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+++ B20 bei Freilassing komplett gesperrt +++ Spendenkonto für das BGL eingerichtet +++ Video: Aktuelle Lage in Freilassing +++ Prienavera noch über das Wochenende geschlossen +++

Brennpunkt Hochwasser: Berichte, Fotos & Videos:

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Überregional/Alle Gebiete:

Kurzarbeitergeld für Betriebe mit Hochwasserschäden

Für Arbeitsausfälle bei Betrieben, die von Hochwasserschäden betroffen sind, kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Das gilt für deren Arbeitnehmer und Auszubildende.

Hochwasser und die resultierenden Schäden sind laut Gesetz ein unabwendbares Ereignis, das zu Arbeitsausfällen führen kann. Betroffene Betriebe können in diesem Fall schnell und unkompliziert bei ihrer örtlichen Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld beantragen. Für die aktuellen Hochwasserschäden gelten die bestehenden gesetzlichen Regelungen für das Kurzarbeitergeld.

Im Gegensatz zum konjunkturell bedingten Kurzarbeitergeld gibt es aber für solche Krisenfälle zusätzliche Erleichterungen. Arbeitnehmer, in deren Betrieb die Arbeit wegen Hochwasser ausfällt, können außerdem bei Aufräumarbeiten in ihrem Betrieb helfen, ohne dass sie den Anspruch auf Kurzarbeitergeld verlieren. In diesem besonderen Fall ist es ferner nicht notwendig, dass vor der Zahlung von Kurzarbeitergeld Arbeitszeitkonten ausgeglichen oder Urlaubstage genommen werden müssen.

Auch Produktionsbetriebe, die von ihrem Zulieferer wegen des Hochwassers kein Material erhalten, können Kurzarbeitergeld beantragen. Dies gilt genauso im umgekehrten Fall, nämlich wenn ein Zulieferer seine Waren nicht an seinen Abnehmer übergeben kann, weil dieser vom Hochwasser betroffen ist.

Bei Fragen zum Thema Kurzarbeitergeld können sich Betriebe über die bundesweite kostenfreie Servicenummer an einen Ansprechpartner ihrer Arbeitsagentur wenden. Über diese Rufnummer ist auch dann der Ansprechpartner erreichbar, wenn die örtliche Arbeitsagentur wegen des Hochwassers geschlossen werden musste. Die Rufnummer für Betriebe lautet: 0800/4555520.

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit

Schon über 1,5 Millionen Soforthilfe ausgezahlt:

Die am 6. Juni 2013 gestartete Soforthilfe für Hochwassergeschädigte läuft auf Hochtouren. Der Bayerische Ministerrat hat am 5. Juni 2013 für Oberbayern Erstmittel in Höhe von 10 Millionen Euro freigegeben. Die Regierung von Oberbayern hat am 6. Juni 2013 daraus Mittel an die 20 Landkreise und drei kreisfreien Städte Oberbayerns verteilt.

„Laut Meldungsstand 07.06.2013, 13 Uhr, haben Landratsämter und Gemeinden bereits 1.606.650 Euro an Betroffene ausgereicht“, teilt Regierungspräsident Christoph Hillenbrand mit. „Damit konnte dringendste Not vor Ort gelindert werden. Allen Verantwortlichen in den Landkreisen und Gemeinden danke ich herzlich für ihr großes Engagement auch bei der Sofortgeldhilfe“, lobt Hillenbrand.

So zahlt etwa die mit am stärksten in Oberbayern betroffene Stadt Rosenheim als eine der ersten Kommunen die Sofortgelder bereits seit 6. Juni 2013, 06.30 Uhr, aus. Für diese Fälle ist das Rathaus sogar am Freitagnachmittag bis 17 Uhr und am Samstag von 8 bis 13 Uhr geöffnet.

A8 ab Samstag wieder vollständig befahrbar:

Die Sanierungsarbeiten auf der A8 an der Anschlussstelle Grabenstätt sind so weit vorangekommen, dass bereits ab Samstagnachmittag die Autobahn München – Salzburg für beide Fahrspuren sowohl in Fahrtrichtung Salzburg als auch in Fahrtrichtung München geöffnet werden kann.

Reparaturarbeiten an der A8 bei Grabenstätt

Damit kann die Autobahn in Fahrtrichtung München statt wie ursprünglich angekündigt Ende Juni bereits ab Samstag wieder mit allen Fahrspuren befahren werden. An der Anschlussstelle Grabenstätt wird die Ausfahrt aus München kommend und die Einfahrt in Fahrtrichtung Salzburg geöffnet. Die anderen Fahrbeziehungen an der Anschlussstelle bleiben bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten bis voraussichtlich Ende Juni geschlossen. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten die benachbarten Anschlussstellen Bergen und Übersee zu benutzen.

Bauarbeiten an der A8

In Fahrtrichtung München wird noch bis Ende Juni direkt neben dem fahrenden Verkehr an der Wiederherstellung des Autobahndammes und der Entwässerungsleitungen gearbeitet. Daher wird dieser Bereich in der Geschwindigkeit auf 80 km/h beschränkt.

Baden kann lebensgefährlich sein:

Nach dem Starkregen und dem anschließenden Hochwasser in der Region werden Wassersportlicher um Vorsicht gebeten. Im Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim geht man davon aus, dass die Gewässer, insbesondere der Chiemsee und der Simssee, aus mikrobiologischer Sicht sehr wahrscheinlich derzeit nicht geeignet sind darin zu baden.

Hinzu kommt das Treibgut im Wasser. Es kann Schwimmer in Lebensgefahr bringen und an Segelbooten oder anderen Wasserfahrzeugen erhebliche Schäden verursachen. In weiterer Folge würden sich auch die Retter der Wasserwacht oder der DLRG bei ihren Einsätzen erheblichen Risiken aussetzen.

Ein generelles Schwimmverbot wird es nicht geben, trotzdem werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, die Gewässer zu meiden.

Stadt und Landkreis Rosenheim:

Prienavera noch über das Wochenende geschlossen

Obwohl das Prienavera dank des Einsatzes der Feuerwehr von einem Wassereintritt komplett verschont blieb und betriebsfähig ist, lässt die Belastung des Abwasserkanals, die noch im Maximalbereich liegt, eine schnelle Wiedereröffnung nicht zu.

Nach einem vor-Ort-Termin im Prienavera Erlebnisbad mit Vertretern von Feuerwehr, Abwasserzweckverband sowie Bauamt, Wasserwerk und Geschäftsleitung der Marktgemeinde entschied die Geschäftsführung der Priener Tourismusgesellschaft (PTG) heute Mittag, das Erlebnisbad bis einschließlich kommenden Montag, 10. Juni geschlossen zu halten. Am Dienstag, 11. Juni sind Erlebnisbad und Sauna wieder geöffnet.

Die Aufräum- und Reinigungsarbeiten im Strandbad des Prienavera werden – abhängig vom Pegelstand des zurückgehenden Hochwassers – voraussichtlich noch länger andauern. Die Nutzung der Liegewiese und des Badebereichs am See ist bis dahin aus Gründen der Sicherheit und Hygiene nicht möglich.

Die Priener Tourismusgesellschaft bittet alle Badegäste herzlich um Verständnis. Das Hallenbad BernaMare in Bernau und die Chiemgau Thermen Bad Endorf haben geöffnet und freuen sich über Besucher.

Pressemitteilung Priener Tourismus GmbH

"Panorama Schwaig" wieder frei:

Ab Freitagmittag (ca. 13 Uhr) wird die St 2362 zwischen dem Schwaiger Kreisel und der Panoramakreuzung wieder für den wechselseitigen Verkehr mit einer geringen Fahrbahneinengung geöffnet.

Der Geschwindigkeitstrichter auf 30 km/h und die Lichtzeichenanlage mit gelben Blinklicht bleiben jedoch aus Sicherheitsgründen noch bis Anfang nächster Woche bestehen.

Wasserwirtschaftsamt beginnt mit Instandsetzung der Deiche

Auch an den Uferböschungen – hier im Bereich der Wendelsteinstraße – sind erhebliche Schäden zu verzeichnen.

Bereits am kommenden Montag wird das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim im Bereich Kolbermoor mit der Instandsetzung der Hochwasserschäden an den bisher noch nicht sanierten Deichen und Uferböschungen beginnen. „Als erste und dringendste Maßnahme müssen wir Bäume, die die Stabilität der durch das Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogenen Deiche gefährden, entfernen.“ teilte Behördenleiter Paul Geisenhofer mit. Die Deichstrecken im Bereich des Schwarzen Weges und der Wendelsteinstraße wurden stark durchsickert und teilweise sogar überströmt. Der Bewuchs schwächt die Standsicherheit der Deiche und würde die weiteren technischen Instandsetzungsmaßnahmen verhindern. Betroffen ist auch der Böschungsbewuchs im Abflussquerschnitt der Mangfall. Werden solche Bäume von der Strömung mitgerissen, entstehen erhebliche Verklausungsgefahren an den Brücken und gefährliche Schäden an den Uferböschungen (vgl.Foto).

Besonders stark geschädigt wurde der Deich am linken Ufer zwischen den Brücken.

„Auch wir bedauern die Heftigkeit des notwendigen Eingriffs jetzt mitten in der Vegetationszeit“ betonte Geisenhofer. Das Amt habe bei Holzungsmaßnahmen bisher immer versucht, die Belange des Naturschutzes, der Fischerei und des Ortsbildes mit den Sicherheitsanforderungen in Einklang zu bringen. Die eingetretenen Schäden und die örtliche Situation lasse dem Amt aber keine Wahl. Allerdings hätte ein Großteil des Bewuchses bei der anstehenden Hochwasserschutzmaßnahme in absehbarer Zeit ohnehin entfernt werden müssen. Im Rahmen der im Bauabschnitt 4 geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen werden Ausbuchtungen in der Hochwasserschutzmauer vorgesehen, in denen wieder Großbäume gepflanzt werden.

Das Wasserwirtschaftsamt bittet die Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger die Arbeiten nicht zu behindern, sich von den Gefahrenbereichen fernzuhalten und die Absperrungen strikt zu beachten. Die Maßnahmen werden in circa zwei Wochen abgeschlossen.

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Rosenheim

Noch 50 Häuser ohne Strom:

SERVICE:

Alle Spendenkonten im Überblick

Nach Instandsetzung der Straßenverteilung sind in den Rosenheimer Hochwassergebieten noch 45 Ein- und fünf Mehrfamilienhäuser ohne elektrischen Strom, melden die Stadtwerke. Bis Freitagabend sollen aber fast alle Haushalte wieder versorgt werden, verspricht Simon Ramsauer, Bereichsleiter für den Netzbetrieb der Stadtwerke und Koordinator für die Instandsetzung des Stromnetzes. „Bei vier Häusern wird sich der Anschluss verzögern, weil die Besitzer verreist sind, bei einem weiteren Haus überbrücken wir durch eine Notversorgung“, berichtet Ramsauer.

In den ehemals überschwemmten Gebieten Schwaig, Oberwöhr und Aisingerwies hätten die Werke seit vorgestern bereits 333 Hausanschlüsse einzeln und vor Ort wieder in Betrieb nehmen können, so Ramsauer. Die meisten Betroffenen wohnen nach Angaben der Stadtwerke im Stadtteil Oberwöhr, wo die Versorgungsinfrastruktur besonders geschädigt worden ist.

Sperrmüllsammlung ausgeweitet:

Der Landkreis weitet die Sperrmüllsammlung für den durch das Hochwasser zerstörten Hausrat aus. Bis zum 15. Juni können Betroffene den verunreinigten Sperrmüll bei den gemeindlichen Wertstoffhöfen abgeben. Um Missbrauch zu vermeiden, werden die abgegebenen Gegenstände dokumentiert.

Jenbachtalstraße bleibt weiter gesperrt:

Die Jenbachtalstraße in Bad Feilnbach bleibt auch weiterhin für Fahrzeuge aller Art gesperrt. Teile der Straße und des Hangs sind im Zuge der langanhaltenden Regenfälle abgerutscht. Lediglich für Fußgänger ist die Strecke bis zur Wirtsalm geöffnet. Wie lange die Sperre anhält, ist derzeit noch nicht absehbar.

251 Betroffene beantragten Soforthilfe:

Viele Betroffene nahmen am ersten Tag die Soforthilfe des Freistaats in Anspruch. Bis zum späten Nachmittag gingen allein bei der Stadt Rosenheim 251 Anträge ein. Die Stadt erweitert dafür ihre Öffnungszeiten: am heutigen Freitag bleibt das Rathaus bis 17 Uhr geöffnet und auch am Samstag können von 8 bis 13 Uhr Anträge eingereicht werden.

Ausgezeichnete Wasserqualität:

Die Stadtwerke haben indes eine gute Nachricht für die Bürger: Trotz der starken Regenfälle ist das Trinkwasser in einwandfreiem Zustand. Am Dienstag wurden Proben entnommen, die die ausgezeichnete Wasserqualität bestätigten.

Stadt und Landkreis Mühldorf:

840 Kräfte im Einsatz:

Nachdem am Sonntag, 2. Juni, um 13:27 Uhr der Landkreis Mühldorf wegen langanhaltender Regenfälle den Katastrophenfall ausgerufen hatte, wurde dieser nach der Entspannung der Hochwasserlage von Inn, Isen und Rott am Montag, 3. Juni, um 9:30 Uhr aufgehoben. Mehrere Straßen mussten wegen Überflutungen gesperrt werden. Vom Hochwasser betroffen waren die Gemeinden entlang von Inn, Isen und Rott. Im Einsatz waren insgesamt rund 840 Kräfte, davon etwa 730 der Freiwilligen Feuerwehren sowie weitere 62 des Technischen Hilfswerks (THW), 30 des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und 19 der Führungsgruppe Katastrophenschutz. Darüber hinaus waren von den Feuerwehren im Raum Haag am Sonntag 40 Mann in Tittmoning im Hochwassereinsatz.

„Die entstandenen Schäden durch das Hochwasser sind bisher noch nicht abzusehen, aber was feststeht, ist, dass sich die Schäden dank der vorbeugenden Hochwasserschutzmaßnahmen und dank des engagierten und beherzten Eingreifens aller Helferinnen und Helfer in Grenzen halten und nicht in so großem Ausmaß vorhanden sind, wie befürchtet“, zieht Landrat Georg Huber Bilanz.

1200 Meter Sandsack-Damm in Neumarkt-St. Veit:

Im Bereich Neumarkt-Sankt Veit wurden laut Kreisbrandinspektor Harald Lechertshuber von der Feuerwehr in 36 Stunden 283 Einsatzkräfte aufgeboten und 1.200 Meter Sandsackdämme gebaut. Der Gemeindebereich Hörbering erforderte bei steigenden Pegeln an sieben Gebäuden einen Sandsackdamm. In der Birkenstraße und Hörberingerstraße schützten die Feuerwehren 56 Gebäude vor den Wassermassen. Die Kläranlage in Neumarkt-Sankt Veit, die vom Hochwasser erfasst wurde, konnte erfolgreich wieder trockengelegt werden. „Eine Trocknung des Technikraumes war hier notwendig, um eine Wiederinbetriebnahme der Anlage zu gewährleisten“, so Harald Lechertshuber. Er zieht „grundsätzlich für den gesamten Einsatz eine sehr positive Bilanz“ und betont die gelungene Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Rettungsorganisationen und den Behörden. „Sehr positiv ist auch die Unterstützung des Städtischen Bauhofes der Stadt NeumarktSankt Veit und die unkomplizierte Bereitstellung von Baufahrzeugen privater Bauunternehmer zu erwähnen“, resümiert Harald Lechertshuber. Eine notwendige Verbesserung sieht er allerdings in der Akzeptanz der Helferinnen und Helfer in der Bevölkerung: „Es wäre wünschenswert, dass Absperrungen und Hinweise der Einsatzkräfte ohne bösartige Beschimpfungen befolgt würden.“

"Sind mit blauem Auge davongekommen":

„Der Landkreis Mühldorf ist mit einem blauen Auge davon gekommen“, so Kreisbrandrat Karl Neulinger zu den Einsätzen im Bereich Inn und Isen. „Feuer ist unser Feind, Wasser nicht immer ein Freund.“ Auch er hebt die gute Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen im Landkreis hervor und erwähnt die „Unterstützung der Arbeit durch die betroffenen Gemeinden.“ Allein in Aschau seien etwa 20.000 Sandsäcke gefüllt worden, weshalb sich „die durch die Kreissparkasse Mühldorf und der Stadt Mühldorf beschafften Sandsackabfüllmaschinen bestens bewährt“ haben.

Georg Marchner, Leiter der Polizeiinspektion Waldkraiburg, freut sich ebenfalls über einen gelungenen Einsatz im Katastrophenfall: „Die Qualität der Zusammenarbeit und des Umgangs miteinander war hervorragend, ebenso die vorhandene Motivation aller Beteiligten.“ Weniger erfreulich sei die Bilanz des ansteigenden Katastrophen-Tourismus: „Der Katastrophen-Tourismus in seiner heutigen Form ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagt Georg Marchner. „Ich appelliere intensiv an alle Mitmenschen, die Hilfskräfte bei Ihren Einsätzen nicht zu behindern“, ergänzt Landrat Georg Huber. Dem Appell pflichten auch Kreisbrandrat Karl Neulinger, und Kreisbrandinspektor Harald Lechertshuber bei: „Manche Personen sollten sich fragen, ob ihr Katastrophentourismus nicht nur sie selbst, sondern auch andere gefährdet“, bringt es Harald Lechertshuber auf den Punkt. Karl Neulinger weist zusätzlich darauf hin, die Arbeit der Hilfskräfte nicht durch falsch geparkte Autos zu behindern.

"Schäden dokumentieren und der Gemeinde melden":

Auf den Hochwasser-Katastrophenfall folgen die Schäden. „Die Bayerische Staatsregierung hat uns über die Regierung von Oberbayern finanzielle Mittel zur Hilfe für unsere geschädigten Bürgerinnen und Bürger, Betriebe, Organisationen und Gemeinden bereits zugesagt und zur Verfügung gestellt“, so Landrat Georg Huber. „Ich bitte in diesem Zusammenhang alle Geschädigten, die Schäden zu dokumentieren und an ihre jeweilige Gemeinde mitzuteilen.“ Ein besonderer Dank gilt laut Landrat Georg Huber der Bayerischen Staatsregierung: „Ich möchte mich ganz herzlich für die schnelle und unbürokratische Hilfe bedanken. Ich bin mir sicher, dass wir die Hochwasserkatastrophe und deren Folgen gemeinsam gut meistern werden.“

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Stadt und Landkreis Traunstein:

17 Millionen Schaden im Landkreis:

Laut erster grober Schadensschätzung werden die Gesamtkosten im Landkreis Traunstein mit rund 17 Millionen Euro beziffert. Das Landratsamt hat vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen einen Betrag von 1 Million Euro für die Auszahlung des Sofortgeldes (für Ersatzbeschaffung von durch das Hochwasser zerstörten Hausrat oder Betriebsvermögen) bereits erhalten.

Um den Betroffenen rasch und unbürokratisch helfen zu können, wurde die Auszahlung des Sofortgeldes an die Kommunen delegiert. Hierdurch wird sichergestellt, dass aufgrund derspezifischen Ortskenntnisse und auch der Kenntnis über die wirtschaftlichen Verhältnisse schnellstmöglich die Hilfe auch ankommt.

Bahnstrecke Traunstein - Ruhpolding wieder frei:

Die Bahnstrecke Traunstein – Ruhpolding ist seit dem heutigen Freitag wieder befahrbar. Auf dieser Strecke lagen zuvor Bäume auf den Gleisen und es bestand Hangrutschgefahr, so ein Bahnsprecher. Die Strecke München – Salzburg bleibt noch bis einschließlich Montag, 10. Juni, gesperrt. Während der Sperrung verkehren zwischen Traunstein und Übersee Ersatzbusse. Aktuell wird in diesem Bereich die unterspülte Brücke repariert.

Stechmücken soll es an den Kragen gehen:

Den Stechmücken soll es jetzt in ganz Bayern an den Kragen gehen. Das jedenfalls fordert der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner in einem im Landtag eingebrachten Dringlichkeitsantrag. „Nach der Hochwasserkatastrophe am Wochenende, ist in weiten Teilen Bayerns mit einer massiven Belastung durch Stechmücken zu rechnen“, begründet Steiner seine Initiative.

Durch die großflächigen Überschwemmungen und die warmen Temperaturen in den nächsten Tagen, würden sich die Stechmücken explosionsartig vermehren, prognostiziert der Abgeordnete. Ziel des Antrags ist es in allen gefährdeten Gebieten das Eiweißmittel BTI unbürokratisch einsetzen zu können.

Verwüstete Äcker bereiten Bauern große Sorgen:

Die Äcker und Flure im Achental wurden beim Hochwasser weitestgehend zerstört. Schlamm, Geröll und Holz bedecken weite Teile und machen damit gerade den Bauern zu schaffen: Viele müssen sich Sorgen machen, wie sie ausreichend Futter für ihre Tiere erwirtschaften können.  Anton Kreitmair, der oberbayerische Präsident des Bauernverbands, machte sich nun ein Bild der Lage und besuchte Landwirte in der Region. Er sicherte seine Unterstützung zu. In welcher Form die Hilfe die Landwirte erreicht, steht allerdings noch nicht fest.

Landkreis Berchtesgadener Land:

B20 bei Freilassing komplett gesperrt

Zu einer Totalsperre zwischen Freilassing Mitte und Nord ist es heute Nachmittag auf der B20 gekommen. Bei einer Brücke ist die Fahrbahn eingebrochen. Die Brücke wurde vermutlich bei dem Hochwasser so stark unterspült, dass jetzt die Fahrbahn nachgegeben hat. Wo die Straße war, klafft jetzt ein bis zu vier Meter tiefes Loch. Zum Glück wurde der Schaden rechtzeitig erkannt und die Straße sofort für den gesamten Verkehr gesperrt.

Service:

Die Sperre dauert bis mindestens Mittwoch, 11. Juni. Ortskundigen Autofahren wird empfohlen, möglichst weiträumig auszuweichen. Eine örtliche Umleitung ist aber eingerichtet.

Hochwasser-Spendenkonto des Landkreises Berchtesgadener Land

Die Hochwasserkatastrophe vom 2. und 3. Juni hat im Landkreis Berchtesgadener Land enorme Schäden verursacht. Viele betroffene Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden dadurch schwer geschädigt.

Landrat Georg Grabner hat deshalb für den Landkreis Berchtesgadener Land ein Spendenkonto einrichten lassen und bittet die Bevölkerung um Unterstützung der hochwassergeschädigten Menschen im Landkreis Berchtesgadener Land.

Das Spendenkonto des Landkreises Berchtesgadener Land mit der Kontonummer 505 ist eingerichtet bei der Sparkasse Berchtesgadener Land (BLZ 710 500 00). Stichwort: Hochwasserhilfe BGL.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Hochwasserbilanz & aktuelle Lage in Freilassing:

Die Stadt Freilassing hat heute eine Pressekonferenz zur Hochwasserkatastrophe abgehalten. Dabei zog Bürgermeister Josef Flatscher eine Bilanz und gab Auskunft über die aktuelle Lage. Zum ausführlichen Artikel mit Video.

Keine Straßensperren mehr:

Alle Straßensperren in Freilassing sind ab sofort aufgehoben. Außerdem teilte die Stadt Freilassing mit: Die Versorgung mit Essen für die vom Hochwasser Betroffenen findet noch am Freitag, 7. Juni, von 12-14 Uhr im Rathaussaal statt.

Bürgertelefon bleibt erreichbar:

Das Bürgertelefon der Stadt Freilassing ist über das Wochenende unter der Nummer 08654 / 6309-123 erreichbar.

Stromversorgung kommt langsam wieder in Gang:

Energieversorger E.ON hat in den betroffenen Gebieten Baustromkästen eingerichtet, von denen sich die Haushalte vorerst mit Strom für das Nötigste versorgen können. Diese Stromkästen ersetzen nicht die reguläre Stromversorgung! Die Häuser werden erst dann ans Stromnetz angeschlossen, wenn ein vom Hauseigentümer beauftragter Elektriker die Unbedenklichkeit des hausinternen Stromnetzes bestätigt. Im Heideweg sind einige Anwesen schon wieder an das Stromnetz angeschlossen. Die Mühlbachstraße ist auch schon überwiegend am Netz.

1.500 Euro Soforthilfe für Hochwasseropfer:

Betroffene des Hochwassers können ab sofort auf der Homepage des Landratsamtes ein Formular runterladen (www.lra-bgl.de), um eine Soforthilfe in Höhe von 1.500 Euro pro Haushalt zu beantragen. Die Formulare können auch im Rathaus abgeholt werden!

Jungadler stirbt an Folgen des Hochwassers

Auch im Nationalpark Berchtesgaden hat das Hochwasser seine Spuren hinterlassen, auch wenn sie sich hier in Grenzen halten. So hat vor allem die Gegend rund um das Klausbachtal unter den Wassermassen gelitten. Die Tier- und Pflanzenwelt hätte das Hochwasser im Großen und Ganzen gut verkraftet, allerdings ist ein Jungadler aufgrund des Hochwassers an Unterkühlung gestorben, so der Stellvertretender Bereichsleiter Parkmanagement Peter Niederberger.

redro24/mw/rr/OVB-Heimatzeitungen/diverse Pressemitteilungen

Quelle: rosenheim24.de

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