Überfüllung bei der Meridian

Meridian kriegt Platz-Problem nicht in den Griff

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Landkreis - Auch knapp einen Monat nach dem Start der Meridian sind die Probleme allgegenwärtig. Überfüllte Züge stoßen bei Fahrgästen auf Unmut. Am Wochenende kommt es zu Verspätungen.

Zu wenig Sitzplätze und chronischer Ärger bei den Fahrgästen: Die Züge des Meridian sorgen auch knapp einen Monat nach dem holprigen Start für jede Menge Unmut bei den Fahrgästen.

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Am Donnerstag musste ein Kurzzug, der bereits gut gefüllt war, um kurz vor 18 Uhr am Ostbahnhof ca. 250 weitere Personen aufnehmen, wie uns Leser Ronald Wernecke mitteilte. Das Ergebnis: Die Fahrgäste quetschten sich in den Zug und standen sich gegenseitig auf den Füßen. Von Reisekomfort war hier wenig zu sehen.

Die Bayerische Oberlandbahn hatte diesem Problem eigentlich vorgebeugt - zumindest nach Aussage der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. Unser Leser Robert Staber aus Bad Endorf bekam auf seine Anfrage zu den Sitzkapazitäten vor dem Start der Meridian folgende Antwort: "Die Bayerische Oberlandbahn hat ein entsprechendes Ersatzkonzept erstellt, so dass die Kapazitäten auf der von Ihnen genutzten Strecke ausreichend sein werden."

Dieses Konzept hat sich allerdings bis heute nicht bewährt. "Ohne Chaos und Ärger" sollten die Fahrgäste nach München pendeln - ein Trugschluss.

Nur in der 1. Klasse sind Plätze frei

In den meisten Fällen sind die Züge in der 2. Klasse überfüllt und bieten kaum bis gar keine Sitzplätze. Einzig in der 1. Klasse bleiben viele Sitzplätze frei. Ein solches Erlebnis hatte Leserin Ingrid Schwaab am Mittwoch am München-Ostbahnhof.

Sie beobachtete, wie eine ältere Dame zum Zugbegleiter sagte: "Früher haben wir um diese Uhrzeit alle einen Sitzplatz bekommen." Die schroffe Antwort: "Hätten Sie sich eine Fahrkarte für die 1. Klasse gekauft, könnten Sie jetzt auch sitzen." Erst als sich der Zug in Rosenheim nach etwa 50 Minuten leerte, hatten die verbliebenen Fahrgäste einen Sitzplatz.

Ingrid Schwaab hat eine Vermutung zur Strategie der Meridian: "Warum sollten sie auf der Strecke München-Hbf. - Traunstein einen längeren Zug einsetzen, wenn sich der Zug ab Prien leert. Die Fahrgäste vorher können ja stehen oder auf den nächsten vollen Zug warten. Die Mehrzahl der Fahrgäste sind ja nur Pendler mit einem Jahres-Abo - das Fahrgeld ist also sicher", schrieb sie uns: "Wie voll der Zug wird, sobald sich die Straßenverhältnisse durch Eis und Schnee ändern, kann man sich ja denken."

Zwei Züge mit späteren Abfahrtszeiten

Aufgrund von Bauarbeiten der DB Netz AG auf der Strecke München - Salzburg kommt es am Wochenende bei zwei Zügen des Meridian zu späteren Abfahrtszeiten. Betroffen ist der Zug M79048 am Samstag ab Salzburg um 21.20 Uhr mit regulärer Ankunft in München um 23.15 Uhr sowie der Zug M79231 am Sonntag ab München um 6.44 Uhr mit regulärer Ankunft in Salzburg um 8.41 Uhr.

Beide Züge können gegebenenfalls bis zu zwölf Minuten später verkehren. Fahrgäste werden gebeten, trotzdem zur planmäßigen Abfahrtszeit am Bahnsteig zu sein, da die Verschiebung abhängig vom Stand der Bauarbeiten ist.

Runder Tisch in Rosenheim zum Meridian-Chaos:

Meridian-Chaos: Runder Tisch in Rosenheim

Betriebsstart des Meridian am Bahnhof in Rosenheim:

MERIDIAN: Die ersten Pendler

hy/ro24

Quelle: rosenheim24.de

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