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Hochwasser in Region, Salzburg und Tirol

Katastrophenfall im Berchtesgadener Land ab 24 Uhr aufgehoben - Bauministerin verspricht Hilfe

Bayerns Bau- und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer beim Ortstermin in Bischofswiesen
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„Zwei Anwesen sind zwei zu viel“, zeigte Bayerns Bau- und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer Verständnis für die Situation der Betroffenen in Bischofswiesen.

Landkreis - Nach dem Unwetter und dem daraus resultierenden Hochwasser blieb die Lage in weiten Teilen der Region, im angrenzenden Salzburger Land, in Tirol sowie in Österreich kritisch. Im Berchtesgadener Land gilt bis Montag (19. Juli) um 24 Uhr der Katastrophenfall.

Service:

Update, 20.15 Uhr - Bayerns Bau- und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer verspricht Hilfe

„Was wir als Verkehrsministerium leisten können, werden wir tun“, sagte Kerstin Schreyer beim Ortsbesuch in Bischofswiesen zu. Die Bayerische Bau- und Verkehrsministerin war in die Region gekommen, um sich ein Bild der Unwetterschäden des vergangenen Wochenendes zu machen.

Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber hat zu Beginn bewusst zwei Anwesen in der Reichenhaller Straße ausgewählt, um die Schäden zu zeigen, da genau dort vor zwei Jahren schon einmal das Wasser stand. „Eine Bahnbrücke verstopft durch Geschiebe, das Wasser sucht sich über die Ufer seinen Weg und sorgt dafür, dass Anwohner zum wiederholten Male alles verlieren“, versuchte Weber das Problem deutlich zu machen. Bis zu den Erdgeschoss-Fenstern stand am Samstagnacht das Wasser.

Auch in Bischofswiesen wütete das Hochwasser.

„Zwei Anwesen sind zwei zu viel“, stimmte Schreyer dem Bürgermeister zu. Deshalb wolle sie alle Verantwortlichen an einen Tisch holen, um gemeinsam Lösungen zu finden. „Gemeindliches Engagement braucht es, aber da wo wir können und es wissen, müssen wir was tun.“ Diese Bereitschaft will nicht nur Weber, sondern auch Landrat Bernhard Kern nutzen, um für sämtliche mittlerweile bekannte Hochwasserpunkte Lösungen zu finden.

Update, 18.32 Uhr - Katastrophenfall im Berchtesgadener Land ab 24 Uhr aufgehoben: Schulen ab Dienstag wieder offen

Wie das Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, ist nach den Starkregenfällen am Wochenende bei der Wetterlage im Landkreis Berchtesgadener Land nun Entspannung in Sicht. Auch die Pegel der Gewässer sinken. Der Katastrophenfall im Berchtesgadener Land kann daher mit Ende des heutigen Montags (19. Juli) um 24 Uhr aufgehoben werden.

471 Hilfskräfte waren auch am Montag im südlichen Landkreis im Einsatz. Die Einsatzkräfte vor Ort sind weiterhin gut aufgestellt und können die Einsätze derzeit laufend abarbeiten. Von bisher insgesamt 537 Einsätzen konnte der größte Teil abgeschlossen werden.

Alle Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis sind ab Dienstag (20. Juli) wieder regulär geöffnet.

Die B305 zwischen Tennisplatz und Laroswacht ist weiterhin nur einspurig befahrbar. Es gilt eine Einbahnregelung der B305 vom Bahnhof in Richtung Gmundbrücke in Fahrtrichtung Ramsau. In Fahrtrichtung Berchtesgaden ist die Straße gesperrt.

Die Bahnstrecke Bad Reichenhall Hbf – Berchtesgaden Hbf bleibt weiterhin gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr ist ab Dienstag (20. Juli) auf der kompletten Streckenlänge zwischen Hauptbahnhof Bad Reichenhall und Bahnhof Berchtesgaden eingerichtet. Der Linienbusverkehr findet regulär statt.

Update, 18.13 Uhr - Live im Video: Vertreter der Deutschen Bahn vor Ort

Update, 17.56 Uhr - Jetzt live: Verkehrsministerin Schreyer, Landrat Kern und Kaniber MdL vor Ort

Update, 16.46 Uhr - Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer im Krisengebiet

Das Hochwasser in Südostbayern hat neben großem Leid für die Menschen vor Ort auch große Schäden an der Infrastruktur angerichtet. Neben mehreren Straßen mussten auch Bahnstrecken gesperrt werden.

Bayerns Bau- und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer macht sich gemeinsam mit der örtlichen Abgeordneten Michaela Kaniber, dem Landrat des Berchtesgadener Landes, Bernhard Kern, dem Bürgermeister von Bischofswiesen, Thomas Weber, und Vertretern der Deutschen Bahn ein Bild von der Lage vor Ort.

Um 17.30 Uhr wird die Verkehrsministerin in Bischofswiesen erwartet. Wir berichten live mit Video.

Update, 15.57 Uhr - Bobbahn Königssee - Sorgen um Wiederaufbau: „Habe die Befürchtung...“

An der ältesten Kunsteisbahn der Welt herrschte am Montag rege Betriebsamkeit. Dort, wo im Winter Bobs, Rennrodel und Skeletons in rasender Geschwindigkeit unterwegs sind und es im Sommer eher ruhig zugeht, waren Bagger, Kipper und Räumfahrzeuge mit Schiebeschild unterwegs. Zahlreiche Helfer von Bundeswehr und Technischem Hilfswerk unterstützten die Bahnarbeiter bei den ersten Aufräumarbeiten nach dem schweren Unwetter am Wochenende, das die Bob- und Rodelbahn Königssee schwer in Mitleidenschaft gezogen hat.

Mittendrin natürlich auch die Verantwortlichen des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) um Generaldirektor Thomas Schwab, die die Schäden aufnahmen und erste Pläne erstellten, wie es mit der Bahn, vor allem aber wie es mit den Sportlern am Leistungszentrum Berchtesgaden/Königssee weitergehen wird.

Doch Priorität hat für Schwab nicht die Bahn. „Unsere Aufräumungsarbeiten können warten. Wir haben der Gemeinde angeboten, dass die Leute, die hier aktiv sind, zuerst den betroffenen Menschen in unserer Region helfen. An der Bahn muss keiner wohnen“, sagte Schwab am Montag der dpa.

Wie hoch die Schäden, die er in einer ersten Stellungnahme mit einem zweistelligen Millionenbetrag beziffert hatte, wirklich sind, kann er noch nicht sagen. „Das wird noch Wochen und Monate dauern. Wir sind jetzt dabei, mit den Geologen und der Wasserwirtschaft zu klären, wie das Bachbett geschützt werden kann, damit die Bahn nicht irgendwann wieder so zerstört wird“, sagte Schwab.

An den Aufbauplänen und der Wiedereröffnung im Oktober 2022 hält er fest, auch wenn Rodel-Olympiasieger Felix Loch da nicht so optimistisch ist. „Ich habe die Befürchtung, dass es länger dauert. Ich glaube, wir reden hier von drei oder vier Jahren, bis wieder etwas funktioniert“, sagte der 31-Jährige und äußerte noch eine andere Sorge: „Man kann nur hoffen, dass die Bahn wieder aufgebaut wird.“

Update, 15.17 Uhr - Wichtige Informationen für alle Bürger und Urlauber

Das Landratsamt Berchtesgadener Land weist ausdrücklich darauf hin, dass die Beherbergung von Urlaubsgästen trotz der Aufräumarbeiten vielerorts wieder möglich ist.

Die Urlauber werden allerdings gebeten, sich direkt bei ihrer Unterkunft zu informieren, ob eine Anreise und der Aufenthalt aufgrund der aktuellen Lage möglich ist.

Über die Touristinformationen der Gemeinden können Informationen zur Lage bei den Ausflkugszielen oder gesperrten Wanderwegen eingeholt werden.

Wichtiger Hinweis bzgl. Straßenverkehr im Berchtesgadener Land

Es wird zudem dringend darum gebeten, die aktuell gültigen Verkehrswegesperrungen im Berchtesgadener Land zu beachten. Weiterhin gilt, dass die allgemeine Verkehrssicherheit nicht auf allen Straßen im Landkreis Berchtesgadener Land aufgrund von verbreitet auftretendem Hochwasser und Murenabgängen gesichert ist. Es wird daher weiterhin dringend empfohlen, alle nicht zwingend notwendigen Autofahrten zu vermeiden.

Bahnverkehr und Bus:

Der Bahnverkehr zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden ist weiter unterbrochen. Derzeit ist noch nicht bekannt, wann die Züge wieder fahren können. Auf einigen Streckenabschnitten sind Sanierungsmaßnahmen notwendig.

Bürgertelefon eingerichtet:

Das Bürgertelefon im Landratsamt Berchtesgadener Land steht heute zwischen 09:00 und 16:00 Uhr unter der Telefonnummer 08651773151 zur Verfügung.

Update, 14.27 Uhr - Hochwasser-Lage im Landkreis Mühldorf

Die Hochwasser-Lage im Landkreis Mühldorf am Inn hat sich entspannt. Zwischenzeitlich hatte der Pegelstand gestern Abend in Kraiburg Meldestufe 3 erreicht. In der Nacht auf Montag sind die Pegelstände in Kraiburg und Mühldorf deutlich gesunken.

Der Höchststand bei der Messstelle in Kraiburg war gestern um 19 Uhr bei 602 Zentimeter erreicht. Im Vergleich zu August 2020 waren es 629 Zentimeter, im Jahr 2005 790 Zentimeter. In Mühldorf war der Höchststand gestern um 21.00 Uhr bei 568 cm, im Vergleich zu August 2020 waren es hier 603 Zentimeter, im Jahr 2005 sogar 799 Zentimeter.

Wir sind Gott sei Dank glimpflich davon gekommen. Wir waren in Alarmbereitschaft und haben alle Vorkehrungen für etwaige Einsätze getroffen. Nachdem der Hochwasser-Scheitelpunkt am Abend erreicht war, verlief die Nacht relativ ruhig und wir wurden zu keinen Einsätzen gerufen“, zieht Kreisbrandrat Harald Lechertshuber Bilanz.

Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, sich vom Uferbereich fernzuhalten und abgesperrte Wege keinesfalls zu betreten. Landrat Max Heimerl machte sich gestern selbst vor Ort ein Bild von der Lage und stand in enger Abstimmung mit der Feuerwehr und dem THW. Diese waren in Alarmbereitschaft und hatten alle Vorkehrungen getroffen, um schnell auf die Lage reagieren zu können.

Ich bin froh, dass wir von größeren Überschwemmungen verschont geblieben sind. Die Abstimmung mit Feuerwehr und THW hat reibungslos funktioniert. Die Lage gestern hat einmal mehr gezeigt, wie professionell die Hilfsorganisationen aufgestellt sind. Ich danke deshalb allen Einsatzkräften, die gestern in Bereitschaft waren und etwaige Einsätze vorbereitet haben.“

Update, 13.45 Uhr - Landratsamt gibt Lage-Update heraus

Mit Nachlassen der Regenfälle, sinkenden Pegeln und intensiven Aufräumarbeiten hat sich die Zahl der Einsätze im südlichen Landkreis Berchtesgadener Land bei rund 500 eingependelt und die Gefahrenlage bleibt aufgrund der Wettersituation stabil. Weiterhin finden geologische Untersuchungen statt, um die Gefahr von Hangabrutschen zu bewerten. Evakuierte Personen sind zum Großteil in ihren Wohnungen und Häusern zurück.

Die Hilfsbereitschaft im Landkreis ist bereits enorm. Das Landratsamt bittet jedoch darum, von Sachspenden abzusehen. Wer helfen möchte, kann die Betroffenen über mehrere im Landkreis Berchtesgadener Land eingerichteten Spendenkonten unterstützen. Ein Dank geht auch an alle, die sich als aktive Helfer melden und tatkräftig mitanpacken möchten. Die Einsatzkräfte vor Ort sind jedoch weiterhin gut aufgestellt und können die Einsätze derzeit laufend abarbeiten. Unterstützung erhalten sie zudem durch die Bundeswehr. 100 Soldaten aus Bischofswiesen sind derzeit in mehreren Ortschaften im Einsatz und helfen bei den Aufräumarbeiten. Diese werden mindestens noch einige Tage andauern.

Update, 13.24 Uhr - B20 und B305 bei Berchtesgaden eingestürzt

Die Bundesstraße 20 ist kurz vor Berchtesgaden zur Hälfte von der Ramsauer Ache weggerissen worden. Ebenso ist die Fahrbahn der B305 auf Höhe des Kainbachs in der Nacht auf den heutigen Montag eingestürzt. Die Straße ist dort aktuell nur noch einspurig befahrbar.

Die B20 kurz vor Berchtesgaden.

Update, 13.03 Uhr - Dramatisches Hochwasser in Passau bleibt aus

Nach dem verheerenden Unwetter im Südosten Bayerns war auch in Passau eine Hochwasser-Katastrophe befürchtet worden - doch die Lage hat sich mittlerweile entspannt. Am Montagmorgen lag der Wasserstand der Donau in Passau bei 8,19 Metern und damit unterhalb der höchsten Hochwasserwarnstufe von 8,50 Metern. Auch der Inn bereitet derzeit keine Sorgen. Einzelne Bereiche der Stadt wurden zwar überschwemmt. Von katastrophalen Zuständen sei man aber zum Glück noch entfernt, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Die Feuerwehr rechnet damit, dass am Abend oder spätestens am Dienstag die Aufräumarbeiten beginnen können.

Auch andere Flüsse schwollen an, etwa in Oberbayern die Loisach bei Schlehdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen oder die Isar in München. Dramatisch wurde es jedoch nicht. In Neuburg an der Donau überschritt das Hochwasser knapp die Meldestufe 3 mit 4,63 Metern.

Update, 12.40 Uhr - Erste Bilanz von ILS Traunstein

Schwerstarbeit wurde während der Unwetter-Katastrophe auch von den Mitarbeitern der Integrierten Leitstelle (ILS) Traunstein geleistet. Aufgrund der Vorhersagen und Warnungen wurde bereits am Freitag damit begonnen, das Personal entsprechend aufzustocken. Maximal kann die Leitstelle mit 16 Plätzen zur Notrufannahme besetzt werden.

Diese Plätze wurden dann ab dem späten Samstagnachmittag (17. Juli) auch dringend benötigt: Es kam zu einem sehr hohen Anrufaufkommen, vor allem aus dem Landkreis Berchtesgadener Land. Wie die Leitstelle in einem Facebook-Post mitteilte, gab es ab Samstagnachmittag bis einschl. Sonntag 440 Einsätze im Berchtesgadener Land und 95 Einsätze im Landkreis Traunstein.

„Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Kameraden der Hilfsorganisationen für die sehr gute, auf gegenseitigem Respekt und Kameradschaft beruhende, Zusammenarbeit bedanken. Den von Schäden betroffenen Bürgern wünschen wir viel Kraft und Zuversicht“, hieß es abschließend.

Update, 12.09 Uhr - Hochwasserlage in Tittmoning hat sich entspannt

Im Laufe des Sonntagabends hat sich die Hochwassersituation an der Salzach in und um Tittmoning deutlich entspannt. Auch der Siechenbach kann wieder in die Salzach abfließen und staut sich nicht mehr zurück. Der Grenzübergang Tittmoning-Ostermiething/Ettenau muss aufgrund der nach wie vor bestehenden Überflutung der Ettenauer Landstraße auf österreichischem Gebiet voraussichtlich noch bis Montagabend gesperrt bleiben. Das Bürgertelefon in der Einsatzleitung, dessen Nummer gestern für Notfälle bekannt gegeben wurde, ist inzwischen wieder deaktiviert. 

Die Freiwilligen Feuerwehren Tittmoning und Kirchheim sowie die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Bauhofs haben die gefährdeten Anwohner über die aktuelle Situation unterrichtet und Grundstückseigentümer zur Verteidigung ihrer Anwesen mit Sandsäcken versorgt. Dabei kam erfolgreich zum ersten Mal die angepasste Strategie im Hochwasserfall zur Anwendung, welche die Verteidigung von Einzelanwesen in den Vordergrund stellt.

Update, 11.42 Uhr - Bergwacht muss eigene Wache vor Wassermassen beschützen

Die ehrenamtlichen Bergwachten Berchtesgaden, Marktschellenberg und Ramsau wurden Samstagabend vorsorglich alarmiert, um mit ihren Allrad-Fahrzeugen und ihrer fürs unwegsame Gelände konzipierten Spezialausrüstung trotz schwer oder nicht mehr passierbarer Straßen überall die rettungsdienstliche Versorgung weiter gewährleisten zu können und bei der Evakuierung von durch Wasser und Muren betroffener Anwohner zu helfen. 

Die Bergwacht Ramsau musste dabei zur Lageerkundung zu einem nicht über eine Fahrstraße erreichbaren Anwesen ausrücken, wo eine Mure ein Stadel erwischt hatte, die Anwohner sich aber weitgehend selbst helfen konnten. Danach sicherten die Bergretter zusammen mit der Feuerwehr erfolgreich ihre eigene Wache und die angrenzenden Gebäude vor dem Hochwasser des ausufernden Gröllbachs, indem sie den durchs Geschiebe blockierten Bachlauf zunächst händisch und dann mit Baggern freihielten.

Update, 10.58 Uhr - So ist die Lage in Schönau: Königsseer Rundweg gesperrt

In der von einer Schlammlawine schwer getroffenen Vorbergstraße in der Schönau am Königsee wird bereits seit den frühen Morgenstunden wieder tatkräftig aufgeräumt. Zahlreiche Bagger sind im Einsatz und viele Helfer schaufeln auch per Hand, was das Zeug hält. Die im Schlamm versunkenen Autos werden ausgegraben und abgeschleppt. Die Laster fahren wieder voll beladen mit Schutt.

Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen

Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen © ce
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen © ce
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen © ce
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen © ce
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen © ce
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen © ce
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen © ce
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee laufen © ce

Betroffene Anwohner, Nachbarn und Einsatzkräfte legen unermüdlich Hand an. Doch auch am Morgen nach dem dramatischen Wochenende ist die Zerstörung immens. Während einige noch einmal „glimpflich” davongekommen sind - mit „nur” voll gelaufenen Kellern, hat es bei anderen das komplette Erdgeschoss, den Keller, Garten und Garage geradezu mit Schlamm geflutet.

Derzeit bewerten auch Geologen die aktuelle Lage in den zerstörten Gebieten der Gemeinde. Trotzdem gibt es noch Einschränkungen in der Gemeinde. Wie Bürgermeister Hannes Rasp im Interview mit BGLand24.de mitteilt, bleibt der Königsseer Rundweg derzeit gesperrt, da Teile davon durch das Unwetter zerstört sind. Der verheerende Murenabgang an der Rodelbahn am Königssee hat wohl auch für das Aus des Grünsteiner Klettersteigs gesorgt. Dieser sei schlichtweg nicht mehr erreichbar, so Rasp.

Update, 10.19 Uhr - Verwaltung warnt vor Unternehmungen im Nationalpark

Die Nationalparkverwaltung warnt vor Unternehmungen im Nationalpark Berchtesgaden. Aufgrund des Unwetters sind zahlreiche Forststraßen, Wege und Steige unpassierbar. Im gesamten Gebiet ist mit Wegeschäden, Erosionen, Unterspülungen, Muren, Steinschlag oder akuten Gefahren durch umstürzende Bäume zu rechnen. 

Nationalpark-Mitarbeiter sind aktuell im Gelände unterwegs, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Da das gesamte Wegenetz von Unwetterschäden betroffen sein kann, wird dies einige Tage in Anspruch nehmen. Danach ist die gezielte Sperrung einzelner Wege möglich. Mit dem Vorliegen des Gesamtüberblicks wird ein Sanierungskonzept erstellt. Die Nationalparkverwaltung informiert auf der Webseite unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de über aktuelle Sperrungen.

Überschwemmungen nach Unwettern in Berchtesgaden

Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl
Überschwemmungen Hochwasser Berchtesgaden
Überschwemmungen nach Unwetter in Berchtesgaden am Sonntag (18. Juli). © FDL/Brekl

Update, 9.53 Uhr - Feuerwehr im BGL: „Die Nacht verlief ruhig!“

Die Lage in den Hochwassergebieten im Süden und Osten Bayerns hat sich etwas entspannt. In Passau lag der Pegel der Donau am frühen Montagmorgen bei 8,18 Metern und damit unterhalb der höchsten Hochwasserwarnstufe von 8,50 Metern. Von katastrophalen Zuständen sei man zum Glück noch entfernt, sagte ein Sprecher der Polizei in Passau am Montag.

Auch im besonders stark von Unwettern getroffenen Berchtesgadener Land konnten die Menschen etwas aufatmen. „Die Nacht verlief ruhig“, hieß es bei der Feuerwehr. Die Helfer seien jetzt mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Anlass zur Hoffnung geben auch die Wetteraussichten. Bis auf einzelne kurze Schauer soll es in den kommenden Tagen trocken bleiben. Unwetter seien derzeit nicht in Sicht, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Völlige Entwarnung gibt es gerade in Städten wie Passau aber noch nicht. Uferpromenaden und Parkplätze waren bereits überflutet worden, Bewohner schützen ihre Häuser mit Sandsäcken und Barrieren. Der Scheitel der Hochwasserwelle wurde gegen 9 Uhr erwartet. Auch andernorts stiegen die Pegel, etwa in Neuburg an der Donau, wo die Hochwassermeldestufe drei erreicht wurde.

Update, 9.24 Uhr - Zahlreiche gestrandete Bergsteiger am Königssee

Die BRK-Wasserwacht musste am Samstagabend gegen 21.50 Uhr wegen eines auf der B305 (Höhe Wiesenweg) im Hochwasser von der übergetretenen Ache mitgerissenen Autos ausrücken, wobei die Insassen bereits von der Feuerwehr gerettet wurden. Danach waren die Schnelleinsatzgruppen in der Nacht bei Kontrollfahrten gefordert und für weitere mögliche Notfälle in Bereitschaft.

Am Sonntagmorgen musste die Wasserwacht dann mit ihrem Rettungsboot die Feuerwehr samt Pumpen über den Königssee fahren, da auch die Gebäude in Sankt Bartholomä vom Hochwasser betroffen waren. Die Wasserretter helfen darüber hinaus beim Aufbau und Betrieb lokaler Betreuungsstellen für evakuierte Anwohner und holten mit dem Rettungsboot am Königssee-Südufer (Salet), Ostufer (Kessel) und in Sankt Bartholomä immer wieder gestrandete Bergsteiger ab, die nicht mehr mit der wegen des Hochwassers eingestellten Schifffahrt zur Seelände zurückfahren konnten. „Die Wanderer sollen unbedingt bei uns anrufen und bei diesen Verhältnissen nicht versuchen, selbst über das unwegsame Ostufer oder den ausgesetzten Rinnkendlsteig zurückzukommen“, appelliert der Technische Leiter der Berchtesgadener Wasserwacht, Martin Planegger.

Update, 8.57 Uhr - HND gibt vorsichtige Entwarnung für Kreise BGL und Traunstein

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) hat seine Warnungen vor Hochwasser und Überschwemmungen in der Region inzwischen erneut teilweise aktualisiert.

  • Kreis Bechtesgadener Land: Die Entspannung der Niederschlagssituation im Landkreis Berchtesgadener Land hat zu einem deutlichen Rückgang der Wasserstände und Abflüsse in den Flussgebieten der Saalach, Salzach und Berchtesgadener Ache geführt. Die Niederschlagsvorhersagen des Deutschen Wetterdienstes prognostizieren für die kommenden Tage keine nennenswerten Regensummen mehr.
    Deshalb ist an allen Pegeln im Landkreis mit einem weiteren Rückgang der Wasserstände zu rechnen, sodass aktuell keine Gefahr der Überschwemmung landwirtschaftlicher Nutzflächen und untergeordneter Verkehrswege mehr besteht. Die Hochwasserwarnung ist aktuell gültig bis Dienstag (20. Juli) 7 Uhr.
  • Kreis Traunstein: Die Entspannung der Niederschlagssituation im Landkreis Traunstein hat zu einem deutlichen Rückgang der Wasserstände und Abflüsse in den Flussgebieten der Traun, Alz und Tiroler Achen geführt. Die Niederschlagsvorhersagen des Deutschen Wetterdienstes prognostizieren für die kommenden Tage keine nennenswerten Regensummen mehr.
    Deshalb ist an allen Pegeln im Landkreis mit einem weiteren Rückgang der Wasserstände zu rechnen, sodass aktuell keine Gefahr der Überschwemmung landwirtschaftlicher Nutzflächen und untergeordneter Verkehrswege mehr besteht. Lediglich der Chiemsee wird noch im Tagesverlauf leicht ansteigen, aber keine Meldestufe mehr erreichen. Die Hochwasserwarnung ist aktuell gültig bis Dienstag (20. Juli) 7 Uhr.

Update, 8.43 Uhr - Heute keine Schifffahrt am Königssee

Update, 8.29 Uhr - Walch: „Bin froh, dass Kreis Traunstein mit blauem Auge davon gekommen ist“

Am Sonntag in den frühen Morgenstunden musste dann die Feuerwehr Schleching ausrücken, nachdem zwischen Marquartstein und Raiten die Straße überschwemmt worden war. Im Laufe des Vormittags wurden steigende Pegelstände von der Salzach im Bereich Tittmoning gemeldet. Deswegen wurden entsprechende Maßnahmen zur Lageerkundung und umfangreiche Vorbereitungen zum Hochwasserschutz getroffen.

Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz

Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
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Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
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Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
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Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz
Hochleistungspumpen bei Tittmoning im Einsatz. © FDL/Lamminger

Seitens den Feuerwehren Ruhpolding, Unterwössen und Übersee wurden zusätzlich 2000 Sandsäcke nach Tittmoning gebracht. Darüber hinaus hat die Stadt Tittmoning zusammen mit der Feuerwehr zusätzlich knapp 2000 Sandsäcke vorbereitet und an den neuralgischen Punkten im Einsatzgebiet aufgebaut. Am Siechenbach, einem Zufluss der Salzach, staute sich das Wasser so weit an, so dass Hochleistungspumpen eingesetzt werden mussten. „Ich bin einerseits froh, dass wir im Landkreis Traunstein derzeit mit einem blauen Auge davongekommen sind und die Einsatzkräfte die Lage im Griff haben“, erklärte Landrat Siegfried Walch (CSU), der sich am Sonntag ein Lagebild verschaffte, und ergänzte, „dass unsere Nachbarn im Berchtesgadener Land voll auf unsere Unterstützung bauen können“.

Update, 7.56 Uhr - Regionale Banken verdoppeln eingehende Spenden

Nach der Hochwasser-Katastrophe benötigen viele Menschen im Berchtesgadener Land schnelle, unkomplizierte Hilfe. Über das Spendenkonto der Sparkassen-Bürgerstiftung BGL kann jeder, der helfen will und kann, einen wichtigen Betrag für die Hochwasseropfer im Berchtesgadener Land spenden. Auch regionale Banken wollen helfen: Sowohl die Sparkassen Berchtesgadener Land als auch die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG haben angekündigt, alle eingehenden Spenden bis zu einem Gesamtbetrag von 100.000 Euro zu verdoppeln.

  • Spendenkonto VR Bank:
    IBAN: DE60 7109 0000 0010 0010 15
    Verwendungszweck: Hochwasser
  • Spendenkonto Sparkasse:
    IBAN: DE33 7105 0000 0000 2572 87
    Verwendungszweck „Hochwasser 2021“

Update, 7.53 Uhr - HND gibt Entwarnung für Kreise Berchtesgadener Land und Traunstein

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) hat seine Warnungen vor Hochwasser und Überschwemmungen in der Region inzwischen erneut teilweise aktualisiert.

  • Kreis Berchtesgadener Land: Die Entspannung der Niederschlagssituation im Landkreis Berchtesgadener Land hat zu einem deutlichen Rückgang der Wasserstände und Abflüsse in den Flussgebieten der Saalach, Salzach und Berchtesgadener Ache geführt. Die Niederschlagsvorhersagen des Deutschen Wetterdienstes prognostizieren für die kommenden Tage keine nennenswerten Regensummen mehr. Deshalb ist an allen Pegeln im Landkreis mit einem weiteren Rückgang der Wasserstände zu rechnen, sodass aktuell keine Gefahr der Überschwemmung landwirtschaftlicher Nutzflächen und untergeordneter Verkehrswege mehr besteht. Die Hochwasserwarnung ist aktuell gültig bis Dienstag (20. Juli) 7 Uhr.
  • Kreis Traunstein: Die Entspannung der Niederschlagssituation im Landkreis Traunstein hat zu einem deutlichen Rückgang der Wasserstände und Abflüsse in den Flussgebieten der Traun, Alz und Tiroler Achen geführt. Die Niederschlagsvorhersagen des Deutschen Wetterdienstes prognostizieren für die kommenden Tage keine
    nennenswerten Regensummen mehr. Deshalb ist an allen Pegeln im Landkreis mit einem weiteren Rückgang der Wasserstände zu rechnen, sodass aktuell keine Gefahr der Überschwemmung landwirtschaftlicher Nutzflächen und untergeordneter Verkehrswege mehr besteht. Lediglich der Chiemsee wird noch im Tagesverlauf leicht ansteigen, aber keine Meldestufe mehr erreichen.Die Hochwasserwarnung ist aktuell gültig bis Dienstag (20. Juli) 7 Uhr.

Update, 7.41 Uhr - Alleine 20 Einsätze in Gemeinde Reit im Winkl

Auch an anderen Stellen im Landkreis bzw. im Gemeindebereich von Reit im Winkl hatten die Einsatzkräfte viel zu tun: Gegen 16.30 Uhr waren am Samstag die ersten Alarmierungen für die Feuerwehr Reit im Winkl wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Straße eingelaufen. Im weiteren Einsatzverlauf musste dann die Bundesstraße zwischen Ruhpolding und Seegatterl wegen Überflutung gesperrt werden. Der Parkplatz Seegatterl stand rund 40 Zentimeter hoch unter Wasser.

Weitere Kräfte aus Oberwössen, Übersee, Ruhpolding und Grabenstätt wurden nach Reit im Winkl entsandt, um die rund 20 Einsatzstellen abzuarbeiten. Unter anderem wurden rund 2500 Sandsäcke für Sicherungs- und Schutzmaßnahmen verbaut. Zudem wurde die Führungsstellen Achen und Chiemsee organisatorisch in den Einsatz mit eingebunden. Insgesamt waren hier rund 120 Feuerwehrler im Einsatz.

Update, 7.32 Uhr - Mehrere vollgelaufene Keller in Siegsdorf

Am Sonntagnachmittag waren die Floriansjünger dann noch im Gemeindebereich Siegsdorf gefordert. Hier waren mehrere vollgelaufene Keller gemeldet worden. Hier wurde die Feuerwehr Eisenärzt zur Unterstützung der Siegsdorfer Kollegen nachalarmiert. Die Kreisstraße TS6 zwischen Bergen und Bernhaupten wurde überschwemmt. Hier wurden die Einsatzkräfte aus Bergen alarmiert. Die Feuerwehr Traunstein musste zu einem Einsatz im Bereich der unteren Stadt ausrücken. Zudem lief der Grundbach bei Gamm über.

Kreisbrandrat Christof Grundner zog ein insgesamt positives Fazit: „Die Einsatzkräfte vor Ort haben bisher allesamt einen tollen Job gemacht.“ Bis dato geht man im Landkreis Traunstein davon aus, dass es im Zusammenhang mit dem Hochwasser keine Personenschäden gegeben hat.

Update, 7.23 Uhr - 16 Urlauber aus Ferienhaus in Reit im Winkl gerettet

Ein Einsatzschwerpunkt im Landkreis Traunstein lag im Bereich von Reit im Winkl. Wie der Kreisfeuerwehrverband nun mitteilte, mussten dort am Samstagabend (17. Juli) insgesamt 16 Urlauber aus einer Ferienunterkunft in Sicherheit gebracht werden. Gegen 20 Uhr war ein entsprechender Notruf eingegangen, wonach die Touristen in ihrem Ferienhaus von Wasser eingeschlossen seien. Binnen einer Stunde wurden die unverletzten Menschen von DLRG und Feuerwehr gerettet. Die Gemeinde organisierte für die Urlauber eine Ersatzunterkunft.

Update, 7.09 Uhr - So ist die Hochwasser-Lage in Passau

In Passau ganz im Südosten Deutschlands stieg in der Nacht zum Montag der Wasserstand der Donau nur noch gering und verharrte dann unter der Marke von 8,50 Meter (2,50 Meter über normal) ab der die höchste Hochwasserwarnstufe gilt. Uferpromenade und Parkplätze waren bereits überflutet, Bewohner schützten Häuser mit Sandsäcken und Barrieren.
Der Hochwassernachrichtendienst rechnet damit, dass der Scheitel erreicht ist und gegen Montagabend die Meldestufe 3 wieder unterschritten wird. Unsicherheitsfaktor ist aktuell noch der Inn, es sei schwer einzuschätzen, wie viel der Fluss noch nach Passau bringen wird.

Ein Mann geht mit seinem Hund an der Uferpromenade an einem Reise-Center vorbei, das mit Sandsäcke vor den Türen vor dem Wasser der Donau abgedichtet wurde.

Update, 6.55 Uhr - Aufräumarbeiten gehen weiter

Nachdem der DWD seine Unwetterwarnung vor anhaltendem Regen aufgehoben hat, hat sich die Hochwasserlage in Oberbayern weitgehend entspannt. Ein letzter Regenschauer ist in der Nacht noch durch das Gebiet gezogen, so die Integrierte Leitstelle Traunstein. Im südlichen Landkreis Berchtesgadener Land könnten die Einsatzkräfte bis Mitternacht ihre laufenden Einsätze abarbeiten und dann eine Ruhepause einlegen. Am Morgen werden die Aufräumarbeiten fortgesetzt.

Neue Einsätze kamen in der Nacht in den Orten Laufen, Teisendorf und Inzell hinzu. Es waren Straßen überflutet und Keller vollgelaufen, aber keine Großschadenslagen mehr. Größere Ausuferungen in den Kreisen Altötting und Mühldorf gab es in der Nacht nicht.

Update, 6.15 Uhr - Pegelstände in der Region entspannen sich - Lage weiter angespannt

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) hat seine Warnungen vor Hochwasser und Überschwemmungen in der Region in der Nacht teilweise aktualisiert.

  • Landkreis Berchtesgadener Land: An der Saalach hat der Pegel Unterjettenberg nach einem Wiederanstieg des Wasserstands erneut Meldestufe 1 erreicht. Es ist jedoch nur von einer kurzen Überschreitung der Meldestufe auszugehen. An der Salzach wurde der Scheitel am Pegel Laufen erreicht und die Meldestufe 1 inzwischen wieder verlassen. Ein deutlicher Anstieg der Saalach und Salzach wird derzeit nicht erwartet. Bei der Sur wurde am Pegel Brodhausen inzwischen Meldestufe 1 überschritten. Die Hochwasserwarnung ist aktuell gültig bis 7 Uhr.
  • Landkreis Traunstein: Im Landkreis Traunstein steigt der Pegelstand an der Alz bei Seebruck noch an. Eine Überschreitung von Meldestufen ist nicht zu erwarten. Die Traun weist sowohl am Pegel Hochberg als auch am Pegel Stein fallende Wasserstände auf, die Meldestufe 1 wird unterschritten. Die Tiroler Achen befindet sich derzeit noch in Meldestufe 2. Der Scheitel wurde am Pegel Staudach erreicht. Für Montagvormittag werden fallende Wasserstände und Unterschreitung der Meldestufe 1 erwartet.
  • Landkreis Altötting: Am Pegel Burghausen wurde die Meldestufe 3 inzwischen wieder verlassen. Ein erneuter Anstieg wird derzeit nicht erwartet. Das Wasserwirtschaftsamt hat aktuell keine weitere Warnung für den Landkreis herausgegeben.
  • Landkreis Rosenheim: Am Inn-Pegel Oberaudorf war am Sonntag Meldestufe 1 erreicht. Die Inn-Pegel Rosenheim und Wasserburg haben die Meldestufe 2 überschritten.  An der Mangfall wurde Meldestufe 1 überschritten, der Scheitel war gegen Sonntagbend . Es ist noch mit einem weiteren Anstieg der Wasserstände zu rechnen, bis Mittag wird der Inn die Meldestufe 1 wieder unterschreiten. Die Hochwasserwarnung ist aktuell gültig bis Montag (19. Juli) 15 Uhr.
  • Landkreis Mühldorf: Die gefallenen Niederschläge haben am Inn zu Meldestufenüberschreitungen geführt. An den Inn-Pegeln Mühldorf und Kraiburg ist Meldestufe 1 erreicht. Das Wasserwirtschaftsamt hat aktuell keine weitere Warnung für den Landkreis herausgegeben.
  • Landkreis Passau: Die Niederschläge im Salzach/Inn Einzugsgebiet sind weitgehend abgeklungen. Der Hochwasserscheitel wird am frühen Montagmorgen an den Passauer Donaupegeln im Bereich der Meldestufe 4, am Innpegel Passau Marienbrücke oberhalb der Meldestufe 2 erwartet. Die Hochwasserwarnung ist aktuell gültig bis Montag (19. Juli) 19 Uhr.

Söder: „Wir lassen da niemanden allein!“

Am Wochenende trafen die Wassermassen vor allem die Urlaubsregion um den Königssee im Berchtesgadener Land. Es gab Murenabgänge, Unfälle und schlimme Verwüstungen. Im Landkreis Berchtesgadener Land wurde deswegen noch am späten Samstagabend der Katastrophenfall ausgerufen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sicherte bei einem Besuch am Sonntag den vom Hochwasser betroffenen Menschen Hilfe und Unterstützung zu. „Wir lassen da niemanden allein, ganz sicher nicht“, sagte er bei einem Besuch mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in Schönau am Königssee.

Sintflutartige Regenfälle hatten am Samstagabend im Süden des Landkreises Berchtesgadener Land den Fluss Ache über die Ufer treten und Hänge abrutschen lassen. Zwei Menschen kamen ums Leben. Ein Opfer starb nach Angaben von Landrat Bernhard Kern (CSU) an einer natürlichen Ursache. Ein Zusammenhang mit dem Unwetter sei aber nicht ausgeschlossen.

Zwei Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW) kollidierten im Einsatz mit ihrem Laster mitsamt Sandsäcken mit einem Auto eines Urlauber-Paars, vier Menschen wurden verletzt. Die Einsatzkräfte warnten vor allem vor Autofahrten und auch vor Katastrophen-Selfies, die Menschen an Gewässern schießen würden. Die bekannte Bob- und Rodelbahn am Königssee wurde durch das schwere Unwetter zerstört.

THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021

Fotos: THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021
Lkw des THW verunglückt auf Einsatzfahrt in Berchtesgaden. © FDL/Brekl
Fotos: THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021
Lkw des THW verunglückt auf Einsatzfahrt in Berchtesgaden. © FDL/Brekl
Fotos: THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021
Lkw des THW verunglückt auf Einsatzfahrt in Berchtesgaden. © FDL/Brekl
Fotos: THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021
Lkw des THW verunglückt auf Einsatzfahrt in Berchtesgaden. © FDL/Brekl
Fotos: THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021
Lkw des THW verunglückt auf Einsatzfahrt in Berchtesgaden. © FDL/Brekl
Fotos: THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021
Lkw des THW verunglückt auf Einsatzfahrt in Berchtesgaden. © FDL/Brekl
Fotos: THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021
Lkw des THW verunglückt auf Einsatzfahrt in Berchtesgaden. © FDL/Brekl
Fotos: THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021
Lkw des THW verunglückt auf Einsatzfahrt in Berchtesgaden. © FDL/Brekl
Fotos: THW-Fahrzeug verunglückt in Berchtesgaden am 18. Juli 2021
Lkw des THW verunglückt auf Einsatzfahrt in Berchtesgaden. © FDL/Brekl

Die Retter waren rund um die Uhr im Einsatz und mussten zahlreiche Menschen aus ihren Häusern holen. In Schönau am Königssee drohte ein Hangabrutsch. Dort wurden schon von Samstag auf Sonntag rund 135 Menschen in Sicherheit gebracht. Weitere Evakuierungen gab es am Sonntag. Die Schulen werden deswegen am Montag geschlossen bleiben. Eine Notbetreuung werde sichergestellt, hieß es seitens des Landkreises.

Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021

Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
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Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
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Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz
Fotos: Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021
Unwetterschäden in Schönau am 18. Juli 2021 © cz

Der Bahnverkehr zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden wurde komplett eingestellt. Rund 900 Hilfskräfte waren in Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Marktschellenberg und Ramsau im Einsatz. Hunderte Male mussten sie bisher ausrücken. Mehrere Bahnstrecken wurden auch in anderen Teilen von Oberbayern gesperrt, Straßen waren blockiert. Der Schaden lässt sich nach Angaben von Kern noch nicht abschätzen. Dieser gehe aber in die Millionen, sagte er.

mw/mh

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