Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Maßnahmen für die Autobahn

Lärmschutz an A94 nur auf freiwilliger Basis: Ministerialrätin nennt vier konkrete Vorhaben

Höhere Lärmschutzwände auf Brücken würden 19,2 Millionen Euro kosten. Flüsterasphalt ist laut Verkehrsministerium nicht bezahlbar.
+
Höhere Lärmschutzwände auf Brücken würden 19,2 Millionen Euro kosten. Flüsterasphalt ist laut Verkehrsministerium nicht bezahlbar.

Das Eröffnungsjubiläum der Autobahn 94 hat das Thema Lärmschutz erneut in den Fokus gerückt. Die angedachten Verbesserungen wären jedoch kostspielig.

Mühldorf – Sollte der Lärmschutz für die Anwohner der Autobahn A94 verbessert werden, gingen diese Maßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben heraus. Das heißt, der Bund ist nicht dazu verpflichtet, sondern würde freiwillig zusätzliche Maßnahmen ergreifen. In ihrer Mitteilung an den Bayerischen Landtag vom Anfang dieses Jahres schreibt Angela Roßmann vom Bayerischen Verkehrsministerium deshalb von „denkbaren überobligatorischen Maßnahmen“, also Bauvorhaben, die der Bund freiwillig leisten müsste.

Erhöhung der Lärmschutzwände kostet 19,2 Millionen Euro

Die Ministerialrätin zählt nach Auswertung der Messungen entlang der Autobahn im vergangenen Jahr drei denkbare Maßnahmen auf. Die Erhöhung der Lärmschutzwände auf Brücken, die etwa 19,2 Millionen Euro kosten würde. Ein neuer Belag im Bereich der Autobahn, in dem eine Waschbetonoberfläche verbaut wurde. Die Kosten dafür beziffert Roßmann auf 19,2 Millionen Euro.

Alles zur A94 finden Sie hier.

Die dritte, preiswerteste Maßnahme, die Verkleidung der Wartungsgänge unter den Brücken, hat Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nach Angaben von Innenstaatssekretär bereits in einem Bescheid angewiesen. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 2,2 Millionen Euro.

Auch interessant: Mehr Lärmschutz an Bahnlinien und Autobahn notwendig (Plus-Artikel OVB-Online)

Flüsterasphalt würde Kosten in Höhe von 171 Millionen Euro verschlingen

Keine Chance gibt Roßmann der vierten Verbesserung: Den Einbau von Flüsterasphalt auf der gesamten Neubaustrecke. Die Kosten: 171 Millionen Euro. Das „ist zwar technisch möglich, liegt aber außerhalb jeglicher Finanzierungsmöglichkeiten“.

Grundsätzlich, das betont das Untersuchungsprotokoll, das Verkehrsministerin Kerstin Schreyer unterschrieben und an Landtagspräsidentin Ilse Aigner geschickt hat, hätten die Untersuchungen aber keine Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben ergeben. Die Autobahn sei so gebaut, wie vorgeschrieben.

Ministerin Schreyer regt Gesprächsrunden an

Die Ministerin fordert in ihrem Brief an Landtagspräsidentin Aigner Gesprächsrunden, „damit die Ideen von Landkreisen und Gemeinden sowie politischen Funktionsträgern in die Überlegungen zur Entwicklung und Finanzierung solcher überobligatorischer Lärmschutzmaßnahmen einfließen können“.

Kommentare