Von der Krise gebeutelte Gastronomie im Landkreis Mühldorf

DEHOGA-Kreisvorsitzender Nagl überbringt Landrat Heimerl Forderungen an Politik

Max Heimerl, Holger Nagl, Josef Geisberger
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(von links nach rechts): Landrat Max Heimerl, DEHOGA-Kreisvorsitzender Holger Nagl, Josef Geisberger von der Kreis- und Regionalentwicklung am Landratsamt.

Mühldorf am Inn - Die Gastronomie und Hotellerie ist durch den zweiten Lockdown eine der am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Branchen. Die Betriebe sind seit Anfang November geschlossen und haben mit hohen Umsatzeinbrüchen und -ausfällen zu kämpfen.

Die Mitteilung des Landratsamtes im Wortlaut:


Der Kreisvorsitzende des Landkreises Mühldorf a. Inn des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern e.V.,Holger Nagl, schilderte in einem Gespräch Landrat Max Heimerl und Josef Geisberger von der Wirtschaftsförderung die aktuelle Lage. Das Stimmungsbild der Branche sei hinsichtlich eines verlängerten Lockdowns und der daraus resultierenden Planungsunsicherheit entsprechend verzweifelt.

Holger Nagl überbrachte deshalb Landrat Max Heimerl die Forderungen an die Politik, um die wirtschaftliche Krise bewältigen zu können. Eine der durchschlagendsten Lösungen wäre eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen und Getränke, so Nagl im Gespräch. Ebenso müssten Unterstützungsangebote wie zum Beispiel die sogenannte „Novemberhilfe“ einzelfallgerecht und unbürokratisch sein. Sie müsse auch wirklich ankommen, und zwar zeitnah, so Nagls Wunsch an die Politik.


Eine komplizierte Antragstellung und ein langwieriges Verfahren bedeute für viele Betriebe eine große Belastung, wenn nicht sogar die Insolvenz. Die Abschlagszahlungen der Novemberhilfe nach dem Umsatz vom November 2019 zu berechnen, hält Nagl für problematisch. Gerechter wäre seiner Meinung nach eine Bewertung nach den Umsatzsteuerergebnissen des gesamten Vorjahres.

Bei einer Verlängerung des Lockdowns müssten auch die Unterstützungsangebote angepasst werden, um die künftigen Umsatzverluste einigermaßen zu kompensieren, so sein dringender Appell. Landrat Heimerl sagte den Gaststätten seine volle Unterstützung zu: „Die aktuelle Situation trifft die Gaststätten und Beherbergungsbetriebe besonders hart, da die Betriebe weiterhin geschlossen bleiben müssen und derzeit auch eine Perspektive fehlt. Ich bitte auch deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Wirt vor Ort, der „Essen-to-go“ anbietet, zumindest auf diese Weise ein wenig zu unterstützen.“ Über Nagl wird der Landrat mit der DEHOGA in Kontakt bleiben, damit zeitnah Hilfe bei den betroffenen Betrieben ankommt. Das Team der Kreis- und Regionalentwicklung steht mit Ansprechpartner Josef Geisberger ebenso unter 08631/699-961 für Fragen zur Verfügung.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

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