Sie wollen angeblich Rauchmelder in Privatwohnungen kontrollieren

WhatsApp-Post über falsche Feuerwehrleute - das ist dran!

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Landkreis - In sozialen Medien kursiert eine Meldung der Feuerwehr, in der vor einer Verbrecherbande gewarnt wird, die angeblich die seit Januar gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder in Privatwohnungen kontrollieren möchte.

Der Post geistert seit einiger Zeit durch die Facebook-Accounts und WhatsApp-Gruppen von Feuerwehren und beunruhigt die Bevölkerung:

Die Feuerwehr in Lappersdorf bei Regensburg postete dies auf Facebook. Doch auch in unserer Region kursiert der Post. Die Redaktion erkundigte sich deshalb bei mehreren Polizeidienststellen und Feuerwehren danach. Der Polizeiinspektion Rosenheim sei diese Rundmail der Feuerwehr bekannt, wie ein Sprecher bestätigte, jedoch habe es keine Vorfälle dieser Art in Rosenheim gegeben. 

Auch die Polizei Bad Aibling kenne diese Meldung, wie ein Sprecher versichert, ein besorgter Bürger habe sich bereits nach dem Wahrheitsgehalt erkundigt. Christian Staudhammer, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bad Aibling, zweifelt an der Echtheit der Warnung. Sollten Anwohner dennoch durch falsche Feuerwehrleute aufgefordert werden, ihre Rauchmelder überprüfen zu lassen, rät die Polizei: 

  • Die Personen auf keinen Fall ins Haus lassen!
  • Sofort die Polizei verständigen!

Aber was ist wirklich dran an der zweifelhalften Mail?

Mimikama, eine private Initiative, die es sich zum Ziel gemacht hat über Internetmissbrauch aufzuklären, stellt klar: "Es handelt sich hierbei ganz klar um eine FALSCHNACHRICHT!" Es sei ein Kettenbrief, der sich schon seit Januar 2016 durch ganz Deutschland fresse.

In Teilen Norddeutschlands habe es aber tatsächlich solche Fälle gegeben. So warnte die Bremer Polizei am 12. Januar 2016 in einer Pressemeldung vor zwei Männern, die an der Wohnungstür einer 79 Jahre alten Bremerin klingelten. Sie gaben vor, die in der Wohnung installierten Rauchmelder überprüfen zu müssen. In dem Glauben, dass dieses so seine Richtigkeit habe, ließ die Dame die Täter in ihre Wohnung. Während einer sie in ein Gespräch verwickelte, gab der andere vor, die Rauchmelder zu kontrollieren. Als die Diebe sich verabschiedet hatten, musste die 79-Jährige den Verlust eines Goldrings und von Bargeld feststellen. Auch in Hannover habe es zwei ähnliche Fälle gegeben, wie unser Partnerportal merkur.de im Januar 2016 berichtete.  

Vorsicht ist besser als Nachsicht, aber bei uns in der Region hat die Nachricht zum derzeitigen Moment keinen Bestand. Trotzdem ist es gut zu wissen, dass die Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt plant, Ihre Rauchmelder zu kontrollieren. Hans Meyrl, Stadtbrandrat und erster Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim ist sich sicher, keine Feuerwehr würde auf diese Idee kommen.

Quelle: rosenheim24.de

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