Neue DNA-Spuren, aber Onkel will schweigen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

München - Nach dem Doppelmord an zwei Mädchen in Krailling will der unter Tatverdacht stehende Onkel keine Aussage mehr machen. Gegen ihn sprechen nun auch DNA-Spuren an zwei Waffen.

Lesen Sie dazu:

DNA-Gutachten belastet Onkel - Soko soll aufgelöst werden

Im Fall des Doppelmordes an zwei Mädchen in Krailling haben zwei Gutachten den dringenden Tatverdacht gegen den Onkel der beiden gefestigt. Sowohl an den beiden Kindern, als auch an zwei Tatwerkzeugen - einem Messer und einer Hantelstange - seien DNA-Spuren des vierfachen Familienvaters gefunden worden, teilte die Polizei am Montag in München mit. Die Ermittler sind deshalb von der Schuld des Mannes überzeugt. “Es wird wohl zu einer Anklageerhebung kommen“, sagte die Oberstaatsanwältin Andrea Titz. Das Motiv der Tat ist immer noch unklar. Der Verdächtige ließ unterdessen über seinen Anwalt erklären, er wolle sich nicht zu den Geschehnissen äußern.

Lesen Sie hier alles zum Mord in Krailling

Der 50-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Die Spurensicherung ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen abgeschlossen. 825 Spuren wurden bislang gesichert und 124 Speichelproben genommen. Aus der Bevölkerung waren mehr als 200 Hinweise eingegangen. Die Sonderkommission “Margarete“ wurde von 30 auf nunmehr fünf Beamte sowie einige Angestellte verkleinert.

Die Schwestern Sharon (11) und Chiara (8) aus Krailling waren in der Nacht zum 24. März in der Wohnung der Familie getötet worden. Die Mutter fand ihre Leichen, als sie am frühen Morgen aus einer nahen Kneipe nach Hause kam. Ihr Schwager geriet unter Tatverdacht, weil Blutspuren von ihm am Tatort gefunden wurden.

dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser