Rosenheim und drei Landkreise der Region betroffen

Immer mehr sind zahlungsunfähig - gegen den bayernweiten Trend

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Landkreis - In der Stadt und im Landkreis Rosenheim ist die Zahl der Insolvenzverfahren in diesem Jahr erheblich gestiegen. Nur zwei Landkreis folgen dem bayernweiten Trend, nach dem die Fälle zurückgehen.

Die Zahl der Insolvenzanträge ist zwischen Januar und September 2017 in der Stadt Rosenheim um etwas mehr als 21 Prozent zum Vorjahr gestiegen - entgegen dem bayernweiten Trend. Darüber informiert das Bayerische Landesamt für Statistik.

Achtzig Insolvenzverfahren sind demnach verzeichnet worden - in 35 Fällen hat es sich um Arbeitnehmer gehandelt, die zum Beispiel durch die Zahlungsunfähigkeit ihres Arbeitgebers den Job verloren haben und so selbst in diese Misere geraten sind.

Im Landkreis Rosenheim ist die Zahl der Insolvenzverfahren ebenfalls gestiegen - und zwar um knapp 16,5 Prozent auf 220 Fälle. Betroffen sind hier 142 Arbeitnehmer.

Über 900 Fälle weniger in Bayern

Generell geht die Zahl der Insolvenzverfahren im Freistaat Bayern und auch im Regierungsbezirk Oberbayern hingegen zurück - um 8,7 beziehungsweise 8,5 Prozent. Spitzenreiter in Oberbayern ist der Landkreis Miesbach, in dem die Anzahl der Insolvenzverfahren zwischen Januar und September 2017 um 31,7 Prozent gestiegen ist.

Hier die Zahlen im Überblick:

Stadt/Landkreis

Insolvenzverfahren I.-III. Quartal 2017

Insolvenzverfahren I.-III. Quartal 2016

Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Prozent

Arbeitnehmer*

Stadt Rosenheim

80

66

21,2

35

Altötting

54

51

5,9

107

Berchtesgadener Land

62

80

-22,5

38

Mühldorf am Inn

99

83

19,3

257

Rosenheim

220

189

16,4

142

Traunstein

90

97

-7,2

30

Regierungsbezirk Oberbayern

3.348

3.660

-8,5

3.088

Freistaat Bayern

9.621

10.543

-8,7

10.964

* Die Anzahl der Arbeitnehmer ist nicht bei allen Insolvenzverfahren bekannt. Die nachgewiesene Anzahl der Arbeitnehmer ist daher unvollständig.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Sören Stache

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