Wohnhausbrand in Kolbermoor

Familie: "Unsere zwei Hunde sind der größte Verlust"

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Kolbermoor - Am 18. Januar geriet ein Wohnhaus in Brand. Bei dem verheerenden Feuer kamen zwei Hunde der BRK Rettungshundestaffel ums Leben. Wir haben mit der Familie gesprochen, wie es ihnen heute geht.

Wir trafen uns mit Familie H. in ihrer neuen Unterkunft in Kolbermoor. Die Familie konnte dank Steffi und Peter Panhans von der Alpina Immobilien GmbH und der Alpina Hausverwaltung bereits drei Tage nach dem schweren Brand in ein Reihenhaus in Kolbermoor einziehen. Nachdem das Ehepaar durch eine Mitarbeiterin von dem Unglück erfahren hatte, haben sie sofort reagiert und nach einem geeigneten Haus gesucht. "Es war Zufall, dass gerade ein Haus in Kolbermoor in dieser Größe, wo auch Hunde erlaubt sind, frei war, da die Mietsituation aktuell sehr angespannt ist. Der Eigentümer war dabei sehr entgegenkommend , da er selber durch eine Hochwassersituation in der Vergangenheit alles verloren hatte", so Steffi Panhans.

Alltag wieder einigermaßen eingekehrt

"Seit wir in dem Haus sind ist es besser", so der Familienvater auf unsere Frage hin, wie es ihnen gut 1 1/2 Wochen nach dem Brand geht. "Jetzt ist wieder einigermaßen Routine in unseren Alltag eingekehrt. Das is vor allem auch für unsere drei Kinder wichtig. Ihr Lebensumfeld ist in Kolbermoor geblieben, die Freunde sind da. Wir haben sehr schnell Hilfe von allen Seiten bekommen, das macht die Situation leichter."

Steffi und Peter Panhans nahmen für die Vermittlung keine Maklerkosten. "Das Haus wird erst dann wieder auftragsgemäß vermietet, wenn Familie H. in ihr altes Haus zurück kann. Sie haben einen unbefristeten Mietvertrag und bekommen die Zeit, die sie brauchen." Wann das der Fall sein wird ist noch unklar. Das Haus muss auf Rohbau zurückgebaut werden, dann müsse man weitersehen.

Ursache noch nicht geklärt

Die Ursache für den Brand ist bis heute nicht geklärt. Es deute alles auf einen technischen Defekt hin , Fremd- oder Eigenverschulden könne ausgeschlossen werden, erzählte Familie H.. Zum Zeitpunkt als das Feuer ausbrach, befand sich nur die Tochter der Familie in dem Haus. "Sie hatte gerade eine Freistunde und hat geschlafen. Der Brandgeruch hat sie geweckt. Da hat alles schon gebrannt. Sie konnte sich gerade noch in Sicherheit bringen."

"Unsere Hunde sind der größte Verlust"

Bei dem schlimmen Brand hat die Familie ihr komplettes Hab und Gut verloren. Besonders tragisch: Dem Feuer fielen auch zwei ihrer drei Rettungshunde der BRK Rettungshundestaffel zum Opfer. Der Familienvater ist der Leiter der Staffel. "Die Arbeit beim BRK ist meine Leidenschaft. Das ist mein Ausgleich. Hauptberuflich bin ich Softwareentwickler." Er investierte im letzten Jahr 1.450 Stunden in seine Arbeit beim BRK.

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Auf die Frage, was sie denn am meisten vermissen antwortete er: "Unsere Hunde sind der größte Verlust, auch für die Kinder. Sonst ist es situationsbedingt." Ein einziger Ordner ist alles, was gerettet werden konnte.

Hund "Whisper" trauert

Rettungshund "Whisper" überlebte den schweren Brand. 

Auch Hund Whisper, der den Brand überlebte, nimmt der Verlust seiner Freunde sehr mit. "In der ersten Woche war er extrem anhänglich. Jetzt hat er aber seine Arbeit wieder aufgenommen. Es ist das erste Mal, dass er alleine ist."

Familie H. möchte ihren besonderen Dank aussprechen an:

Familie, Freunde, die  BRK Rettungshundestaffel, die Firma Alpina, das gesamte BRK, den Verein Kolbermoorer helfen e.V., die Feuerwehr und ihre Arbeitgeber.

Der BRK Kreisverband hat zur Unterstützung der Familie ein Spendenkonto bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling eingerichtet:

Was passiert wenn ein Helfer Hilfe braucht? Wir helfen, Gemeinsam sind wir Stark!!!Mit großer Bestürzung mussten...

Posted by BRK Bereitschaft Rosenheim on Donnerstag, 21. Januar 2016

Quelle: mangfall24.de

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