Extreme Hitze und kein Ende in Sicht...

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Landkreis - Der Deutsche Wetterdienst hat die Hitzewarnung bis Sonntagabend verlängert. Aber wie schütze ich mich bei diesen Temperaturen?

Die Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes im Wortlaut:

  • Gültig von Samstag, 3. August, 11 Uhr, bis Sonntag, 4. August, 19 Uhr
  • Ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Samstag, 3. August, um 9.20 Uhr

Service:

Am Samstag wird bei gefühlten Temperaturen über 35 Grad eine starke Wärmebelastung erwartet. Am Sonntag wird bei gefühlten Temperaturen über 36 Grad eine starke Wärmebelastung erwartet. Heute ist der 2. Tag der Warnsituation in Folge.

Lesen Sie auch:

Starke Wärmebelastung stellt eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Gefährdet sind insbesondere ältere, pflegebedürftige oder kranke Menschen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder.

Pressemitteilung Deutscher Wetterdienst

So schützen Sie Ihre Gesundheit bei heißen Temperaturen

Wer ist besonders gefährdet?

  • Säuglinge, Kinder bis 4 Jahre
  • Erwachsene ab 65 Jahren
  • Pflegebedürftige Menschen
  • Menschen mit Übergewicht
  • Menschen, die körperlich schwer arbeiten
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • Menschen mit fieberhaften Erkrankungen
  • Menschen mit Demenz
  • Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen, z. B. Antidepressiva, Schlafmittel, bestimmte Psychopharmaka, Anti-Parkinson-Medikamente und Beruhigungsmittel sowie Medikamente, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen
  • Drogen- und Alkoholkonsumenten

Diese Personengruppen können meist entweder ein vermindertes Durstgefühl oder einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben.

Was können Sie spüren?

Wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit bekommt und wenn Sie im Sommer stärker schwitzen als sonst, können sich bestimmte Symptome einstellen:

  • stark gerötetes, heißes Gesicht
  • Kopfschmerzen
  • Erschöpfungs- oder Schwächegefühl
  • Kreislaufbeschwerden
  • Übelkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Bauchkrämpfe
  • ungewohnte Unruhegefühle
  • Verwirrtheit
  • trockene Haut und trockene Schleimhäute (z. B. Lippen)
  • Verstopfung
  • konzentrierter Urin
  • erhöhte Körpertemperatur (höher als 37,5° C)
  • Eine erhöhte Körpertemperatur als Zeichen hitzebedingter Beeinträchtigung wird oft mit infektionsbedingtem Fieber verwechselt

Sofortmaßnahmen bei Hitzebeschwerden

  • Kühlung, z. B. mit kaltem Waschlappen auf Gesicht, im Nacken, als Wadenwickel
  • Viel trinken!
  • Schatten bzw. einen kühlen Ort aufsuchen
  • Falls keine Besserung eintritt: Gehen Sie zum Arzt!

Wie können Sie auf sich achten?

  • Sie sollten täglich 1-2 Liter Flüssigkeit mehr trinken als sonst, z. B. Trinkwasser und Mineralwasser (> 20 mg Na/l), wenn sie sehr stark schwitzen u. U. auch natriumhaltiges Mineralwasser (>200 mg Na/l), außerdem Fruchtsaftschorlen (3 Teile Wasser, 1 Teil Saft), Früchte- und Kräutertees
  • Trinken Sie keine zu kalten Getränke
  • Alkohol, Kaffee und Schwarztee sollten Sie allenfalls in geringen Mengen trinken
  • Nehmen Sie am besten leichte Kost zu sich (viel wasserreiches Obst, Salate, Gemüse)

Es gibt Krankheiten oder Medikamente, die die Mechanismen des Körpers in Bezug auf Hitzeadaptionen beeinflussen können. Deshalb empfiehlt es sich, bei bestehenden gesundheitlichen Problemen oder regelmäßiger Medikamenteeinnahme, sich vorsorglich mit Ihrem Hausarzt zu besprechen.

  • Halten Sie sich nicht in der prallen Sonne auf
  • Tragen Sie in der Sonne immer eine Kopfbedeckung
  • Achten Sie auf bequeme und luftige Kleidung
  • Wenn möglich, halten Sie eine Mittagsruhe
  • Schlafen Sie mit leichter Bettwäsche, wenigen Kissen und nur einem Laken als Zudecke
  • Halten Sie Ihre Wohnung, besonders das Schlafzimmer, möglichst kühl, d. h. morgens und abends gut lüften, Räume tagsüber verdunkeln
  • Vermeiden Sie an besonders heißen Tagen sehr anstrengende Tätigkeiten und Leistungssport, falls dies nicht möglich ist, trinken Sie stündlich ein Glas Mineralwasser
  • Wenn Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie am besten schon vorsorglich mit Ihrem Hausarzt besprechen, wie Sie sich bei großer Hitze verhalten sollen. Es gibt Medikamente, die die Mechanismen des Körpers in Bezug auf Hitzeadaptionen beeinflussen können.

Weitere hilfreiche Tipps finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Quelle: rosenheim24.de

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