TANZLMUSI

Volksmusik gegen den Corona-Blues - Berghammer Tanzlmusi bringt Volksfestgefühl in Haus

Ein Volksmusikgruß, der in Coronazeiten die Trübsal vertreieben kann: Andreas Jodl, Rainer Amasreiter, Matthias Hoffmann,Sepp Asanger und Stadler Matthias Hoffmann und Martin Stadler (von links) haben „Zeit is‘worn“ eingespielt.
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Ein Volksmusikgruß, der in Coronazeiten die Trübsal vertreieben kann: Andreas Jodl, Rainer Amasreiter, Matthias Hoffmann,Sepp Asanger und Stadler Matthias Hoffmann und Martin Stadler (von links) haben „Zeit is‘worn“ eingespielt.

Mühldorfer Volksmusiker haben ihre zweite CD veröffentlich. Sie spielen Tanzlmusi in hoher Qualität und mit großer Spielfreude

Mühldorf – Was tut ein Mensch, der normalerweise das halbe Jahr auf Konzertbühnen steht und mit Bassgitarre und Steirischer Hamonika wahlweise Rock‘n‘Roll oder Volksmusik macht? Er besinnt sich auf das, was er auch noch kann. Und das ist CD‘s zu produzieren.

Seit einem Jahr sind auch für den Mühldorfer Musiker Rainer Amasreiter die Auftritte rar gesät. Seine Partyband „Starmix“ hat schon länger keine Apres-Ski-Bar, und kein Volksfestzelt gesehen, die Steierische muss meist alleine spielen, denn auch Schüler kann Amasreiter nicht treffen. Wie gut, dass es im Keller das Profi-Studio gibt, in dem Amastreiter jetzt seine Kollegen von der Berhammer Tanzlmusi aufgenommen hat.

Ein bisschen schräg darf`´s schon sein

Fünf junge Männer, die mit klassischen Volksmusik-Instrumenten seit sechs Jahren zusammen musizieren, traditionelle Tanzlmusi-Stücke, Oberkrainer und moderne Arrangements im Repertoire haben. 2015 kam die erste CD, jetzt im Lockdown folgte die zweite, „Zeit is worn“ ist der Titel.

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Amasreiter schwärmt für seine Mitspieler, die er „sehr gute Musikanten“ nennt. Vor allem Tenorhornist Martin Stadler und Tubist Matthias Hoffmann hebt er hervor, „berühmt und berüchtigt in der Szene“. Sie spielen nicht nur bei den Berghammern, sondern helfen in anderen bekannten Ensemblen aus, wenn Not am Blasinstrument herrscht. „Von Niveau her ist das schon sehr hoch.“

Die Qualität der fünf Musiker, das technische Können, die Freude an Volksmusik ist auf der CD in jedem Stück zu spüren. Traditionelle Stücke, „mit eigener Note“, wie Amasreiter sagt.

Wenn der Jazz zur Tanzlmusi kommt

Einige Male wagen sich die Tanzlmusiker aufs weite Feld der modernen Blasmusik, raus aus dem traditionellen Rahmen. Vor allem „Children of Bergham“, wird zu einem herrlich modernen, leicht schrägen Ausflug in musikalische Nachbargefilde. Chuck Mangione hat die Jazz-Nummer „Children of Sanchez“ geschrieben, die sich die heimischen Tanzlmusiker angeeignet haben und mit viel Dampf und Spielfreude rausblasen.

Stück von Pixner aufgenommen

Die „Nachtmusik Boarischer“ hat sich Amasreiter selbst auf seine Steierische geschrieben, unterstützt von Maria und Oliver Daxauer von der „Altweger Ziachmusi“. Zusammen ergibt das Tanzlmusi in lateinamerikanischem Gewand. Herbert Pixners „Kathrin Boarischer“ sticht aus den Polkas und Walzern heraus.

Neben traditionellen Stücken eigene Werke

Der Kapelle sei es bei der Auswahl um einen guten Mix gegangen, sagt Amasreiter und spricht neben traditionellen Weisen von „modernen Arrangements, schrägen Sachen, Eigenkompositionen“. Denn: „Man muss ein bisschen herausstechen.“

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Gerne hätte es etwas mehr vom Kaliber der „Children of Bergham“ sei dürfen, auf dieser auch sonst frischen und unverbraucht klingenden CD. Die bringt ordentlich Tanzbodenstimmung und Volkfestgefühl ins Haus, was sicherlich nicht die schlechteste Leistung in diesen miesen Corona-Zeiten ist.

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