CSU-Politikabend in Mühldorf thematisiert auch Volksfeste

MdB Mayer: "Art der Gewalt-Vorkommnisse wird immer drastischer"

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Von links: CSU-Landratskandidat Maximilian Heimerl, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenminister Stephan Mayer und Bürgermeisterkandidat Dr. Marc Stegherr.
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Mühldorf am Inn - Nach Abschluss des Mühldorfer Traditionsvolksfests fand auch heuer wieder im Unertl-Festzelt am Dienstag ein politischer Abend der CSU statt.

"Ich hatte ja, in meiner Begrüßung ein kleines Wortspiel darum geplant, das heute 'der Huawa der Mayer und I' da sind", eröffnete CSU-Landratskandidat Maximilian Heimerl den Abend. "Leider ist unser Kreisvorsitzender, Herr Dr. Marcel Huber, heute krankheitsbedingt verhindert. Aber dank unserem Landrat Herrn Georg Huber klappt es dann doch", meinte er mit einem Schmunzeln.

Heimerl: A94-Eröffnung bringt Herausforderungen

Doch nach der heiteren Einleitung ging es dann um allerhand ernste Themen. Sowohl er, als auch der auf ihn folgende Redner, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenminister Stephan Mayer betonten, dass die Lage in Bayern und Deutschland, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht zwar insgesamt grundsätzlich nicht schlecht sei, man sich aber keinesfalls auf bisherigen Leistungen ausruhen wolle und dürfe. "Gerade die jüngsten Wahlergebnisse in Brandenburg und Sachsen zeigen das", betonte Mayer. 

Heimerl bemerkte, es stünden gerade im Landkreis eine ganze Reihe von Herausforderungen an. Dabei nannte er, unter anderem, die anstehende Eröffnung des A94-Abschnitts zwischen Heldenstein und Pastetten Ende des Monats. "Das wird dann Stadt und Landkreis Mühldorf für Menschen aus dem Münchner Umland als Wohnort erheblich attraktiver machen." Daher müsse rechtzeitig reagiert werden. Sowohl was die Schaffung von Wohnraum als auch das Mitwachsen der Infrastruktur, beispielsweise von Schulen, Kindergärten und so weiter betreffen würde. 

Mayer: "Gewalt auf und um Volksfeste besorgniserregend"

"Das Mühldorfer Traditionsvolksfest war zwar auch heuer wieder sehr schön und im Grundsatz sehr friedfertig", erklärte Mayer in seinem Redebeitrag. "Aber was mir schon gewisse Sorgen bereitet ist, dass  auch bei uns im ländlichen Bereich nicht die Gesamtzahl der Vorkommnisse auf Volksfesten häuft, aber dass die Art der Vorkommnisse immer drastischer wird." Insbesondere sei auch die Hemmschwelle für Beleidigungen und Gewalt gegen Polizisten, Sicherheitsdienst-Mitarbeiter, sowie Helfer von Rettungsdiensten und Feuerwehr gesunken.

"Man darf dieses Thema nicht übertreiben, aber man muss das auch ernst nehmen. Hier bedarf es eines starken Staates und einer starken Gesellschaft, dass wir solche Entwicklungen nicht einfach kopfschüttelnd hinnehmen. Sondern, dass wir uns, auch als Gesellschaft, dagegen zur Wehr setzen." Mayer forderte, es müsse daher einerseits mehr zum Schutz von Helfern und Polizisten getan werden, aber auch schärfer gegen Täter durchgegriffen werden.

Sowohl Mayer als auch Heimerl streiften noch eine Vielzahl an weiteren Themen. Zum Abschluss richtete auch noch Dr. Marc Stegherr, der CSU-Bürgermeisterkandidat für Mühldorf, das Wort an das Publikum. Er betonte seine Verbundenheit zur Kreisstadt und das er die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft als Bürgermeister engagiert anzugehen plane.

Quelle: innsalzach24.de

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