Keine Vignette mehr bis Kufstein und Salzburg

Gruber: "Für Kiefersfelden ist das ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk" 

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Kiefersfelden/Piding - Ganz zur Freude der Gemeinden an der deutsch-österreichischen Grenze entschied der Nationalrat in Wien am Mittwoch, dass die Maut auf fünf Autobahn-Teilstrecken abgeschafft werden soll. Die Bürgermeister von Kiefersfelden und Piding äußerten sich auf Nachfrage dazu.

Am Mittwoch, den 13. November, beschloss der Nationalrat in Wien, dass auf fünf Autobahn-Abschnitte keine Vignette mehr nötig ist. Darunter fallen auch die Westautobahn A1 vom Walserberg bis Salzburg-Nord und der Inntalautobahn A12 von Kiefersfelden bis Kufstein-Süd. Damit hat die ÖVP ihr Wahlversprechen eingelöst, um die Bürger vor den Mautflüchtigen zu schützen und die Verkehrssituation zu verbessern. Ganz zur Freude der deutschen Grenzgemeinden.

Die Bürgermeister von Kiefersfelden und Piding äußern sich zur Mautbefreiung

"Für uns ist das ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk", sagt Hajo Gruber, Bürgermeister von Kiefersfelden, auf Nachfrage von rosenheim24.de. "Für uns war das eine großer Belastung. Wir hatten Glück, dass es Neuwahlen gab.Die Mautausnahmen sind eine Befreiung für Kiefersfelden.

Vor allem im Winter habe der Verkehr der Gemeinde zugesetzt, weil viele Skifahrer sich das Pickerl gespart haben, um zu den großen Skigebieten zu kommen. "Wir haben zusammen mit den österreichischen Grenzgemeinden Ebbs und der Stadt Kufstein lange darauf hingearbeitet. Jetzt kann die Grenzregion aufatmen", so Gruber weiter. 

Für Pidings Bürgermeister Hannes Holzer dagegen verändert sich durch die Mautbefreiung nicht viel. "Die meisten haben das Pickerl und ich habe nicht den Eindruck, dass es bisher ein großes Problem war", so Holzer auf Nachfrage von BGLand24.de. Dennoch ist er froh, dass solche Maßnahmen generell zu einer Verbesserung des Verkehrsaufkommens führen. 

Kiefersfeldens Bürgermeister Gruber bedankte sich auch bei den beiden Abgeordneten Otto Lederer und Daniela Ludwig. Sie hätten das Vorhaben unterstützt und sich für die Gemeinden eingesetzt.

SPÖ stimmte gegen die Mautbefreiung im Nationalrat

Hinter den Antrag der ÖVP auf Mautbefreiung stellten sich die Grünen und NEOS. Sogar die FPÖ, für die der Plan "freie Fahrt für Deutsche auf den österreichischen Autobahnen bedeutet", stimmte zu. Einzig die SPÖ war im Nationalrat gegen das Vorhaben. Laut Verkehrsminister Andreas Reichardt geht durch den Ausfall der Maut dem Staat bis zu 28 Millionen Euro verloren.

Damit die Mautbefreiung am 15. Dezember in Kraft treten kann, muss der Bundesrat am 5. Dezember noch zustimmen. Bis Februar 2021 sollen die Auswirkungen evaluiert werden.

ma

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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