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Digitaler Impfausweis

Digitaler Corona-Impf-Ausweis: Apotheken im Landkreis Mühldorf gerüstet

Bis her gibt es nur Informationen über die App CovPass, herunterzuladen war sie am Donnerstag noch nicht. Wer auf die Digitalisierung verzichtet, dem reicht wie bisher der gelbe Impfpass. Denn der bleibt gültig.
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Bisher gibt es nur Informationen über die App CovPass, herunterzuladen war sie am Donnerstag noch nicht. Wer auf die Digitalisierung verzichtet, dem reicht wie bisher der gelbe Impfpass. Denn der bleibt gültig.

Die Apotheken im Landkreis Mühldorf sind zuversichtlich, dass sie in der nächsten Woche mit der Digitalisierung von Impf-Ausweisen beginnen können. An einigen Voraussetzungen hapert es aber noch. Vor allem für Geimpfte.

Mühdorf – Es beginnt schon beim Aufruf der Internetseite, auf der alle Apotheken verzeichnet sein sollen, die die Digitalisierung des Impfausweises anbieten. Im Begrüßungsfenster erscheint: „Digitaler Impfnachweis ab 14. Juni in Apotheken“. Die Schaltfläche führt nach zwei weiteren Klicks zu einer Suchfunktion für Apotheken, die die Digitalisierung anbieten. Doch dort: Fehlanzeige. Von Digitalisierung keine Spur.

Apotheker zuversichtlich

Apothekensprecher Thomas Leitermann ist trotzdem zuversichtlich, dass der Start am 14. Juni gelingen kann. „Wir sind informiert und technisch vorbereitet“, sagt er über die Unterlagen, die er am heutigen Donnerstag, 10. Juni, bekommen hat. „Wir sind es ja gewohnt und bereit, Dinge auch schnell und kurzfristig umzusetzen.“ Auch in seiner Inn-Apotheke in Mühldorf.

Noch nicht alle Voraussetzungen da

Etwas skeptischer ist Lilian Barbarino, Chefin der Schloss-Apotheke in Schwindegg. „Technisch gesehen sind wir startklar, es geht eigentlich nur noch um die genauen Abläufe“, sagt sie. Sie will sich aber nicht festlegen, ob sie tatsächlich am Montag loslegen kann, „weil wir nicht genau wissen, wie die strukturellen Abläufe sind“.

Es gebe zwar Unterstützung durch den Verband, doch bis jetzt waren die Informations-Plattformen überlastet. Entmutigen lässt sie sich davon nicht: „Wir sind motiviert und guter Dinge, dass wir das hinkriegen!“ In der Pandemie habe man gelernt, auf kurzfristige Ankündigungen schnell und flexibel zu reagieren.

Erste Vorbereitungen abgeschlossen

Das sieht auch Markus Pfund von der Aschauer St. Josefs Apotheke so. „Wir haben bislang alles gemacht, was möglich war“, sagt er und bedauert, dass die Infrastruktur zunächst nicht komplett verfügbar war. Er hat seine Apotheke auf dem dem Portal registriert, der nächste Schritt war aber noch nicht möglich.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Für Geimpfte gibt es bis heute Nachmittag 15 Uhr nur wenige technischen Voraussetzungen. Die „CovPass-App“ ist nicht in den App-Stores erhältlich, eine entsprechende Funktion in der „Corona-Warn-App“ nur für Android-Telefone nicht aber für Apple-Geräte hinterlegt. Das soll sich, verspricht die Bundesregierung aber schnell ändern.

Ärzte sollen Impfpässe ebenfalls digitalisieren

Auch Ärzte sollen bei der Digitalisierung mitmachen. Dr. Edwin Hungerhuber ist einer der niedergelassenen Ärzte, die seit Wochen impfen. Hunderte waren es in der urologischen Praxis Mühldorf in den letzten Wochen, denn dank der fünf Arztsitze gibt es dort ausreichend Impfstoff. Eine Aufgabe, die die Praxis laut Hungerhuber ohnehin hoch belastet, weil der Regelbetrieb samt Operationen im Krankenhaus weiterlaufen muss.

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Und jetzt auch noch Mitarbeit bei der Digitalisierung? Der Urologe zuckt er mit den Schultern: „Wir haben null Info, wie es gemacht werden soll.“ Denn im Gegensatz zu den Apothekern kennen die Ärzte laut Hungerhuber die technischen Voraussetzungen noch nicht.

Gelber Impfpass gilt weiter

Hungerhuber weist stattdessen auf den gelben Impfausweis hin, der natürlich weiter gültig sei. „Ich glaube, das Thema erledigt sich nach den Sommerferien zunächst wieder. Jetzt will jeder die App, um in Urlaub fahren zu können.“ Er sieht keine Probleme, wenn Geimpfte mit dem gelben Impfpass verreisen und so den Druck auf Apotheken und Ärzte reduzieren.

Nicht alle am Montag

Auch Inn-Apotheker Leitermann bittet um Geduld: „Es sollten nicht alle gleich am Montag um acht Uhr kommen“, sagt er. Erfahrung mit der Lenkung von Kundenströmen hat er aber durch das Schnelltestzentrum an seiner Apotheke in Mühldorf Süd. Er rechnet aber mit Warteschlagen vor der Tür, wenn die Digitalisierung beginnt.

Digitaler Impfausweis auch im Impfzentrum

Auch das Impfzentrum stellt ab sofort digitale Impfausweise als Teil der Impfdokumentation aus, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. „Für Personen, die bereits vor Einführung des digitalen Impfnachweises ihre Zweitimpfung erhalten haben, wird laut Staatsregierung noch an einem Verfahren gearbeitet, das es erlaubt, online und per Telefon die digitalen Zertifikate (per Post oder E-Mail) zu erhalten.“

Und so geht es

Wer ab Montag in eine Apotheke geht, muss Impfausweis und Personalausweis mitbringen. Und eine der beiden Apps „Corona- Warn-App“ oder „CovPass“ auf dem Handy, in denen die Daten gespeichert werden sollen. Die Apotheken überprüfen die Richtigkeit der Angaben dann beim Robert-Koch-Institut und tragen sie in der App ein, fertig ist der digitale Impfausweis.

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