Kein Zwang: „Wollen aber das Angebot leisten“

Landkreis Altötting will alle 106.000 Bürger mit Schutzmasken ausstatten

Landkreis Altötting – Das Landratsamt will alle 106.000 Bürger mit einer Schutzmaske ausstatten. Eine Verpflichtung diese tragen zu müssen, wird es nicht geben.  

„Die Idee stammt von Landrat Erwin Schneider“, berichtet Klaus Zielinski, Pressesprecher Landratsamt Altötting, angesprochen auf den Plan, alle Bürger mit einer Schutzmaske ausstatten zu wollen, gegenüber innsalzach24.de. Hintergedanke dabei sei, bereits an den „Exit“ zu denken, um Schritt für Schritt zurück zur Normalität zurückzukehren. „Wir gehen davon aus, dass der Schutzgedanke höher ist, wenn jeder Bürger eine Maske zur Verfügung hat“, erläutert Zielinski. Die Pläne gebe es bereits seit den Anfängen der Corona-Krise.


Einen Zwang diese zu tragen, könne das Landratsamt dagegen nicht erlassen. Allerdings wolle man das Angebot leisten. „Eine Verpflichtung besteht allerdings bei uns im Haus, beispielsweise bei Terminen in der KFZ-Zulassung oder der Führerscheinstelle“, so Zielinski. Am heutigen Dienstag verkündete der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, dass es höchstwahrscheinlich in der näheren Zukunft "eine Form der Maskenverpflichtung in Bayern“ geben werde.

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Noch fehlen bis zu 80.000 Masken

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30.000 Masken gibt es bereits im Lager. „Wir haben 106.000 Einwohner. Es werden also bis zu 80.000 weitere Masken benötigt, um den ganzen Landkreis zu versorgen“, berichtet der Pressesprecher. Der aktuelle Bestand wurde ziemlich zu Beginn der Corona-Krise erworben. „Die Masken haben wir über unsere Kliniken besorgt. Die haben gute Einkäufer mit entsprechenden Beziehungen und Erfahrungen“, so Zielinski.

Doch die Nachfrage nach Schutzmasken auf dem Markt ist groß. Das Landratsamt stehe in Verbindung mit den Händlern. „Wir sind dran. Es gibt mehrere Anbieter. Wir wissen noch nicht, wer letztendlich den Zuschlag erhält“, erklärt Zielinski. Es gebe verschiedene Varianten mit Staffelpreisen. Manchmal gehe aber Schnelligkeit vor Preis. Die Muster würden im Vorfeld zudem getestet werden, um eine gute Qualität zu gewährleisten. 

Darum sind die Masken schwarz

Auffällig ist, dass die Masken schwarz sind. Dies habe zwei Gründe: „Das waren damals die einzigen, die wir bekommen haben. Man kann umgekehrt sagen: Die schwarzen wollte keiner. Der Schutz- steht allerdings über dem Schönheitsgedanken. Das war ein sehr guter Preis für diese Qualität“, berichtet Zielinski. Ein weiterer Aspekt sei, dass in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen normalerweise keine schwarzen Masken verwendet werden. Man wolle dem medizinischem Personal keine Masken wegnehmen.

Bis wann sollen die Masken ausgeteilt werden? „Wir sind in den Startlöchern. Das Beiblatt geht in den Druck, sobald wir wissen, wann die fehlenden Masken geliefert werden. Wir hoffen, dass wir die Auslieferung bis Ende des Monats hinbekommen“, so der Pressesprecher über einen genauen Zeitplan.

jz

Quelle: innsalzach24.de

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