Vor Kirchentag: Theologe kritisiert Ökumene als Etikettenschwindel

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Friedrich Schorlemmer

München/Ulm - Mit scharfen Worten hat der evangelische Theologe Friedrich Schorlemmer mangelnde Fortschritte in der Ökumene kritisiert.

Mit Blick auf den 2. Ökumenischen Kirchentag (12. bis 16. Mai) in München sagte Schorlemmer der “Südwest Presse“ (Dienstag), die Anstrengungen von katholischer und evangelischer Kirche für mehr Gemeinsamkeit seien nur “Etikettenschwindel“. Er habe “die freundlichen Worte satt“, solange die katholische Kirche ein gemeinsames Abendmahl nicht erlaube.

Stattdessen müssten die Kirchen einander in ihrer Unterschiedlichkeit anerkennen - “ohne dogmatische Abwertung und ohne Amtsarroganz“. Die gemeinsame Vorbereitung des Kirchentages habe jedenfalls “noch nichts mit Ökumene zu tun“, kritisierte Schorlemmer. Er ist SPD-Mitglied und hatte als Pfarrer in der Lutherstadt Wittenberg zur DDR-Opposition gehört.

dpa

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