Klarheit soll geschaffen werden

Kommission soll neuen Risikowert für PFOA festlegen

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Landkreis Altötting/Berlin - Das Umweltbundesamt will nun Klarheit schaffen, ab wann genau ein Risikowert für Perfluoroctansäure (PFOA) vorliegt.

Es gibt bereits den sogenannten HBM-I-Wert. Die Kommission Human-Biomonitoring (HBM) des Umwelt-Bundesamtes leitet für Stoffe im menschlichen Körper zwei Arten von Beurteilungswerten ab: 

  1. Referenzwerte aus einer Reihe von Messwerten einer Stichprobe einer definierten Bevölkerungsgruppe nach vorgegebenem statistischen Verfahren und 
  2. toxikologisch begründete HBM-Werte zu tolerablen (HBM-I) oder gerade noch tolerablen (HBM-II) Stoffkonzentrationen in Blut oder Urin.

Dieser beträgt bei PFOA bei zwei Mikrogramm PFOA pro Liter Blut, allerdings ist, wie auch bei Infoveranstaltungen und Diskussionen, etwa jüngst der Bürgerversammlung in Kastl, betont wurde, noch unklar ab welchen Konzentrationen darüber es nachweislich gefährlich wird. 

Wie die Passauer Neue Presse (PNP) schreibt, wird daher kritisiert, dass auf diese Weise ab dem HBM-I-Wert ein Risiko vorliegt, was auch bedeuten würde, dass auch der verschärfte Trinkwasser-Leitwert von 0,1 Mikrogramm je Liter Trinkwasser zu hoch liegen würde, da dabei Blutwerte von etwa 10 Mikrogramm heraus kommen würden, was das fünffache des HMB-I-Wertes bedeute. Gegenüber der PNP teilte das Umweltbundesamt nun mit, dass die Kommission Human-Biomonitoring des Umwelt-Bundesamtes nun, da der HBM-I-Wert in Fachkreisen nur als erste Warnstufe gilt, festlegen soll, wo genau der Risikowert liegt.

Erst kürzlich war ein Vertrag zwischen Kommunen und der Industrie in Sachen PFOA geschlossen worden, der langfristig die Trinkwasserqualität sichern soll. Bürgermeister und Vertreter der Dyneon GmbH unterzeichneten Ende November die entsprechenden Papiere. Die Vereinbarung betrifft zum einen die Planung, Errichtung und Finanzierung von dauerhaften Aktivkohle-Filteranlagen. Zum anderen geht es um deren Betrieb. 50 Jahre lang sollen sie laufen, denn so lange braucht es laut Experten, bis der möglicherweise Krebs erregende Stoff PFOA aus dem Trinkwasser verschwunden ist.

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Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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