Großschleusungen ums Inntaldreieck reißen nicht ab!

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Landkreis - Mit zunehmender Häufigkeit stellen die Rosenheimer Bundespolizisten derzeit vor allem rund um das Inntaldreieck (A8 und A93) großangelegte Schleusungen fest.

Großaufgriffe mit 25, 49 oder 85 geschleusten Personen - zumeist aus Syrien - sind längst keine Seltenheit mehr. Im Monat September hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim bisher 420 unerlaubte Einreisen im gesamten Zuständigkeitsbereich verzeichnet.

Zuletzt befanden sich am Donnerstag (19. September) b74 Flüchtlinge und ihre fünf mutmaßlichen Schleuser in den Diensträumen der Inspektion. Fahnder der Landespolizei hatten auf Höhe Bad Feilnbach in den frühen Morgenstunden einen italienischen Reisebus angehalten. Das Szenario erinnerte an den erst zwei Tage zuvor festgestellten Doppeldeckerbus mit 85 Flüchtlingen. Diesmal war der Reisebus allerdings „nur“ mit 49 Flüchtlingen, vorwiegend Staatenlosen palästinensischer Herkunft, besetzt. Unter ihnen waren auch 10 Syrer, die zwar ihre Pässe, aber nicht das erforderliche Visum vorweisen konnten. Die übrigen Personen führten keine Ausweisdokumente mit. Die beiden Fahrer, ein Italiener und ein Rumäne, gaben an, der Chef des Reisebusunternehmens habe sie die Gruppe in einem italienischen Kurort abholen lassen und den Fahrauftrag bis Kopenhagen erteilt. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um das selbe Fahrunternehmen wie am Dienstag.

Rund sechs Stunden nach dem ersten gelang den Schleierfahndern ein weiterer Großaufgriff. Diesmal zogen die Beamten drei Pkw mit italienischer Zulassung zwischen Inntaldreieck und der Anschlussstelle Holzkirchen aus dem Verkehr. Die Fahrzeuge fuhren in Kolonne. Insgesamt 25 Syrer waren mit ihren drei mutmaßlichen Schleusern marokkanischer Herkunft offenbar auf dem Weg nach München. Für ihre Reise von Neapel (Italien) aus hatten sie bis zu 300 Euro pro Person an die Schlepper gezahlt. Die Marokkaner befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Versorgung der Flüchtlinge mit Essen wird durch die Stadt Rosenheim sichergestellt. Für die vorübergehende Unterbringung in der Turnhalle der Rosenheimer Bundespolizei wurden 80 Feldbetten aus München organisiert. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen werden die Familien an die Münchner Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Allein in den vergangenen sieben Tagen blieben 236 unerlaubt eingereiste Ausländer im Fahndungsnetz hängen - und der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab.

Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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