Auch wenn die Raubtiere als beinahe ausgestorben gelten 

Das sollten Sie über den Fischotter in der Region wissen

+
Fischotterjunge
  • schließen

Landkreis - Dunkle Knopfaugen, hellbraunes Fell und ein hervorragender Schwimmer - der Fischotter gilt in Bayern als fast ausgestorben. Dennoch könnte es sein, dass es sich bei einem Plantscher in die regionalen Gewässer nicht um einen Biber, sondern um einen der letzten putzigen Marder bei uns handelt. 

Auch wenn keine genaue Aufstellung an Gewässern, in denen Fischotter leben, existiert - das bedeutet nicht, dass Fischotter möglicherweise nicht auch in unserer Region zu finden sind. 

Fischotter - oder lateinisch: "lutra lutra" 

Die Marder gelten hierzulande als nahezu ausgestorben. Der Otter steht auf der Roten Liste Bayerns und Deutschlands, bayernweit gibt es nur noch wenige der Raubtiere. Die meisten haben es sich im östlichen Bereich des Freistaats wie dem Bayerischen Wald gemütlich gemacht. 

Im Rahmen der Beratungstätigkeit der Fischotterberater konnten zwischen dem 2. Februar 2016 und dem 9. Juli 2018 insgesamt 311 Fischotternachweise erbracht werden. Dabei wurde jedoch nicht zwischen den unterschiedlichen Qualitäten unterschieden. Somit gehen Sichtbeobachtungen, Totfunde, Wildkameranachweise, Losungsfunde, Fraßspuren, Trittsiegel und typische Zaunschäden ebenfalls in die Tabelle ein.

Eine Bayernkarte des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zeigt Vorkommen der an das Wasserleben angepassten Marder, die den lateinischen Fachnamen "lutra lutra" tragen und zu den besten Schwimmern unter den Landraubtieren zählen. An ihren Zehen befinden sich Schwimmhäute

Die roten Stellen markieren Fundort von Fischottern in Bayern ab 1980.

Ausgewachsene Tiere können bis zu 12 Kilogramm wiegen. In erster Linie ernähren sich Fischotter - wie der Name bereits sagt - von Fischen. Aber auch Frösche, Krebstiere, Mäuse und Würmer verschmähen sie nicht. Erkenntnisse über einen Rückgang der Artenvielfalt in Flüssen und Bächen, in denen sich der Fischotter aufhält, gibt es nicht

Obwohl die Population gefährdet ist: Die Staatsregierung fördert eine aktive Ansiedlung von Fischottern in Bayern nicht. Die Wiederausbreitung erfolgt ausgehend von dem nie ganz ausgestorbenen Restbestand in den ostbayerischen Grenzgebirgen und Vorkommen im angrenzenden Ausland. 

Der Fischotter gilt in Bayern als nahezu ausgestorben. 

Vorkommen in der Region ungewiss

Laut der Antwort des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf eine Kleine Anfrage von Gabi Schmidt (Freie Wähler) werden Totfunde von Fischottern seit dem Jahr 2000 über eine Streckenliste dokumentiert

Darin sind seit dem Jagdjahr 2006 bis einschließlich 2016 insgesamt in ganz Bayern 221 Totfunde dokumentiert. Die Daten für 2017 werden derzeit erst ausgewertet, da eine Erhebung und Auswertung jeweils erst nach Ende des Jagdjahres zum 31. März beginnen kann.

2014 wurden im Landkreis Traunstein zwei tote Fischotter dokumentiert, ebenso wie 2016 im Raum Altötting und 2015 im Landkreis Berchtesgadener Land. Im Innntal hingegen ist seit Jahrzehnten keine Fischotter-Population mehr bekannt. 

mb

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser