noch ist das „Aus“ für das Herbstfest keine beschlossene Sache. Ernsthaft darauf wetten will allerdings auch niemand, zumal nicht bei den 7-Tage-Inzidenzen in der Region. Die Zahlen sind zwar stabil, aber eben auf hohem Niveau. Nicht zuletzt für die Kinder in der Region hat das weiterhin Folgen.

Rosenheim – In einem anderen Bundesland könnten sie womöglich zur Schule oder in die Kindertagesstätten, die jungen und ganz jungen Menschen der Region Rosenheim. Diesmal aber hat die Lage im Freistaat Bayern ihre Nachteile.

Denn in Bayern gilt für den Nachwuchs eine andere Inzidenz-Marke als für die Bundesnotbremse vorgesehen. Gilt für den Rest der Bundesrepublik die Pflicht zum Distanzunterricht erst ab einer Marke von 165, liegt in Bayern die Marke bei 100.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Und damit gilt, von den üblichen Ausnahmen wie Abschlussklassen abgesehen, Distanzunterricht. Bei 151,1 lag die 7-Tagesinzidenz am Freitag um 0 Uhr in der Stadt, bei 103,7 im Landkreis.

Corona-Fallzahlen: Seit Wochen bewegt sich die Kurve kaum

Die gute Nachricht für die Bürger in der kreisfreien Stadt und im Landkreis Rosenheim: Die Zahlen sind mehr oder weniger stabil, wenn nicht sogar mit Trend nach unten. Im Landkreis wurde vor einer Woche noch die Inzidenz von 136,20 ausgegeben.

Nachdem sich Münchens Oberbürgermeister Reiter angesichts der Infektionszahlen in der Landeshauptstadt und der Welt skeptisch über ein Oktoberfest 2021 geäußert hatte, ist auch ein Rosenheimer Herbstfest einigermaßen unwahrscheinlich (Plus-Artikel). Die Entscheidung will der Wirtschaftliche Verband als Veranstalter aber erst nach ausgiebigen Beratungen fällen.

Pandemie in der Region: Die dritte Welle ist noch nicht gebrochen

Aus den Zahlen lässt auch eine schlechte Nachricht entnehmen. Denn die Ansteckungen gehen kaum spürbar zurück, und das trotz voranschreitender Impfkampagne. Im Landkreis wurde - Stand Mittwoch - die Marke von 25 Prozent fast schon erreicht: Jeder vierte Bürger der Region ist damit zumindest schon mal mit der ersten Dosis versehen und darf sich davon schon einmal eine gewisse Schutzwirkung versprechen.

Die Hausärzte sind voll im Boot: Bei 16.129 von 78.876 Ernstgeimpften setzten sie die Spritze an - jeder Fünfte bislang setzt also auf die vertraute Hand des Hausarztes.

Corona-Lockerungen: Rosenheim will weiterhin Modellstadt werden

Was die Zweitgeimpften entspricht: Da lag die Region am Mittwoch bei 6,8 Prozent. Die besonders anfälligen und verwundbaren Bürger der Region sind größtenteils geimpft, unter den Bewohnern von Heimen werden kaum mehr Ansteckungen verzeichnet. Und doch sinkt die Zahl der Ansteckungen insgesamt nur schleppend.

Von Lockerungen nach dem Tübinger Modell, basierend auf massenhaft Testungen und begleitet von Experten, wird in den nächsten Wochen daher kaum die Rede sein. Oberbürgermeister Andreas März freilich hatte während der vergangenen Woche seine Absicht bekräftigt, Rosenheim für solche kontrollierten Lockerungen im Gespräch zu halten.

„Wann Modellprojekte möglicherweise wieder geplant werden können, hängt entscheidend von der Entwicklung des Infektionsgeschehens ab“, sagte der Rosenheimer Oberbürgermeister auf Nachfragen der OVB-Heimatzeitungen. „Nach allen Aussagen der Experten und auch nach den Erfahrungen in Großbritannien müssten die Infektionszahlen mit fortschreitender Impftätigkeit zurückgehen. Insofern bereitet sich die Stadt Rosenheim weiterhin auf die Durchführung ihres ‚Modellstadt‘-Projekts vor.“

Pandemie-Beschränkungen: Was sich für die Schulen und Kitas ändert

Bislang galt: Am Freitag entscheidet sich, ob in der Woche darauf Präsenz- oder Distanzunterricht ist. Das ist vorbei, der Freitagsinzidenzwert ist nicht mehr maßgeblich, damit können Änderungen für Schulen ud Kindertageseinrichtungen auch unter der Woche in Kraft treten.

Beispielsweise, wenn Stadt oder Landkreis an drei Tagen hintereinander eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschreiten: Dann müssen Schulen wieder in den Distanzunterricht und Kitas in die die Notbetreuung wechseln. Wenn eine Kommune den Wert fünf Tage hintereinander unterschreitet, treten entsprechende Erleichterungen bereits am nächsten Tag in Kraft.

Kommentare