Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

33-Jähriger tötet Ex-Lebensgefährtin

Tödliches Ende eines Streits - Das sind die neuen Erkenntnisse zur Bluttat von Mühldorf

Mit einem Großaufgebot kam die Polizei zum Tatort. Auch Hundeführer waren darunter, sie suchten den geflohenen Täter .
+
Mit einem Großaufgebot kam die Polizei zum Tatort. Auch Hundeführer waren darunter, sie suchten den geflohenen Täter .

Noch immer bleiben viele offene Fragen nach der Bluttat von Mühldorf am Sonntagabend. Nachbarn berichten von vorhergehenden Streitereien des Paares, an deren Ende eine 35-Jährige tot ist. Das sagt die Polizei dazu.

Mühldorf – Vor dem Haus im Hammerfußweg steht ein Kinderfahrrad, es ist sehr ruhig. Das Verbrechen vom Sonntagabend, als ein 33-Jähriger seine 35-jährige ehemalige Lebensgefährtin vor deren Haus erstochen hat, hat äußerlich keine Spuren hinterlassen. Die Nachbarn sind sehr zurückhaltend. Die Frau mit ihren beiden kleinen Kindern lebte wohl noch nicht lange in dem Haus, das in einer Reihe von Einfamilienhäuser mit Gärten steht. Viel ist über sie nicht bekannt. Auch zwei Tage nach der Bluttat im Hammerfußweg in Mühldorf gibt die Polizei nur wenige konkrete Informationen zu den Hintergründen der Tat.

Schon vorher große Probleme

Auch nicht, welchen konkreten Grund der Streit hatte, der so aus dem Ruder gelaufen ist, dass die 35-Jährige ihn nicht überlebt hat. Polizeisprecherin Carolin Englert antwortet auf die Frage nach dem Motiv: „Bislang steht dieses nicht fest, sodass wir hierzu auch keinerlei Auskünfte geben können.“ Das gilt auch für die Tatwaffe, zu der die Polizei keine Angaben macht.

Nachbarn berichteten aber, dass es nicht die erste heftige Auseinandersetzung der beiden Ex-Partner gewesen sei. Vor vier Wochen habe die Polizei schon einmal einschreiten müssen.

Streitereien waren in der Nachbarschaft bekannt

Den Polizeieinsatz bestätigt Sprecherin Englert nicht, erklärt aber: „Es ist bekannt, dass es zu Auseinandersetzungen kam. Dies fließt in die polizeilichen Ermittlungen mit ein.“

Polizei spricht von Beziehungstat

Sie spricht von einer „Beziehungstat“ und schließt damit wie schon bisher eine Gefahr für die Bevölkerung aus, obwohl der Täter zunächst flüchtig war. Sie glaubt, dass sich die Menschen in der Stadt und im Landkreis grundsätzlich sicher fühlen dürfen. Laut Englert gab es im Landkreis 2018 einen versuchten Mord, 2019 drei Morde, zwei Mordversuche und vier Totschlagsverbrechen, 2020 zwei versuchte Morde und zwei Totschlagsverbrechen, 2021 keine Morde, aber vier Totschlagsverbrechen.

+++ Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier +++

Die Sprecherin verweist bei ihrer Einschätzung der Gefahrenlage unabhängig von der Bluttat am Sonntag auf die Einschätzung von Polizeipräsident Manfred Hauser vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Er hatte im Frühjahr unter Verweis auf rückläufige Verbrechenszahlen und eine hohe Aufklärungsquote gesagt: „Der „Landkreis Mühldorf ist ein äußerst sicheres Pflaster.“

Wenige schwere Verbrechen

Das zeigt laut Hauser vor allem die sogenannte „Häufigkeitszahl für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung“, also die Wahrscheinlichkeit, selbst Opfer einer Straftat zu werden. Dieser Wert wird vom Polizeipräsidium für den Landkreis mit 3146 pro 100.000 Einwohnern angegeben. Zum Vergleich: Im gesamten Gebiet des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd liegt dieser Wert bei 3958, in ganz Bayern bei 4138.

Tat macht fassungslos, ist aber nicht zu verhindern

Auch für Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl gibt es keinen Grund zur Besorgnis: „Ja, natürlich ist Mühldorf eine sichere Stadt“, sagt er. „Bei den Tötungsdelikten handelte es sich jeweils um tragische Beziehungstaten, eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht“, sagte er. „Solch schockierende Vorkommnisse machen fassungslos, sind aber schwer zu verhindern.“

Kommentare