KURIOSER RETTUNGSEINSATZ IN WÜRZBURG

Polizei schlägt Scheibe ein und "rettet" diese Puppe vor dem Erfrieren

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Wirkt unglaublich echt: Diese Puppe sorgte für den Polizeieinsatz in Würzburg.
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Würzburg - Eine Plastikpuppe sorgte am Dienstag in Unterfranken für ein großes Tohuwabohu. Ein Polizeibeamter entdeckte bei der Kontrolle eines Autos ein vermeintlich schlafendes Kleinkind und schlug kurzer Hand das Fenster des Wagens ein um es vor dem Erfrieren zu retten.

Eine Streife der Würzburger Polizei überprüfte kurz vor Mitternacht routinemäßig Parkplätze im Industriegebiet. Auf dem Parkplatz eines Elektromarktes wurden die Polizisten stutzig, als sie auf der Rücksitzbank eines Fahrzeugs ein vermeintlich schlafendes, etwa auf zwei Jahre geschätztes Kleinkind entdeckten. Von der Mutter des Kindes fehlte jede Spur. Die Außentemperatur fiel inzwischen gegen den Gefrierpunkt. Die Beamten hatten große Sorge, dass das Kind ernsthaften gesundheitlichen Schaden nehmen könnte.

Da die Halterin des Pkw telefonisch nicht sofort erreicht werden konnte, schlugen die besorgten Gesetzeshüter die Seitenscheibe des Autos ein. Als nun ein Polizist das kleine Mädchen vorsichtig auf den Arm nehmen wollte, stellte er fest, dass es sich bei dem „geretteten Kind“ um eine lebensecht aussehende Puppe handelte. Behutsam legte er die Puppe wieder zurück und stellte sich dem Schmunzeln der Kollegen.

Die Fahrzeughalterin, die im Anschluss doch noch erreicht werden konnte, nahm’s mit Humor. Sie berichtete den Beamten, dass auch schon der Vorbesitzerin der Puppe ihrer Tochter einmal die Pkw-Seitenscheibe von der Polizei eingeschlagen wurde, um das vermeintlich zurückgelassene Kind zu retten. Um weitere eingeschlagene Seitenscheiben zu verhindern, rieten ihr die Beamten, das Zurücklassen des täuschend echt wirkenden Spielzeugs - gerade in der Nacht und im Winter - zu überdenken.

Auf Medienanfrage teilte die die Polizei mit, dass den Schaden wohl der Freistaat Bayern übernehmen werden; der Sachverhalt jedoch noch endgültig geklärt werden müsse.

mh/Polizeipräsidium Unterfranken

Quelle: rosenheim24.de

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