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Attraktion im Freibad Burgkirchen

Wie ein Schwingungsdämpfer auf Schiffen? Der oszillierende rote „Wellenball“ sorgt für Aufsehen

Nach dem 12-Volt-Prinzip: Der neuartige Wellenball sorgt für Badespaß im Freibad Burgkirchen
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Nach dem 12-Volt-Prinzip: Der neuartige Wellenball sorgt für Badespaß im Freibad Burgkirchen.

Das Freibad in Burgkirchen ist zur Saison 2022 umfangreich saniert worden. Neben neuen Edelstahlbecken wurde ein Breitrutsche installiert. Und jetzt gibt es ein neues Kuriosum, das einzigartig in der Region ist: Ein Riesenball, der selbst Wellen erzeugt.

Burgkirchen - Man muss es sich so ähnlich vorstellen wie die Aufziehautomatik teurer Schweizer Armbanduhren der Marken Rolex und Breitling, kombiniert mit Sensortechnik: Der rote Riesenball im runderneuerten Burgkirchener Freibad ist ein Hingucker. Er oszilliert und erzeugt selbst-erkennend Wellen im Becken. „Er hat eine integrierte Schwungkugel, die natürliche Wasserbewegungen annimmt und verstärkt“, erklärt Gemeinde-Geschäftsleiter Alexander Olbort.

Burgkirchen hat einen von 40 solchen Bällen in Deutschland - Bad ist noch eine Baustelle

Freibad-Betriebsleiter Stefan Zimmermann pflichtet ihm bei: „Die Leute haben eine Riesengaudi mit dem Ball“. Es gibt nur 40 solcher Wellenbälle in Deutschland - einen davon im Freibad Burgkirchen. Damit ist es eine Attraktion für die gesamte Region. Über die Sanierung des Freibads vor der Badesaison 2022 hat innsalzach24.de bereits ausführlich berichtet. Um ehrlich zu sein: Das Freibad ist immer noch eine Baustelle - aber eine liebenswerte. Gerade aufgrund seiner Randlage gilt das Bad als Geheimtipp im Landkreis Altötting. Bei einem Besuch von innsalzach24.de am Dienstag (28. Juni) zeigte Zimmermann den Status Quo der Renovierungsarbeiten. Die neuen Edelstahlbecken sind in Betrieb, genauso wie die Breitrutsche. Teile der Anlage sind allerdings immer noch auf dem Stand vom 1985 - dem Jahr der letzten größeren Umbaumaßnahmen: Der Zehn-Meter-Sprungturm zum Beispiel und das Bistro-Gebäude.

Mit einem Aufwand von etwa fünf Millionen Euro wurde das Freizeitbecken samt Technik saniert und zu einem modernen Erlebnisbecken mit Edelstahlwanne umgebaut. Bereits 2017 wurde der Kleinkinderbereich erneuert. Das Becken um zwei 25-Meter Schwimmbahnen erweitert und das Bad behindertengerecht umgestaltet. Moderne Attraktionen sollen mehr Badegäste anlocken: Unter anderem eine neue Breitwellenrutsche hinzu. Der Whirlpool wurde auf Wasserhöhe neu gebaut, der Strömungskanal in einer Kreisbahn neu gestaltet.

Der über Sensoren gesteuerte Ball kann für ziemlich hohe Wellen sorgen.

Ein Stromschlag im Wasser ist technisch ausgeschlossen - Spannung einer Autobatterie

Dem Badespektakel die Krone auf setzt nun der sogenannte „Wellenball mit Brandungsgefühl“. Aber könnte es keinen Stromschlag im Wasser geben, weil der rote Ball über dünne Kabel, die in einem wasserdichtes Gummiseil verpackt sind, mit der Technik am Beckenrand verdrahtet ist? „Nein. Die Konstruktion ist TÜV-geprüft, absolut sicher und die Sensoren laufen über eine Niedrigspannung von 12 Volt“, so Stefan Zimmermann.

Das Funktionsprinzip des Wellenballs

Die Technik des Balles, der automatisch Wellen erzeugt, ist denkbar einfach: „Wenn eine Welle auf die Edelstahlwand im Becken trifft, nehmen die Sensoren im Ball die Bewegung auf, um im genau richtigen Moment unterzutauchen“, beschreibt Stefan Zimmermann das Wasser-Spaßgerät. Durch dieses periodische Auf- und Abtauchen entstehen beständig neue Wellen im Becken.

Im Hintergrund noch Baustelle, im Vordergrund mit neuen Becken in Betrieb: Die Freibadanlage in Burgkirchen. Im Hintergrund die alte Rutsche.

Gerade für die jüngeren Badegäste bleibt zu hoffen, dass das ganze Freibad noch vor den Sommerferien 2022 vollständig renoviert werden kann. Ein Teil der Technik stammt sogar noch aus dem Eröffnungsjahr 1963. Mit dem Umbau 1985 erhielt das Freibad seine jetzige Ausgestaltung. Nach weiteren 30 Jahren Betriebszeit waren weitreichende Sanierungsmaßnahmen unumgänglich.

-rok-

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