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 Innerhalb von nur 45 Minuten bei Töging am Inn

Bundespolizei nimmt zwei Schleuser und 14 unerlaubt eingereiste Migranten fest

Personen im Kofferraum
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Um weniger Aufsehen zu erregen, sollten zwei der Migranten die Fahrt im Kofferraum verbringen.

Mühldorf am Inn - Bundespolizisten haben am Mittwochmorgen (23. November) innerhalb von nur 45 Minuten zwei Schleusungen aufgedeckt. Einer der mutmaßlichen Menschenschlepper nahm dabei die Gefährdung von Menschenleben leichtfertig in Kauf. Beide sitzen nun in Untersuchungshaft.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Am frühen Mittwochmorgen stoppten Beamte der Bundespolizeiinspektion Freilassing an der Anschlussstelle Töging am Inn einen aus Österreich kommenden Kleintransporter mit deutscher Zulassung. Der Fahrer, ein 39-jähriger Syrer, konnte sich mit Reisepass und deutschem Aufenthaltstitel ausweisen, seine Begleiter, sieben Syrer, konnten der Streife jedoch keine Ausweispapiere vorlegen. Darüber hinaus entdeckten die Bundespolizisten zwei weitere Migranten, ebenfalls Syrer, die in den Kofferraum gepfercht waren. Auch diese beiden Passagiere besaßen weder einen Reisepass noch einen Aufenthaltstitel oder ein Visum.

Wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern wurde der 39-jährige Fahrer vorläufig festgenommen. Erste Ermittlungen ergaben, dass der mutmaßliche Schleuser die neun Migranten in Österreich abgeholt hatte und nach Deutschland bringen wollte. Um weniger Aufsehen zu erregen, sollten zwei der Migranten die Fahrt im Kofferraum verbringen. Dass dies aufgrund der fehlenden Anschnallmöglichkeit lebensgefährlich ist, war dem Fahrer offensichtlich egal.

Deshalb ermittelt die Bundespolizeiinspektion Freilassing nun wegen Verdachts des Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdender Behandlung. Der 39-jährige mutmaßliche Schleuser wurde nach der polizeilichen Sachbearbeitung dem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft. Seine neun syrischen Fahrgäste erwartet eine Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise und unerlaubtem Aufenthalt.

Nur kurze Zeit später fiel den Bundespolizisten auf selber Strecke ein weiterer Kleintransporter mit deutschem Kennzeichen auf. Und auch bei der Kontrolle dieses Fahrzeugs erwies sich die Intuition der Fahnder als richtig. Das Fahrzeug war mit sechs Personen besetzt, von denen sich lediglich der Fahrer, ein 29-jähriger Iraker, mit Reisepass und Aufenthaltstitel ausweisen konnte.

Die fünf weiteren Insassen, alle syrische Staatsangehörige, konnten keine Ausweispapiere vorlegen. Der Iraker sollte die Syrer ersten Erkenntnissen zufolge gegen einen Schleuserlohn nach Deutschland verbringen. Auch er wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft. Seine syrischen Mitfahrer müssen sich wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts verantworten.

Pressemitteilung Bundespolizei Mühldorf

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