Das Wetter in der Region

So wird das Wetter am Wochenende

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Landkreis - Bisher haben sich Hitze und Regenschauer regelmäßig abgewechselt. Ein dauerhaftes Sommerhoch war nicht in Sicht. Ändert sich das am Wochenende?

Der typisch deutsche bzw. mitteleuropäische Sommer setzt sich fort. Auch in den nächsten Tagen geht das Muster seinen gewohnten Weg. Während der Nordosten wie schon so oft in diesem Sommer die Nase in Sachen Wärme vorne hat, deutet sich für den Rest des Landes zur Wochenmitte der nächste kräftige Regenguss an. Doch kaum ist dieser vorüber, wird es schon wieder wärmer.

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Das Wetter in der Region

„Das Muster in diesem Sommer ist ziemlich festgefahren und der Gewinner ist dieses Jahr der Norden und Nordosten. In Hamburg und Bremen steuern wir auf einen Rekord-Juli zu. Bisher ist der Monat 3,5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. So warm war dort zuletzt der Weltmeister-Sommer 2006“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Aber auch in Magdeburg und Kiel ist der Juli 3,5 Grad wärmer als normal. Auch Berlin und Leipzig melden derzeit ein Wärmeplus von rund drei Grad. Im Westen und Süden ist der Juli ebenfalls wärmer als normal. Dort beträgt die Abweichung allerdings nur ein bis zwei Grad. Hochgerechnet auf ganz Deutschland ist der Monat derzeit 2,3 Grad zu warm.

Zudem hat der Monat im gesamten Norden und Nordosten schon jetzt sein langjähriges Sonnenscheinsoll erreicht. Egal ob Hamburg, Bremen oder Berlin…das langjährige Sonnenscheinsoll für den Monat ist bereits zu 100 Prozent erreicht.

Etwas zu trüb war der Monat bisher im Süden und Westen. Dort ist das Soll erst zu 70 bis 80 Prozent erfüllt.

Auch die nächsten Tage bringen besonders dem Nordosten dauerhafte Wärme, teilweise auch Hitze um oder über 30 Grad:

  • Samstag: 22 bis 30 Grad, erst vielfach freundlich, dann in zunehmend schwüler Luft gewittrig, besonders im Süden und Westen kräftige Gewitter möglich
  • Sonntag: 22 bis 33 Grad, mal Sonne, mal Wolken, lokal kräftige Schauer und Gewitter in schwül-warmer Luft
  • Montag: 23 bis 32 Grad, im Nordosten schon am Morgen Schauer und Gewitter, im Rest erst freundlich und dann brodelt es auch dort
  • Dienstag: 17 bis 32 Grad, aus Südwesten könnte teils starker Regen einsetzen, sonst Schauer und Gewitter
  • Mittwoch: 15 bis 28 Grad, in der Mitte und im Süden wahrscheinlich kräftiger Regen, stellenweise mit Überflutungen! Dort am kühlsten, sonst freundlicher bei einem Mix aus Sonne und Wolken
  • Donnerstag: 16 bis 25 Grad, der Regen zieht sich in den Süden zurück, stellenweise ist es aber weiter unwetterartig, sonst ein Gemisch aus Sonne, Wolken und Gewittern
  • Freitag: 21 bis 28 Grad, der Tag startet freundlich und trocken, nachmittags kann es wieder kurze Gewitter geben

Spannend wird es also scheinbar wieder zur Wochenmitte. Da könnte sich über Deutschland schon wieder ein kleines aber stationäres Regentief etablieren, was einige Landesteile mit Starkregen versorgen würde. Das hatten wir in den letzten Wochen immer wieder.

Zwischen der sehr warmen Luft im Nordosten des Landes und der kühleren Luft im Südwesten entstehen fast schon in schöner Regelmäßigkeit immer wieder diese kräftigen Regentiefs. „Erst ist es schön, dann kommen ein bis zwei Tage starker Regen und danach geht es mit den Temperaturen wieder steil bergauf. Das ist ein Grundmuster dieses Julis“ so Wetterexperte Jung.

So könnten in der kommenden Woche in der Mitte Deutschlands sowie am Alpenrand durchaus wieder Regenmengen zwischen 50 und 100 Liter pro Quadratmeter vom Himmel kommen. Wo der genaue Schwerpunkt wieder liegen wird, kann man aktuell natürlich noch nicht sagen. Das war schon beim letzten Regenereignis am Montag und Dienstag dieser Woche im Vorfeld nur sehr schwierig genau einzuordnen.

„Der Hop On/Hop Off – Sommer geht in die nächste Runde. Ein stabiles Sommerhoch ist nicht in Sicht, aber das ist wie gesagt auch eher untypisch im klassischen mitteleuropäischen Sommer. Wer wochenlanges stabiles Schönwetter im Sommer sucht, dem sei eine Reise ans Mittelmeer empfohlen“, so Jung.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung/wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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