Die „Janus AG“ treibt ein falsches Spiel!

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Landkreis - Angebliche Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen sind wohl nun der neueste Renner bei Betrügern. Es geht dabei um angeblich illegal heruntergeladene Musik:

Internetnutzer sollen illegal Musik aus dem Netz heruntergeladen haben und werden mit 169,40 Euro zur Kasse gebeten. Neben einem Wolfratshauser und einem Mann aus Kiefersfelden will nun die sogenannte „Janus AG“ einen 74-jährigen Vachendorfer ertappt haben – nur dumm, dass dieser nicht einmal einen Computer besitzt…

Bundesweit agieren die Betrüger derzeit mit dieser Masche. Scheinbar wahllos werden Emails verschickt und die Empfänger wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen beschuldigt. Zwar finden sich in dem Schreiben einige entlarvende Rechtschreibfehler, jedoch dürften die enthaltenen Drohungen über Anwalts- und Gerichtskosten bis hin zu Geld- und Haftstrafen, so manchen Empfänger derart einschüchtern, dass Zahlungen geleistet werden. Nicht so bei dem 74-Jährigen. Der wunderte sich zunächst schon sehr, als er ein Schreiben von der Gemeinde in Vachendorf (Lkr. Traunstein) ausgehändigt bekam. Dreisterweise hatten die Betrüger eine mit seinen Daten versehene Email der Gemeindeverwaltung zugesandt. Ein Gemeindemitarbeiter, der aber bereits eine Warnmeldung zu dieser Masche gelesen hatte, händigte das Schreiben mit dem entsprechenden Warnhinweis an den angeblichen „Urheberrechtsverletzer“ aus. Dieser sah den Abzockversuch ganz zu Recht als Frechheit an und meldete sich bei der Polizei. In gleicher Weise versuchten es die Betrüger in den vergangenen zwei Wochen auch bei einem Wolfratshauser und einem Mann aus Kiefersfelden. Auch sie hätten illegal Musik heruntergeladen, was der angebliche Mandant aus dem Musikvertriebsbereich festgestellt und nun die „Janus AG“ mit der Eintreibung der Gebühren beauftragt hätte. Die beiden Männer ließen sich aber ebenfalls nicht austricksen und leisteten keine Zahlung.

Ermittlungen gegen die „Janus AG“ laufen derzeit in Berlin. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd warnt vor dieser Betrugsvariante. Betroffene sollten keinerlei Zahlungen leisten und sich im Zweifelsfall bei der örtlichen Polizei melden. Tipps und Warnhinweise zu Betrugsmaschen sind im Internet unter www.polizei-beratung.de zu erhalten.

Pressemeldung PP Obb. Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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