Maut-Demo: "Es wäre das reinste Chaos"

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Kiefersfelden - Mehrere hundert Bürger gingen auf die Straße, um gegen die geplanten Mautkontrollen zu demonstrieren. Dabei bekamen sie auch Unterstützung von wilden Perchten:

In Kiefersfelden sind am späten Sonntagnachmittag die Bürger auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten gegen die von der österreichischen Autobahngesellschaft ASFINAG geplanten Mautkontrollen auf der Inntalautobahn zwischen der Landesgrenze und Kufstein-Süd.

Laut Polizeiangaben nahmen rund 1500 bis 2000 Teilnehmer teil. Zu Beginn der Demonstration standen kurze Reden auf dem Programm, beispielsweise vom Veranstaltungsleiter Roland Schmidt, einiger Bürgermeister aus dem Bayerischen Inntal und auch vom stellvertretenden Landrat Dieter Kannengießer. Im Anschluss zogen die Teilnehmer gemeinsam mit der Perchtentruppe "Droadn-Pass" zum Verkehrskreisel an der Autobahn, wo die Perchten ein Riesenspektakel aufführten. Der Kreisel sowie die Autobahnausfahrt waren für die Dauer der Veranstaltung komplett gesperrt.

Kiefersfeldens Bürgermeister Erwin Rinner:

O-Ton

Veranstaltungsleiter Roland Schmidt kritisierte die Asfinag und bezeichnete das Vorhaben unter anderem als Gewinnmaximierung für ein privates Unternehmen. Es würde das reinste Chaos bedeuten, fuhr Kiefersfeldens Bürgermeister Erwin Rinner fort. Der Verkehr durch Mautumfahrer wäre für Kiefersfelden nicht zumutbar. Dies sei bereits bei Unfällen auf der Inntalautobahn spürbar. Bevor die Mautkontrollen an dem Teilstück der Inntalautobahn durchgeführt werden, muss für die Inntalgemeinden ein Verkehrskonzept erarbeitet werden. Solange es das nicht gibt, sollten die Mautkontrollen bis Kufstein-Süd weiter ausgesetzt werden, so eine der Forderungen der Gegner.

Mautdemo in Kiefersfelden

Quelle: rosenheim24.de

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