Die wichtigsten Regeln zur Hitzewelle

Immer mehr Hitze-Notfälle in der Region

Landkreis - Die Rekord-Hitze machen den Bürgern im Landkreis zu schaffen - die Hitze-Notfälle häufen sich. Auch eine 20-Jährige musste die Folgen des Sonnenkonsums kennenlernen:

Die aktuelle Hitze macht älteren und auch jungen Menschen im Landkreis Rosenheim zu schaffen - denn manche vergessen die wichtigsten Grundregeln.

Am Sonntag wurde eine 20-Jährige in Eggstätt bewusstlos, nachdem sie mehrere Stunden am Flohmarkt in der prallen Sonne in einem Auto gesessen und kaum Flüssigkeit zu sich genommen hatte. Vom Team des Johanniter-Rettungswagens aus Wasserburg erhielt sie noch auf der Fahrt in die Klinik über eine Infusion zwei Liter Flüssigkeit. Am Montag kollabierte auf Grund der Hitze ein 79-Jähriger bei Gartenarbeiten in Breitbrunn.

Die Johanniter rufen zum Höhepunkt der Hitzewelle am Dienstag die wichtigsten Regeln ins Gedächtnis. Wer sich trotz Hitze im Freien aufhalten möchte oder muss, sollte sie beachten:  .

- Trinken Sie ausreichend, vor allem nicht-alkoholische Getränke.

- Tragen Sie eine Kopfbedeckung, da der Kopf besonders viel Sonne abbekommt.

- Tragen Sie luftige Kleidung. 

- Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen, legen Sie bewusst Pausen ein.

- Halten Sie sich möglichst im Schatten auf und vermeiden sie längere Aufenthalte in der direkten Sonne.

"Erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sind Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen und das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können", sagt Rene Schnock, Rettungsassistent der Johanniter in Wasserburg. "Nur wenn der Betroffene bei Bewusstsein ist, darf und soll er trinken", erläutert er. "Außerdem kann man ihn vorsichtig kühlen."

Um drastische Temperaturstürze zu vermeiden, empfiehlt es sich, sanft die Körpertemperatur mit kalten Umschlägen zu senken. Für den Rest des Tages ist es wichtig, sich zu schonen.

Bei schwerer Überhitzung droht sogar Bewusstlosigkeit. Dann sind wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen zu beachten: Bei einem Zusammenbruch muss umgehend der Rettungsdienst über die 112 verständigt werden. Die betroffene Person sollte in den Schatten gebracht werden.

Reagiert der Betroffene nicht auf Ansprache oder Berührung, muss die Atmung geprüft werden. Atmet die betroffene Person normal, sollte der Ersthelfer sie in die stabile Seitenlage bringen. Atmet der Bewusstlose gar nicht oder nicht normal, muss umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.

Einem Menschen ohne Bewusstsein dürfen keine Getränke verabreicht werden, er könnte daran ersticken!

Pressemeldung Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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