Unwetterwarnung aufgehoben - Bahnchaos klingt ab

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An den Bahngleisen bei Aßling waren am Donnerstag zwei Reparaturzüge der Bahn im Einsatz - die Oberleitungen wurden durch Orkan "Niklas" beschädigt.
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Landkreis - Die Auswirkungen von Orkan "Niklas" sind auch am Gründonnerstag noch spürbar. Das Bahnchaos wird inzwischen kleiner - der Deutsche Wetterdienst hebt die Unwetterwarnung auf:

SERVICE:

>>> Bahnstörungen: www.der-meridian.de, Deutsche Bahn, Bayerische Oberlandbahn

>>> Verkehrsmeldungen: rosenheim24.de, innsalzach24.de, chiemgau24.de, bgland24.de

Update 19.25 Uhr: DWD hebt Unwetterwarnung auf

Die Unwetterwarnung vor Orkanböen, ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag, 02.04.15, 11 Uhr, werden für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land am Donnerstag, 02.04.15, 19.16 Uhr aufgehoben.

UPDATE 18.15 Uhr: Die Lage auf den Schienen

Mit Hochdruck wird an der Beseitigung der Sturmschäden zwischen Grafing Bahnhof und Rosenheim gearbeitet. Die Bahn wird bis zum heutigen Donnerstagabend ein Gleis wieder frei bekommen. Dann können zumindest die Züge des Fernverkehrs Richtung Salzburg und Kufstein wieder durchgehend von München aus fahren. Solange die Meridian-Züge nicht verkehren, halten die Fernverkehrszüge der DB am Karfreitag auch in Grafing Bahnhof und Aßling. Spätestens zum Abend des Karfreitags steht auch das zweite Gleis zur Verfügung, so dass die Meridian-Züge wieder komplett durchfahren können.

An den Bahngleisen bei Aßling waren am Donnerstag zwei Reparaturzüge der Bahn im Einsatz.

Am Donnerstag haben zwei Reparaturzüge bei Aßling die Oberleitungen wieder aufgezogen. Auf beiden Gleisen nach München lagen teilweise sieben Bäume- als sie umstürzten, rissen sie Teile der Oberleitung ab.

Noch gesperrt sind die von Meridian- bzw. BOB-Zügen befahrenen Streckenabschnitte Rosenheim – Holzkirchen und Holzkirchen – Solln. Ansonsten ist das BOB-Netz südlich von Holzkirchen frei befahrbar.

Auf den Bahnstrecken der Südostbayernbahn gibt es keine Einschränkungen mehr durch Sturmschäden. Hier ist aber zu berücksichtigen, dass auf mehreren Streckenabschnitten rund um den Bahnhof Mühldorf an den Ostertagen schon lange geplante Bauarbeiten stattfinden. Dort fahren Busse im Schienenersatzverkehr.

Die Bahn empfiehlt den Fahrgästen, sich vor Fahrtantritt im Internet unter www.bahn.de/aktuell oder der Service-Nummer 0800 6 99 66 33 zu informieren.

Pressemeldung Deutsche Bahn/bp

UPDATE 14.40 Uhr:

An der Ortsausfahrt von Hohenthann in Richtung Schönau hat sich gegen 13 Uhr ein Unfall ereignet. Ein Lkw ist wohl von einer Windböe erfasst worden und hat sich quer über die Fahrbahn gelegt.

Die Straße ist blockiert. Feuerwehr und Polizei sind vor Ort. Die Beamten leiten den Verkehr um.

UPDATE, 14.35 Uhr:

Strecke Aßling-Grafing nicht passierbar

Nach neusten Informationen ist die Strecke Aßling-Grafing bis mindestens Freitagabend noch nicht passierbar. Die Aufräumarbeiten nach Orkan Niklas sind noch nicht beendet.

Die Verbindung Rosenheim-Aßling sei allerdings intakt. Allerdings wird sowohl hier als auch bei anderen Strecken daraufhin gewiesen, dass ein Wechsel zwischen Bahn und Schienenersatzverkehr durchaus nötig ist.

UPDATE, 14 Uhr:

Ein Gleis zwischen Aßling und Grafing bis zum Abend frei?

Mit Hochdruck wird an der Beseitigung der Sturmschäden zwischen Grafing-Bahnhof und Rosenheim gearbeitet. Zwischen Rosenheim und Aßling kann inzwischen wieder gefahren werden. Die Bahn hofft, bis zum Abend ein Gleis zwischen Aßling und Grafing wieder frei zu bekommen. Solange fahren für Kunden des Fernverkehrs und des Meridian noch SEV-Busse.

UPDATE, 13.25 Uhr:

SOB-Strecken wieder befahrbar:

Auf den Bahnstrecken der Südostbayernbahn gibt es nun keine Einschränkungen mehr durch Sturmschäden. Hier ist aber zu berücksichtigen, dass auf mehreren Streckenabschnitten rund um den Bahnhof Mühldorf an den Ostertagen schon lange geplante Bauarbeiten stattfinden. Dort fahren Busse im Schienenersatzverkehr.

UPDATE, 13.10 Uhr:

Orkan hatte Stopp-Schild weggeblasen - Unfall:

Am Donnerstagvormittag fuhr ein 74-Jähriger in Wasserburg von der Abraham-Megerle-Straße unter Missachtung der Vorfahrt in die Münchner Straße ein. Dabei stieß er mit einem 46-jährigen Mann aus Weyarn zusammen, der mit einem Volvo auf der Vorfahrtstraße unterwegs war. Beide Autos mussten abgeschleppt werden.

Bemerkenswert an diesem Crash ist, dass der Unfall wohl Orkan "Niklas" zu verdanken war. Der dürfte das Stopp-Schild an der Einfahrt zur Münchner Straße einfach "weggeblasen" haben.

UPDATE, 12.05 Uhr:

Bahnstrecke Prien - Aßling wieder frei:

Das Bahnchaos wird langsam, aber sicher kleiner: Die Streckensperre zwischen Grafing und Prien am Chiemsee wurde jetzt teilweise wieder aufgehoben. Zwischen Prien und Aßling können nun wieder Züge fahren! Lediglich zwischen Aßling und Grafing gibt es noch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen.

Sperre Rosenheim - Kufstein aufgehoben:

Auch die zwischenzeitlich gesperrte Strecke zwischen Rosenheim und Kufstein ist nun wieder befahrbar. Die Trasse Rosenheim - Holzkirchen bleibt dagegen wohl bis nach Ostern gesperrt!

UPDATE, 12 Uhr:

Anhänger kippt nach Böe in Gegenverkehr:

Am Mittwochnachmittag fuhr ein 38-jähriger Haiminger mit seinem Pkw plus Anhänger auf der Kreisstraße AÖ6 von Kastl Richtung Unterneukirchen.

Etwa auf Höhe Dorfen kippte sein Anhänger auf Grund einer heftigen Windböe auf die Gegenfahrbahn und stieß dort gegen eine im selben Moment entgegenkommende 51-jährige Pkw-Lenkerin aus Burghausen. Dabei wurde die 51-Jährige leicht verletzt.

Baum stürzt auf B299 - Auto überschlägt sich:

Am Abend fuhr ein 50-Jähriger auf B299 in Richtung Garching/Alz. Im Harter Wald stürzte vor ihm auf Grund des heftigen Sturmes ein Baum quer über die Straße. Der 50-Jährige konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und prallte frontal gegen den Baum. Anschließend überschlug sich der Pkw und kam rechts von der Straße auf dem Fahrzeugdach zum Liegen.

Der 50-Jährige wurde dabei leicht verletzt und kam mit dem Rettungsdienst ins Kreisklinikum Altötting. Der Schaden beträgt etwa 10.000 Euro.

UPDATE, 11.45 Uhr:

Heikle Lawinensituation in den Alpen:

Sturmtief Niklas hat nicht nur im Flachland und in den Mittelgebirgen seine Spuren hinterlassen. Im Hochgebirge haben die extrem starken Winde und teils großen Schneefälle zu einer deutlichen Erhöhung der Lawinengefahr geführt. In weiten Teilen der Ostalpen herrscht große Lawinengefahr.

Besonders heikel an dieser Situation: Am morgigen Karfreitag, aber auch ab Sonntag kündigen die Wetterdienste gutes Wetter an. Viele Bergsportlerinnen und Bergsportler werden die freien Tage also für Unternehmungen nutzen. Touren abseits gesicherter Pisten und Wege erfordern derzeit jedoch große Erfahrung.

Der DAV rät dazu, nur auf flachen vielbegangenen Touren unterwegs zu sein und auf steile Varianten zu verzichten. Steilhänge ab 30 Grad Hangneigung und eingewehte Rinnen und Mulden aller Himmelsrichtungen sind also zu meiden und weiträumig in flachem Gelände zu umgehen. Im Zweifelsfall ist es besser, die Tour zu beenden als ein zu großes Risiko einzugehen.

UPDATE, 11.10 Uhr:

DWD erneuert Unwetterwarnung:

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Unwetterwarnung für Hochlagen über 1.500 Meter soeben noch einmal erneuert. In den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land können bis einschließlich Donnerstag, 21 Uhr, Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten bis 150 km/h auftreten.

Deswegen sollten Gegenstände im Freien entsprechend gesichert werden. Es wird vor entwurzelten Bäumen und herabfallenden Dachziegeln oder Ästen gewarnt. Es können auch schwere Schäden an Gebäuden auftreten.

UPDATE, 11 Uhr:

Bahnstrecke Rosenheim - Kufstein gesperrt:

Nächste Hiobsbotschaft für alle Bahnfahrer: Derzeit ist nun auch die Strecke zwischen Rosenheim und Kufstein wegen eines Oberleitungsschadens gesperrt. Wann der Fahrbetrieb wieder aufgenommen werden, ist derzeit noch unklar.

UPDATE, 10.55 Uhr:

SOB bezieht Stellung zu Schienenersatzverkehr:

Am Dienstagnachmittag warteten die Fahrgäste am Münchner Ostbahnhof vergeblich auf die Südostbayernbahn, ehe sie nach Stunden erfuhren, dass sie mit der U-Bahn nach Riem fahren müssen, um von dort aus mit Bussen nach Markt Schwaben zu fahren. Erst ab Markt Schwaben fuhr wieder ein Zug.

Die SOB erklärte gegenüber innsalzach24.de, dass man am Dienstag wegen der gesperrten Straßen rund um München zuerst habe schauen müssen, wo der Schienenersatzverkehr fahren könne. Zudem habe kein Busunternehmen Busse in der Hinterhand, "die in einer Sekunde auf die andere angefordert werden können", so eine SOB-Sprecherin. Die Busse vom Schienenersatzverkehr zwischen Mühldorf und Ampfing hätte man nicht einfach so abziehen können.

Die Sprecherin räumte zugleich ein, dass die Krisenkommunikation "gestört" gewesen sei. Die SOB wollte eigentlich Informationen zum Schienenersatzverkehr über die Online-Auskunft bekannt geben. Die Server seien aber so überlastet gewesen, dass man keine Hinweise mehr habe einspielen können, so die Sprecherin.

UPDATE, 9 Uhr:

S-Bahn-Verkehr weiterhin beeinträchtigt:

Auch am Donnerstag kommt es wegen der Sturmschäden immer noch zu erheblichen Beeinträchtigungen beim Fahrbetrieb der S-Bahn in München. Unsere Kollegen von TZ erklären HIER, wo und wann die Züge genau unterwegs sind.

UPDATE, 8.30 Uhr:

Strecke München - Markt Schwaben wieder frei:

Die Strecke München - Markt Schwaben ist seit Donnerstagmorgen, 6 Uhr, wieder befahrbar. Es ist mit keinen bzw. nur noch geringen Auswirkungen zu rechnen. Der Schienenersatzverkehr zwischen Ampfing und Mühldorf bleibt weiterhin bestehen! Das gab die Südostbayernbahn soeben bekannt.

UPDATE, 7.40 Uhr:

Schienenersatzverkehr überlastet:

Der Meridian hat am Abend seinen Schienenersatzverkehr einstellen müssen. Laut Radio Charivari hatten auch andere Eisenbahnunternehmen auf den SEV des Meridian hingewiesen. Daraufhin hatte sich die Zahl der Reisenden, der per Bus von Grafing weiterreisen wollten, vervielfacht. Die Sicherheit der Fahrgäste sei nicht mehr gewährleistet gewesen, so Radio Charivari weiter.

Inzwischen gab der Meridian auf seiner Homepage bekannt, dass der Schienenersatzverkehr ab Grafing durch Fern- und S-Bahn-Reisende überlastet ist. Der Meridian bittet darum, auf andere Transportmittel umzusteigen oder Fahrten zu vermeiden.

UPDATE, 7.20 Uhr:

Bahnstrecke Rosenheim - Holzkirchen weiter gesperrt:

Die Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen ist voraussichtlich noch für mehrere Tage gesperrt. Seit dem Betriebsstart am 2. April pendelt ein Bus zwischen Rosenheim und Holzkirchen ohne feste Fahrzeiten.

Ab Holzkirchen verkehrt ein weiterer Bus-Pendelverkehr nach München-Hauptbahnhof. Diese Busverbindung wird durch einen Express-Bus bedient, andere Haltestellen können leider nicht bedient werden.

Momentan können die Fahrplanzeiten nicht eingehalten werden. Die Bayerische Oberlandbahn rät dringend dazu, Reisen zu verschieben oder dafür auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

UPDATE 6.35 Uhr:

Mann war vier Stunden unter Baum eingeklemmt:

Ein 67-jähriger Mann wollte am Mittwoch alleine in seinem Waldstück die Nachwehen des Sturmes beseitigen. Hierzu fällte er den ersten Baum, dessen Krone schon durch den starken Wind abgebrochen war. Doch leider fiel der Baum trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht in die gewünschte Richtung, sondern direkt auf den Mann. Dieser blieb für etwa vier Stunden unter dem Baum eingeklemmt, bis ihn sein Sohn fand.

Der Mann wurde durch die Feuerwehr befreit und mit mittelschweren Verletzungen mit dem Hubschrauber ins Klinikum Rosenheim geflogen. Durch die lange Liegezeit und den unerbittlichen, kalten Wind hatte er nur noch eine Körpertemperatur von etwa 31 Grad Celsius.

Lkw-Unfall sorgt für lange B15-Sperre:

Am Dienstag, gegen 13 Uhr, erfasste auf der B15 kurz vor Rott eine Windböe einen Lkw mit Anhänger. Das Gespann wurde umgeworfen und rutschte eine etwa fünf Meter tiefe Böschung hinunter. Der Fahrer blieb unverletzt und konnte sich selbst aus der Fahrerkabine befreien. Aufmerksame Verkehrsteilnehmer leisteten Hilfe und regelten den Verkehr bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Im Zuge dieser Verkehrsregelung wurde ein weiterer Lkw von einer Windböe erfasst und gegen den Wagen eines Ersthelfers gedrückt. Auch hier blieb es zum Glück bei Sachschäden.

Die Bergung des auf der Seite im Graben liegenden Lkw gestaltete sich schwierig und aufwändig. Der immer noch starke und böige Wind verhinderte ein einfaches Aufstellen, da die Kräne ebenfalls umzustürzen drohten. Daher musste die Ladung abgeladen werden und der Planen-Aufbau entfernt werden. Die B15 musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Eine Umleitung wurde durch die Freiwillige Feuerwehr gewährleistet.

Schechen : Sattelzug vom Wind verweht

UPDATE, 6.30 Uhr:

Sturmböe warf Auto samt Anhänger um:

Am Dienstag, gegen 17.45 Uhr, befuhr ein 69-jähriger Fahrer mit seinem Auto und Anhänger die Bundesstraße von Freilassing nach Piding. Kurz vor Piding zwang plötzlich der Seitenwind das Fahrzeuggespann auf die Gegenfahrbahn. Der entgegenkommende Pkw eines 51-Jährigen konnte zwar noch leicht ausweichen, dennoch flog der Anhänger in dessen Front. An beiden Fahrzeugen entstanden jeweilige Sachschäden von mindestens 5.000 Euro. Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Die Feuerwehr Piding sowie eine Besatzung eines BRK-Fahrzeuges konnten die Unfallstelle vorbildlich absichern.

UPDATE 6.25 Uhr:

Nach wie vor gesperrte Bahnstrecken:

Seit dem Betriebsstart pendeln Meridian-Züge zwischen München-Hauptbahnhof und Grafing Bahnhof ab 6 Uhr im Stundentakt. Ab Grafing verkehren Pendelbusse im Schienenersatzverkehr: Eine Busverbindung verkehrt von Grafing nach Rosenheim, ab Rosenheim verkehren Meridian-Züge ab 6 Uhr im Stundentakt auf der Strecke nach Kufstein im Pendelverkehr. Eine weitere Busverbindung verkehrt von Grafing nach Prien, zwischen Prien und Salzburg verkehren Meridian-Züge im Pendelverkehr.

Momentan können die Fahrplanzeiten nicht eingehalten werden, wir raten dringend dazu, Reisen zu verschieben oder dafür auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Mit Fortschreiten der Reparaturarbeiten und dem Freigeben der Strecken durch die DB Netz AG werden die Meridian-Züge wieder ihren Betrieb aufnehmen. Eine Prognose zum zeitlichen Ablauf ist allerdings nicht möglich, da die Schäden am Netz zunächst erkundet und so dann beseitigt werden müssen.

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hey/bp/mw/Pressemeldungen Polizei, BOB, Alpenverein etc.

Quelle: rosenheim24.de

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