Kinderzeichnungen warnen vor Raserei

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Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, Hans-Joachim Wolff (r), und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) an der Autobahnraststätte Hochfelln-Süd bei Bernau

Bergen - Kinderzeichnungen sollen Erwachsene vor Raserei warnen. Ramsauer (CSU) stellte an der A8 zusammen mit Vizepräsident Hans-Joachim Wolff vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) neue Plakatmotive der Unfallpräventionskampagne “Risiko raus!“ vor.

In den kommenden Wochen sollen bundesweit mehr als 700 Plakate an Autobahnen und Raststätten für Rücksichtnahme und Verantwortung im Straßenverkehr sensibilisieren. Wolff ist auch Vorstandschef der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Neue Schockplakate an den Autobahnen

Für die Aktion wurden drei Motive im Stile von Kinderzeichnungen ausgewählt. “Abgelenkt? Risiko raus!“ lautet ihre eindringliche Botschaft, die zum Beispiel ein zerstörtes Auto und einen Familienvater auf einer Wolke zeigen. Die Bilder wurden nach DVR-Angaben in enger Absprache mit Kinderpsychologen Zeichnungen nachempfunden, die Kinder im Vorschul- und Grundschulalter malen, wenn sie ein schweres Unfallereignis in der Familie erleben mussten.

“Die neuen Plakate werben eindringlich für mehr Aufmerksamkeit am Steuer“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bei der Präsentation an der Raststätte Hochfelln Süd in Bergen nahe Traunstein laut Mitteilung. “Sie führen vor Augen: Jeder Fehler, jede Ablenkung kann schreckliche Folgen haben.“ Die Fahrer müssten sich immer auf ihr Fahrzeug und den Verkehr konzentrieren.

2010 starben nach vorläufigen Zahlen auf Deutschlands Straßen 3651 Menschen, zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch bei der Zahl der Verletzten gab es laut DVR gegenüber dem Jahr 2009 einen Rückgang: um 6,7 Prozent auf rund 371 140. Durchschnittlich sterben in Deutschland 10 Menschen täglich im Straßenverkehr, mehr als 1000 werden verletzt. 430 Menschen starben 2010 auf deutschen Autobahnen.

dpa

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