Polizei geht gezielt und konsequent gegen Szene vor

Kampf gegen "Auto-Poser" in Rosenheim zeigt erste Erfolge

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Rosenheim - Die Polizei und die zuständigen Behörden der Stadt und des Landkreises Rosenheim haben beschlossen, gezielt und konsequent gegen die hiesige "Auto-Poser-Szene" vorzugehen. Erste Maßnahmen zeigen bereits Wirkung.

„Es sind immer wieder dieselben Personen, die auffallen. Sie reagieren aggressiv, sind uneinsichtig und für verkehrserzieherische bzw. präventive Ansätze völlig unzugänglich.“ Mit diesen Worten kündigte Polizeipräsident Robert Kopp Mitte August an, dass sowohl Polizei als auch die zuständigen Behörden der Stadt und des Landkreises Rosenheim von nun an gemeinsam, gezielt und konsequent gegen die hiesige "Auto-Poser-Szene" vorgehen will.

Halteverbote eingerichtet

Eingerichtete Haltverbote zwischen Karstadt und Karstadt Sport zeigen nun erste Ergebnisse und haben die "Auto-Poser" aus diesem Bereich verdrängt, so Radio Charivari am Mittwoch. Seitens der Polizei hätte sich das Problem allerdings "ums Eck verlagert". Zwischen den beiden Karstadtfilialen hatten sich die "Poser" immer gesammelt und an den Gehwegen gewartet, ehe sie dann mit aufheulenden Motoren durch diesen Bereich fuhren. 

Werden sie jetzt an den Gehwegen angetroffen, drohe ein Bußgeld - werden sie öfter angetroffen, werde Vorsatz unterstellt, was das Bußgeld deutlich erhöhe und auch zum Verlust des Führerscheins führen könne, so der Radiosender weiter..

Jetzt stehe die Münchner Straße vom Burger King Richtung Bahnhof im Fokus und es werde entsprechend öfter kontrolliert, so der Radiosender weiter. 

Öffentliche Straßen als Rennstrecken missbraucht

Bei einem „Runden Tisch“ aus Polizeipräsidium, den Polizeiinspektionen Rosenheim, Bad Aibling, Wasserburg, der Verkehrspolizei Rosenheim sowie den Führerscheinstellen, Ordnungsämtern und unteren Verkehrsbehörden der kreisfreien Stadt und des Landkreises Rosenheim vereinbarten die Stellen "gegen die bis zu 20 Mehrfachtäter, welche überwiegend im Landkreis Rosenheim wohnen und regelmäßig im Ballungsraum Rosenheim / Kolbermoor / Bad Aibling sowie in Wasserburg in Erscheinung treten" ein "repressives und personenorientiertes Vorgehen". Zudem richtete die Polizei eine Ermittlungsgruppe ein und bat die Anwohner, alle verdächtigen Aktivitäten wie Straßenrennen , Beschleunigungsmanöver und Lärmbelästigung konsequent zu melden. 

In diesem Zusammenhang betonte die Polizei ausdrücklich, dass es nicht darum ginge, Angehörige der Tuning-Szene pauschal in ein schlechtes Licht zu rücken. Es geht einzig und allein darum, eine Minderheit von „Auto-Posern“ (Polizei und Behörden verzichten bewusst auf die Bezeichnung „Tuning“ oder „Tuner“!) zu verfolgen, die ohne Unrechtsbewusstsein öffentliche Straßen und Innenstädte als ihre privaten Renn- und Poser-Strecken missbrauche.

mh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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